Berlin

Auftakt zum Jubiläumsjahr

Der israelische Autor Meir Shalev Foto: dpa

Der israelische Schriftsteller Meir Shalev, der Autor und Filmemacher Edgar Reitz und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) starten am Donnerstagabend mit einer Paneldiskussion im Auswärtigen Amt die Veranstaltungsreihe »Zweierlei Heimaten«. Die Lesungen und Gespräche widmen sich dem Verhältnis zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel im 50. Jahr nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Ländern im Mai 1965.

Auf dem Programm der Auftaktveranstaltung zum Jubiläums- und Gedenkjahr stehen das Panel, moderiert von Astrid Frohloff (RBB), und eine Lesung von Auszügen aus Shalevs Buch Der Junge und die Taube mit der Schauspielerin Corinna Kirchhoff. Steinmeier und Israels Botschafter in Berlin, Yacov Hadas-Handelsman, leiten den Abend mit Grußworten ein.

Erfolgsgeschichte »50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – das ist eine fast unmögliche Erfolgsgeschichte«, sagte Steinmeier im Vorfeld der Auftaktveranstaltung. Deutschland habe Verantwortung für seine Verbrechen am jüdischen Volk übernommen, aber auch Verantwortung für die Existenz und Sicherheit des jüdischen Staates.

Dazu gehöre auch das Eintreten gegen Antisemitismus in unseren Gesellschaften: »Die Terroranschläge von Paris haben gerade in erschütternder Weise gezeigt, dass dies auch heute noch eine Frage von Leben und Tod ist«, so Steinmeier weiter.

Wenn nach Umfragen heute 70 Prozent der Israelis ein positives Bild von Deutschland hätten, »können wir stolz darauf sein, was wir in den vergangenen 50 Jahren erreicht haben«, sagte der Bundesaußenminister. »Diese Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft wird im Mittelpunkt des Jubiläumsjahres stehen.«

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