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Kino

Ein Oscar für die Schule

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Die Dokumentation »Strangers No More« über eine Schule in Tel Aviv hat einen Oscar gewonnen. Foto: STRANGERS NO MORE

Los Angeles feiert, Tel Aviv jubelt. Und das nicht nur, weil die Schauspielerin Natalie Portman für ihre Rolle als Nina im Ballett-Thriller »Black Swan« bei der Oscar-Verleihung am Sonntag als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet wurde. Auch der Dokumentarfilm von Karen Goodman and Kirk Simon »Strangers No More« hat einen der begehrten Filmpreise in der Kategorie »Bester Dokumentar-Kurzfilm« gewonnen.

Er erzählt die Geschichte dreier Kinder einer Tel Aviver Schule, an der Mädchen und Jungen aus 48 verschiedenen Ländern und aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen tagtäglich zusammenkommen. Nach und nach berichten sie von persönlichen Schwierigkeiten und Mühen, erzählen von ihren unterschiedlichen Schicksalen und Nöten.

Der Film wurde auf dem Gelände der Bialik-Rogozin-Schule gedreht und zeigt die Probleme und Hoffnungen, die Jugendliche im Vielvölkerstaat Israel beschäftigen. Er dokumentiert, welche Wege die Kinder auf der Suche nach Anerkennung und dem eigenen Platz in der israelischen Gesellschaft gehen müssen.

Die Bialik-Rogozin-Schule schmücken derweil Luftballons, wie die israelische Tageszeitung Yedioth Ahronoth berichtet. Und am Eingangstor hängt ein Schild, auf dem steht: »Wir haben den Oscar gewonnen.« Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu telefonierte mit dem Direktor der Schule und gratulierte ihm: »Sie haben uns eine doppelte Freude gemacht: zum einen mit der gesegneten Arbeit an der Schule, die wundervoll ist, und zum anderen mit der Auszeichnung.« Auch der Tel Aviver Bürgermeister Ron Huldai überbrachte der Schule seine Glückwünsche.

Programm

Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Oktober bis zum 4. November

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Philologie

Mehr als Dolmetscher

Jüdische Übersetzer haben nicht nur zwischen den Sprachen vermittelt, sondern dabei auch eigene Denkformen geprägt

von Katharina Hillmann  27.10.2026

Bucerius Kunst Forum

Verstreute Meisterwerke

Eine Ausstellung in Hamburg vereint rund 100 Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus 15 jüdischen Sammlungen und erinnert an den Kunstraub der Nationalsozialisten

von Edgar S. Hasse  27.10.2026

Kino

Wiener Blut

Ulrike Ottinger lädt in der Horrorkomödie »Die Blutgräfin« zum morbiden Vampirvergnügen und schwelgt in opulenten Bildern. Isabelle Huppert geht perfekt gestylt auf Beutezug

von Anna Maria Pahlke und Sophie Albers Ben Chamo  27.10.2026

Jerusalem

Cohen interpretiert Cohen

Der israelische Jazz-Musiker Avishai Cohen hat sich für sein neues Album ein Buch des legendären Singer-Songwriters Leonard Cohen vorgenommen

von Imanuel Marcus  27.10.2026

Nachruf

»Star Trek«-Star Walter Koenig ist tot

Seine Rolle als Pavel Chekov hatte eine humoristische Funktion. Der Charakter sollte jüngere Zuschauer ansprechen

 27.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Rote Bänke, erschöpfte Katzen – ein Nachmittag in Amsterdam

von Margalit Edelstein  26.10.2026

Düsseldorf

50 Jahre Kiss in Deutschland: Doro Pesch feiert ihre Helden

Wegen Kiss fing Doro Pesch mit der Musik an. Später wurde der jüdische Bassist, Sänger und Bandleader Gene Simmons ihr Mentor. Seither ist ein halbes Jahrhundert vergangen

von Philip Dethlefs  26.10.2026