Wolf-Preis 2016

Die Sieger stehen fest

Seit 1978 verleiht die Wolf Foundation alljährlich in den Sparten Agrarwissenschaft, Mathematik, Chemie, Physik, Medizin und Kunst den Wolf-Preis. Foto: Flash 90

Am Mittwochabend sind die sieben Gewinner des diesjährigen Wolf-Preises – inoffiziell auch als »israelischer Nobelpreis« bezeichnet – bekannt gegeben worden. Die Preisträger kommen aus Israel, den USA und Kanada und werden die weltweit renommierte Ehrung in der Knesset von Staatspräsident Reuven Rivlin überreicht bekommen.

Den Wolf-Preis für Agrarwissenschaft erhält Trudy Frances Charlene Mackay von der Fakultät für Biowissenschaften der North Carolina State University. Sie wird ausgezeichnet für ihre Arbeiten im Bereich der Quantitativen Genetik, die sich mit dem Wechselspiel von Genen, Phänotypen und Umwelteinflüssen beschäftigt.

Nano Den Preis im Bereich Chemie teilen sich Kyriacos Nicolaou von der Rice University in Houston/Texas für seine Beiträge auf dem Gebiet der chemischen Synthese und Stuart Schreiber (Harvard) für seine Einsichten im Bereich der Signaltransduktion und Genregulation, die zu neuen Therapiemethoden beigetragen haben.

Der Preis für Physik geht an Yoseph Imry vom Weizmann-Institut in Rehovot. Er gilt als Hauptbegründer der mesoskopischen Physik, die sich mit Objekten beschäftigt, die für das menschliche Auge nicht sichtbar, aber doch größer als Atome sind. Die Disziplin bildet die Grundlage der Nanowissenschaft und Nanotechnik.

Design Auch der Medizin-Preis wird an zwei Wissenschaftler vergeben – C. Ronald Kahn von der Harvard Medical School für seine Studien zum Insulin-Signalweg und wie er sich im Krankheitsfall verändert sowie Lewis Cantley vom Weill Cornell Medical College in New York für die Entdeckung der Phosphoinositide 3-kinase und ihre Rolle bei der Entstehung von Krankheiten wie Krebs.

Der Wolf-Preis für Kunst geht an die kanadische Architektin Phyllis Lambert, für ihr »menschlich orientiertes« Design und ihre Bemühungen, Dutzende von Villen in ihrer Heimatstadt Montreal vor dem Abriss zu bewahren. Der Preis für Mathematik wird in diesem Jahr nicht vergeben.

Fidel Seit 1978 verleiht die Wolf Foundation alljährlich in den Sparten Agrarwissenschaft, Mathematik, Chemie, Physik, Medizin und Kunst den Wolf-Preis, der laut Satzung »für Errungenschaften zum Wohle der Menschheit und freundschaftliche Beziehungen unter den Völkern« vergeben wird. Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderem Stephen W. Hawking, Carl Djerassi, Eric Kandel, Jared Diamond, Marc Chagall, Vladimir Horowitz und Anselm Kiefer.

Der Namensgeber Richard Wolf wurde 1887 in Hannover als eines von 14 Geschwistern geboren. Als junger Mann emigrierte Wolf, noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, nach Kuba und nannte sich fortan Ricardo. Mit der Entwicklung eines verbesserten Verfahrens zur Eisenschmelze gelangte der passionierte Erfinder zu Reichtum. Während der kubanischen Revolution unterstützte Wolf Fidel Castro ideell und finanziell.

Zum Dank erfüllte Fidel ihm einen Wunsch: Er ernannte Wolf 1961 zum kubanischen Botschafter in Israel. Das blieb er bis 1973 – in jenem Jahr brach Kuba seine diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Ricardo Wolf entschied sich, den diplomatischen Dienst zu quittieren und in Israel zu bleiben. Dort gründete er 1975 gemeinsam mit seiner Frau Francisca Subirana Wolf die Wolf Foundation.

Fernsehen

Gil Ofarim: »Das kann es nicht gewesen sein«

Was genau er damit meint und ob er sich auf den Skandal bezieht, der das öffentliche Bild von ihm zuletzt geprägt hatte, lässt Ofarim als Cliffhanger offen

 28.01.2026

"Dschungelcamp"

Anwalt von Gil Ofarim warnt vor Grenzüberschreitungen

Alexander Stevens sagt, es würden teils unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet, die strafrechtliche Konsequenzen haben könnten

 28.01.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 29. Januar bis zum 5. Februar

 28.01.2026

Fernsehen

»Bin ich die einzige Normale?«

Die Frage stellt Dschungelcamperin Ariel – doch Ferndiagnosen verbieten sich auch bei TV-Stars

von Martin Krauss  28.01.2026

Zahl der Woche

13 Sommer- und Winter-Machanot

Fun Facts und Wissenswertes

 27.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 27.01.2026

USA

Kanye West entschuldigt sich erneut für Antisemitismus

In einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal schreibt der Rapper: »Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.«

 27.01.2026

Meinung

Ein Schmock kommt selten allein

Im »Dschungelcamp« scheint Gil Ofarim in bester Gesellschaft. Doch was hat er aus seiner Lüge in der »Davidstern-Affäre« gelernt?

von Ayala Goldmann  27.01.2026

Meinung

»Zeit Geschichte« stellt sich in eine unsägliche Tradition

Das Titelbild der neuen Ausgabe des Hefts reduziert den Nahostkonflikt auf ein simples Gut-gegen-Böse-Schema. Immer wieder nutzen renommierte Medien problematische Bildsprache, wenn es um Israel geht

von Nikolas Lelle  27.01.2026