JFBB

»Ein großer kultureller Gewinn«

Nicola Galliner Foto: Uwe Steinert

Nicola Galliner wurde am Mittwoch der Verdienstorden des Landes Brandenburg verliehen. Die Gründerin und Leiterin des Jüdischen Filmfestivals Berlin und Brandenburg (JFBB) erhalte die Auszeichnung »als Zeichen der Anerkennung und des Dankes für außerordentliche Verdienste um das Land Brandenburg und seine Bevölkerung«, hieß es in der Begründung.

In einer Feierstunde in der Potsdamer Staatskanzlei überreichte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) der JFBB-Festivalleiterin die Auszeichnung mit den Worten: »Nicola Galliner ist eine unermüdliche Botschafterin jüdischen Lebens in Berlin und Brandenburg. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass die jüdische Kultur in der Region wieder verstärkt sichtbar und erlebbar ist.«

erfolgsgeschichte Das Jüdische Filmfestival ist Deutschlands ältestes und bedeutendstes jüdisches Filmfestival. Es sei »eine beeindruckende Erfolgsgeschichte und ein großer kultureller Gewinn für die Menschen in der Hauptstadtregion, die mehr erfahren wollen über das Leben von Jüdinnen und Juden in Israel und überall in der Welt jenseits von Nachrichtenbildern und Klischees«, betonte Woidke. Die Auszeichnung mit dem Verdienstorden des Landes Brandenburg sei »eine hochverdiente Ehrung«.

Nicola Galliner wurde 1950 in London geboren und lebt seit 1969 in Berlin. 1995 gründete sie das Jüdische Filmfestival Berlin und Brandenburg. Zuvor leitete sie mehr als 20 Jahre lang die Jüdische Volkshochschule der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.

Das 24. Jüdische Filmfestival findet in diesem Jahr vom 26. Juni bis zum 5. Juli in Berliner und Brandenburger Kinos unter dem Motto »No Fake Jews!« statt. Mit einer Europapremiere eröffnet am 26. Juni im Potsdamer Hans Otto Theater der Dokumentarfilm Itzhak über den Ausnahmemusiker Itzhak Perlman das diesjährige Festival.

Der Verdienstorden des Landes Brandenburg ist die höchste Auszeichnung des Bundeslandes und wurde erstmals am Verfassungstag am 14. Juni 2005 verliehen. ja/epd

www.jfbb.de

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