Charleston

Solidaritäts-Schabbat für Christen

Vor der Emanuel-AME-Kirche in Charleston Foto: dpa

Jüdische Gruppen in den Vereinigten Staaten haben dazu aufgerufen, diesen Schabbat unter das Zeichen der Solidarität mit den afroamerikanischen Christen im Land zu stellen.

Wie amerikanische Medien berichteten, erklärten zahlreiche jüdische Verbände, darunter mehrere Dachorganisationen der konservativen, der Reform- und der orthodoxen Bewegung, »am kommenden Schabbat in den Synagogen über den Rassismus in der Gesellschaft zu sprechen, den abscheulichen Extremismus zu verurteilen« und afrikanisch-methodistische Kirchen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen.

Anschlag Aktueller Anlass für die Solidaritätsbekundung ist ein Anschlag auf die Emanuel-AME-Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina. Dort hatte am 17. Juni ein 21-jähriger weißer Rassist neun Besucher einer Bibelstunde erschossen, unter ihnen den Pfarrer der Gemeinde. Die Morde lösten überall in den USA Entsetzen aus.

»Wir stehen zusammen als vereinigte amerikanische jüdische Gemeinschaft und rufen zu einem Schabbat der Selbstprüfung und Auseinandersetzung mit dem Rassismus in den Vereinigten Staaten auf«, sagte Rabbi Stuart Weinblatt, Präsident des Rabbinischen Kabinetts der Jewish Federations of North America.

»Wir hoffen, dass wir unsere Unterstützung für die afroamerikanische Gemeinschaft bundesweit vermitteln können und dass wir allen zeigen: Wir sind gegen Gewalttaten, die von Hass getrieben sind.« ja

Fußball

Boykott gegen Israel – schließt sich das Schweizer Frauennationalteam den irischen Männern an?

Der Schweizerische Fußballverband reagierte offen, betonte jedoch, dass der Sport im Zentrum stehen solle

von Nicole Dreyfus  07.10.2026

Schweiz

Leerstellen im Mengele-Dossier

Nicht nur geschwärzte Namen sorgen im Mengele-Dossier des Nachrichtendienstes für Fragen. Auch wichtige Unterlagen fehlen – und niemand kann heute mehr genau erklären, warum.

von Nicole Dreyfus  06.10.2026

Großbritannien

»Die Grünen sind jetzt eine extremistische Partei«

Ein Parteitagsbeschluss der englischen Grünen, in dem der Zionismus als eine Spielart des Rassismus bezeichnet und zur Befreiung Palästinas aufgerufen wird, ist nicht nur in Großbritannien auf heftige Kritik gestoßen

 05.10.2026

Nachruf

Weimer würdigt gestorbene Holocaust-Überlebende Irene Butter

Eine weitere jüdische Zeitzeugin des Holocaust ist tot. Irene Butter starb im Alter von 95 Jahren in den USA. Lange hatte sie nichts von ihren Erlebnissen im KZ erzählt. Dann berichtete sie jahrzehntelang Schülern von ihrem Leben

von Christoph Arens  05.10.2026

Schweiz

Ein Importverbot von koscherem Fleisch gefährdet jüdisches Leben

Ein Kommentar von Jonathan Kreutner, Generalsekretär des jüdischen Dachverbands SIG

von Jonathan Kreutner  02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Gespräch

Jüdische Stimme am Vatikan

Viktor Eichner vom Jüdischen Weltkongresses hat ein großes Ziel: sich für die jüdische Gemeinschaft einzusetzen – vor allem beim Heiligen Stuhl

von Sabine Kleyboldt  02.10.2026

USA

Jüdischer Stolz auf der New York Fashion Week

Zum ersten Mal war eine exklusiv jüdische Modenschau Teil des berühmten Events. Mit Modest Fashion, Abendkleidern und Bikinis

von Sophie Albers Ben Chamo  01.10.2026

Großbritannien

Dame Esther Rantzen mit 86 Jahren gestorben

Die Journalistin setzte sich für Kinder, Senioren und eine Legalisierung der Sterbehilfe ein

 01.10.2026