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Grammys ohne Drake

Der kanadisch-jüdische Rapper Drake Foto: dpa

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Grammys ohne Drake

Der kanadisch-jüdische Rapper zieht seine Nominierungen für den begehrten Musikpreis zurück

 07.12.2021 12:04 Uhr Aktualisiert

Der kanadische Rapper Drake (35) will im kommenden Jahr nicht mit einem Grammy-Award geehrt werden. Laut einem Bericht der US-Zeitung »Variety« und der Nachrichtenagentur AP hat der R&B-Star darum gebeten, die beiden Nominierungen für die Auszeichnung zurückzuziehen. Am Montag war der Hinweis auf Drakes Anwärterschaft auf der Website der Grammys schon gelöscht. Die Preise werden am 31. Januar 2022 verliehen.

KATEGORIEN Laut Medienberichten soll sich der Rapper darüber geärgert haben, nie in anderen Kategorien als der des Sprechgesangs nominiert zu werden. Der viermalige Grammy-Gewinner war ursprünglich für »Certified Lover Boy« in der Sparte bestes Rapalbum nominiert, außerdem für »Way 2 Sexy« – eine Zusammenarbeit mit den Rappern Future und Young Thug – in der Sparte beste Rapdarbietung.

Bereits in seiner Rede bei der Grammy-Verleihung 2019 hatte Drake die Preise kritisiert und ihren Wert infrage gestellt. Daraufhin war sein Mikrofon abgestellt worden.

Gleich neun Songs seines aktuellen Albums schafften es in die Top Ten der US-Singlecharts.

Aubrey Drake Graham ist der Sohn einer jüdischen Kanadierin und eines Katholiken aus den USA, des afroamerikanischen Musikers Dennis Graham. Mit 13 feierte Drake seine Barmizwa in Toronto. In einem Video von 2012 feierte er eine »zweite Barmizwa«. In einem seiner Songs heißt es: »I was born to do it, born to make bomb music/I flow tight like I was born Jewish/Well, actually I was born Jewish.«

REKORD Drake gehört zu den erfolgreichsten Musikern weltweit. Sein aktuelles Album »Certified Lover Boy« stellte dieses Jahr einen Chartrekord auf. Gleich neun Songs des Albums schafften es in die Top Ten der US-Singlecharts.

Der vorherige Rekord lag bei sieben Top-Ten-Hits und wurde bislang viermal erreicht - von Michael Jacksons »Thriller« (1982), Bruce Springsteens »Born in the USA« (1984), Janet Jacksons »Rhythm Nation 1814« (1989) sowie Drakes »Scorpion« (2018).

Fünf Songs von »Certified Lover Boy« debütierten zudem in den Top Five. Somit zieht der Kanadier auch mit den Beatles gleich: Die Briten besetzten 1964 die ersten fünf Plätze der Billboard Charts. Seitdem war das keinem Künstler mehr gelungen. »Certified Lover Boy« ist Drakes sechstes Studioalbum und erschien am 3. September. ag

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