Charleston

Solidaritäts-Schabbat für Christen

Vor der Emanuel-AME-Kirche in Charleston Foto: dpa

Jüdische Gruppen in den Vereinigten Staaten haben dazu aufgerufen, diesen Schabbat unter das Zeichen der Solidarität mit den afroamerikanischen Christen im Land zu stellen.

Wie amerikanische Medien berichteten, erklärten zahlreiche jüdische Verbände, darunter mehrere Dachorganisationen der konservativen, der Reform- und der orthodoxen Bewegung, »am kommenden Schabbat in den Synagogen über den Rassismus in der Gesellschaft zu sprechen, den abscheulichen Extremismus zu verurteilen« und afrikanisch-methodistische Kirchen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen.

Anschlag Aktueller Anlass für die Solidaritätsbekundung ist ein Anschlag auf die Emanuel-AME-Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina. Dort hatte am 17. Juni ein 21-jähriger weißer Rassist neun Besucher einer Bibelstunde erschossen, unter ihnen den Pfarrer der Gemeinde. Die Morde lösten überall in den USA Entsetzen aus.

»Wir stehen zusammen als vereinigte amerikanische jüdische Gemeinschaft und rufen zu einem Schabbat der Selbstprüfung und Auseinandersetzung mit dem Rassismus in den Vereinigten Staaten auf«, sagte Rabbi Stuart Weinblatt, Präsident des Rabbinischen Kabinetts der Jewish Federations of North America.

»Wir hoffen, dass wir unsere Unterstützung für die afroamerikanische Gemeinschaft bundesweit vermitteln können und dass wir allen zeigen: Wir sind gegen Gewalttaten, die von Hass getrieben sind.« ja

Debatte

Zentralrat der Juden übt scharfe Kritik an Itamar Ben-Gvir

Israels rechtsextremer Minister Ben-Gvir wirbt unverhohlen für Tötungen im Gazastreifen. Das sorgt international für Entsetzen - auch beim jüdischen Dachverband in Deutschland

 18.08.2026 Aktualisiert

Portugal

Staatsanwaltschaft soll Antisemitismus-Vorwürfe an Universität Coimbra untersuchen

Auch auf dem Campus im Coimbra wird offenbar antisemitische Propaganda verbreitet. Ein jüdischer Student soll Todesdrohungen erhalten haben

 18.08.2026

USA

Die berühmteste Nähmaschine der Welt

Vor 175 Jahren ließ Isaac M. Singer seine »Sewing Machine« patentieren – und löste damit in der Textilindustrie und in Privathaushalten eine Revolution aus

von Sarah Thalia Pines  17.08.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Los Angeles

Rekord-Deal in der NBA: Iger und Kushner kaufen die LA Lakers

Die beiden jüdischen Geschäftsmänner Bob Iger und Joshua Kushner übernehmen das Basketball-Team für 12,5 Milliarden US-Dollar

 16.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026