Terror in Sydney

Zentralrat der Juden: »In Gedanken bei den Betroffenen«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Der Zentralrat der Juden in Deutschland zeigt sich solidarisch mit der jüdischen Gemeinschaft von Sydney, die am Sonntag von einem Terroranschlag mit vielen Toten und Verletzten erschüttert wurde. »In diesen schweren Stunden sind wir in Gedanken bei den Betroffenen, den Verletzten und den Angehörigen der Opfer«, schrieb der Zentralrat auf seinen Social-Media-Kanälen, und veröffentlichte ein Bild einer brennenden Kerze und dem Spruch »We stand with Sydney«, zu Deutsch: »Wir stehen an Sydneys Seite«.

In einer darauffolgenden Pressemitteilung wird der Zentralratspräsident Josef Schuster mit den folgenden Worten zitiert: »Wir müssen uns klarmachen, dass dieser Angriff auf ein Chanukka-Fest nicht zufällig stattgefunden hat. Es ist das Muster antisemitischen Terrors, Feiertage auszuwählen, um arg- und wehrlose Menschen zu ermorden.« Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Veranstaltungen würden weltweit immer häufiger und tödlicher, so Schuster. »Den Terroristen geht es darum, unsere westliche Art, zu leben und zu feiern, zu zerstören. Das dürfen wir niemals zulassen.«

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Bei dem Angriff auf eine Chanukka-Feier am zur australischen Metropole gehörenden Strand »Bondi Beach« sind offiziellen Angaben zufolge elf Menschen getötet worden, einer von ihnen ein mutmaßlicher Angreifer. Ein weiterer Tatverdächtiger wurde festgenommen. Elf Menschen seien nach jetzigem Stand verletzt, teilte die New South Wales Police Force auf X mit. Über den genauen Tathergang und das Motiv für den Angriff ist derzeit wenig bekannt.

Neben dem Zentralrat äußerten sich weitere jüdische Organisationen aus Deutschland zu dem Terrorangriff. »Wir beten für die rasche Genesung der Verwundeten und senden Kraft an die breitere australische Gemeinschaft sowie an unsere Kollegen bei AUJS«, schrieb die Jüdische Studierendenunion Deutschland (JSUD) auf Instagram. Die AUJS ist die jüdische Studierendenunion Australiens. »Mögen die Lichter der Chanukkia weiterhin eine Quelle der Hoffnung und Widerstandskraft für uns alle sein«, fügte die JSDU hinzu.

In Deutschland wird heute Abend die erste Kerze zu Beginn des Lichterfests Chanukka angezündet. Die Jüdische Gemeinde Chabad Berlin veranstaltet ein öffentliches Kerzenzünden am Brandenburger Tor und wird dabei auch ein »Solidaritätsgebet für die Opfer des Anschlags« in Sydney sprechen. Bei der Zeremonie wird auch Israels Oberrabbiner Kalman Ber anwesend sein, der sich derzeit auf einer Deutschlandreise befindet.

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Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), Volker Beck, erklärte, die DIG sei in Gedanken bei den Opfern von Sydney und stehe »solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinschaften weltweit«. Zwar seien die Hintergründe der Tat von Sydney noch unklar, doch stehe »eines bereits fest: Antisemitismus tötet«. Beck sagte, dass auch in Deutschland die terroristische Gefahr konkret sei. »Der Schutz jüdischen Lebens sowie der Kampf gegen Terrorismus und Antisemitismus müssen auch in Deutschland zu einer zentralen politischen Priorität werden.« ja

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