Charleston

Solidaritäts-Schabbat für Christen

Vor der Emanuel-AME-Kirche in Charleston Foto: dpa

Jüdische Gruppen in den Vereinigten Staaten haben dazu aufgerufen, diesen Schabbat unter das Zeichen der Solidarität mit den afroamerikanischen Christen im Land zu stellen.

Wie amerikanische Medien berichteten, erklärten zahlreiche jüdische Verbände, darunter mehrere Dachorganisationen der konservativen, der Reform- und der orthodoxen Bewegung, »am kommenden Schabbat in den Synagogen über den Rassismus in der Gesellschaft zu sprechen, den abscheulichen Extremismus zu verurteilen« und afrikanisch-methodistische Kirchen in ihrer Nachbarschaft zu unterstützen.

Anschlag Aktueller Anlass für die Solidaritätsbekundung ist ein Anschlag auf die Emanuel-AME-Kirche in Charleston im Bundesstaat South Carolina. Dort hatte am 17. Juni ein 21-jähriger weißer Rassist neun Besucher einer Bibelstunde erschossen, unter ihnen den Pfarrer der Gemeinde. Die Morde lösten überall in den USA Entsetzen aus.

»Wir stehen zusammen als vereinigte amerikanische jüdische Gemeinschaft und rufen zu einem Schabbat der Selbstprüfung und Auseinandersetzung mit dem Rassismus in den Vereinigten Staaten auf«, sagte Rabbi Stuart Weinblatt, Präsident des Rabbinischen Kabinetts der Jewish Federations of North America.

»Wir hoffen, dass wir unsere Unterstützung für die afroamerikanische Gemeinschaft bundesweit vermitteln können und dass wir allen zeigen: Wir sind gegen Gewalttaten, die von Hass getrieben sind.« ja

USA

Top-Cop im Dilemma

Jessica Tisch, New Yorks erste jüdische Polizeipräsidentin, bleibt auch unter dem antizionistischen Bürgermeister Zohran Mamdani im Amt – zumindest vorerst

von Katja Ridderbusch  18.01.2026

USA

Old Shul

Bundesrichter Alvin K. Hellerstein leitet das Verfahren gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Er ist 92 Jahre alt und orthodoxer Jude

von Michael Thaidigsmann  18.01.2026

Italien

Licht der Erinnerung

Die Juden Lecces wurden 1541 aus dem Königreich Neapel vertrieben. Fast 500 Jahre später wird ihre Geschichte in dem kleinen »Museo Ebraico« zu neuem Leben erweckt – dank zweier engagierter Familien

von Lydia Bergida  17.01.2026

Der Eruv kann auch teilweise aus ergänzten bei der Sigi-Feigel-Terrasse

Schweiz

Ein Eruv für Zürich

Unsichtbar im Stadtbild, spürbar im religiösen Alltag. Die größte jüdische Gemeinschaft der Schweiz spannt einen symbolischen Faden – und macht jüdisches Leben sichtbarer

von Nicole Dreyfus  16.01.2026

England

Maccabi-Fan-Bann: Ministerin entzieht Polizeichef das Vertrauen

Ein Bericht zum Agieren der West Midlands Police beim Ausschluss von Fans des israelischen Vereins Maccabi Tel Aviv vom Spiel gegen Aston Villa hat schwere Fehler zutage gefördert

 15.01.2026

Irak

Humor als Waffe

Elizabeth Tsurkov berichtet über ihre 903 Tage als Geisel einer pro-iranischen Terrormiliz und was ihr beim Überleben half

von Michael Thaidigsmann  15.01.2026

Auszeichnung

Vier Deutsche mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr werden vier Personen und eine Initiative geehrt

 13.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  13.01.2026

Jackson

Brandanschlag auf Synagoge in Mississippi

Zwei Torarollen hat das Feuer vollständig zerstört. Der Verdächtige wurde vom FBI gefasst. Er bezeichnete das Gebäude während eines Verhörs als »Synagoge Satans«.

 12.01.2026 Aktualisiert