Programm

Erinnerung, Entwurzelung, Erläuterung: Tipps und Termine

Berlin, die Metropole der Weimarer Republik, wurde 1933 die Hauptstadt des Dritten Reichs. Juden erhalten Berufsverbote, ihre Geschäfte werden boykottiert. »Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt«: Dienstag, 30. Juni, 23.15 Uhr arte Foto: arte © SZ Photo/Süddeutsche Zeitung Photo

Programm

Erinnerung, Entwurzelung, Erläuterung: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 25. Juni bis zum 2. Juli

 24.06.2026 14:04 Uhr

Berlin
Zikaron BaSalon »Ein Abend für Gad Beck – Zum 14. Jahrestag seines Todes«: Annäherung an ein außergewöhnliches Leben in Fotos, Texten und Videozeugnissen
Do 25. Juni, 18 Uhr, Mitte Museum, Pankstraße 47

Berlin
»Nur nicht zu den Löwen« nach dem gleichnamigen Roman von Lizzie Doron. Rivi Greenfeld lebt in Tel Aviv und soll im Zuge der Stadterneuerung aus ihrer geliebten Wohnung ausziehen, in der sie seit ihrer Geburt lebt. Was für die einen nur ein Umzug ist, kommt für die berentete Lektorin einer Katastrophe gleich.
Fr 26. Juni, 19.30 Uhr, Jüdisches Kulturschiff MS Goldberg, Schifffahrtsufer 2/Hermann-Oxfort-Promenade

Chemnitz
Im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen findet die Fragerunde »Frag den Rabbi!« statt. Sachsens Landesrabbiner Zsolt Balla und Michael Jedwabny, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, sowie weitere sächsische Juden diskutieren über Fragen des Publikums.
So 28. Juni, 17 Uhr, Museum für sächsische Fahrzeuge e.V., Zwickauer Straße 77

Drensteinfurt
Symposium zum Festival »Musik & Kultur der Synagoge«: Kostbarkeiten des jüdischen Kulturerbes in Westfalen stehen im Mittelpunkt eines öffentlichen Symposiums, zu dem die Evangelische Stadtakademie Bochum und der Synagogenverein Drensteinfurt einladen. Anmeldung unter info@synagogenverein.de
Do 2. Juli, 10 Uhr, Bürgerhaus »Alte Post«, Mühlenstraße 15

Görlitz
»Berlin & Babylon – «Süß & Bitter»: Die Welt der 1920er-Jahre« verspricht eine Zeitreise 100 Jahre zurück in die Wilden oder Goldenen Zwanziger Jahre. Varieté, Theater und Operette brachten Witz und Übermut auf die kleinen und großen Bühnen der Metropole Berlin. Die Sängerin Ethel Merhaut, die russisch-jüdische Wurzeln hat, ist aus der jungen Wiener Musikszene nicht wegzudenken. Mit Charme und musikalischer Hingabe entstaubt sie Chansons, Foxtrotts, Filmmusik und Tangos sowie jiddische Lieder der Zeit.
Sa 27. Juni, 19.30 Uhr, Kulturforum Görlitzer Synagoge, Otto-Müller-Straße 3

Wuppertal
Autorengespräch »Moralspektakel. Wie die richtige Haltung zum Statussymbol wurde und warum das die Welt nicht besser macht« mit dem Philosophen Philipp Hübl
Do 25. Juni, 19 Uhr, Bergische Volkshochschule, Otto-Roche-Saal, Auer Schulstraße 20

TV und Radio

»Musikstunde«: Mendelssohns Klavierwerk: Ein Plädoyer! (4/5). Geschwisterbande
Donnerstag, 25. Juni, 23.03 Uhr SWR Radio

»Schabat Schalom«: Das Magazin berichtet aus dem jüdischen Leben mit Nachrichten, Interviews, Berichten und Kommentaren. Dazu die Wochenabschnittsauslegung der Tora
Freitag, 26. Juni, 19.32 Uhr NDR Info Radio

»Berlin 1933 – Tagebuch einer Großstadt«: Aus Berlin, der vibrierenden Metropole der Weimarer Republik, wurde 1933 in nur wenigen Monaten die Hauptstadt des Dritten Reichs. Juden erhalten Berufsverbote, ihre Geschäfte werden boykottiert, Gesetze schließen sie aus der Gesellschaft aus. Eine Collage über das Ende einer Demokratie und den Beginn einer Diktatur, vergangen und gegenwärtig zugleich.
Dienstag, 30. Juni, 23.15 Uhr arte TV

Abschied

Musiker betrauern Clive Davis

Von Barbra Streisand über Carole King bis hin zu Billy Joel und von Earth, Wind & Fire bis Santana: Alle verabschieden sich von dem legendären Produzenten in Trauer und Dankbarkeit

von Imanuel Marcus  24.06.2026

Länger leben

Forscher drehen die biologische Uhr zurück

Israelischen Wissenschaftlern gelingt es, Alterungsprozesse in Lebern alter Mäuse umzukehren. Der Traum von der Verjüngung erscheint damit zumindest auf molekularer Ebene denkbar

von Sabine Brandes  23.06.2026

Social Media

Von Saftpäckchen und Zahlencodes

Auf der Online-Plattform TikTok versteckt sich Judenhass häufig hinter Zahlencodes, Emojis und Hashtags. Eine neue Studie untersucht die Besonderheiten des digitalen Antisemitismus

von Leon Stork  23.06.2026

Los Angeles/New York

Hitler-, Grusel- und Helden-Parodien: Mel Brooks wird 100

Nur wenige haben einen Oscar, Emmy, Tony und Grammy gewonnen. Das jüdische Multitalent Mel Brooks zählt dazu. Jetzt wird der Komiker und Regisseur 100 - und zeigt, dass er noch immer Menschen zum Lachen bringt

von Barbara Munker  23.06.2026

Kommentar

Wer kann das noch ernst nehmen?

Immer mehr zeigt sich: Anmoderation und Exekution von Unwahrheiten und falschen Fakten vor einem Millionenpublikum sind kein ärgerlicher Ausrutscher, sondern gezielte Agitation

von Daniel Killy  23.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  22.06.2026

Hören

»Amalie’s Cosmos«

Die in Paris geborene Harfenistin Anne-Sophie Bertrand stellt eine deutsch-jüdische Salonnière ins Zentrum ihres neuen Albums

von Claudia Irle-Utsch  22.06.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  22.06.2026

Jubiläum

Mit diesen prominenten Weggefährten feiert Wolf Biermann seinen 90. Geburtstag

Der legendäre Liedermacher wird am 15. November 90 Jahre alt

 22.06.2026 Aktualisiert