Polen

»Sie war voller Energie und Eifer«

Bild der Verwüstung: die Unglücksstelle nahe Szczekociny in Südpolen Foto: dpa

Bei dem Zugunglück am Samstagabend in Südpolen ist auch eine jüdische Frau getötet worden. Wie polnische Medien berichteten, ist Maja Brand aus Krakau eines der 16 Todesopfer. Freunde der 30-Jährigen sagten, sie sei »in allen jüdischen Dingen« in Krakau aktiv gewesen. Brand arbeitete an ihrer Doktorarbeit am Zentrum für das Studium des Holocaust an der Jagiellonen-Universität Krakau zum Thema »Koscheres Schlachten in Polen in den 30er-Jahren«. Sie wollte gestern zu einer Forschungsreise nach Israel aufbrechen.

Brand war stark eingebunden ins Krakauer jüdische Gemeindezentrum und engagierte sich für den christlich-jüdischen Dialog. »Ich hatte sie im Laufe der vergangenen Jahre kennengelernt«, schrieb Polens Oberrabbiner Michael Schudrich am Montag in einem Facebook-Post. »Maja war voller Energie und Eifer. Sie hatte große Integrität in allem, was sie tat. Möge die Erinnerung an sie ein Segen sein!« ja/jta

Österreich

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