Diplomatie

Rumänien will israelischen Schoa-Überlebenden Rente zahlen

Treffen der Claims Conference mit Schoa-Überlebenden (Symbolfoto) Foto: Chris Hartung

Israelische Holocaust-Überlebende aus Rumänien sollen künftig eine monatliche Rente für die Verfolgung während der Schoa erhalten.

Der israelische Ministerpräsident Yair Lapid und Sozialministerin Merav Cohen gaben laut Mitteilung des israelischen Regierungspressebüros (GPO) am Montagabend ein entsprechendes Abkommen zwischen der Behörde für die Rechte der Überlebenden des Holocaust und der rumänischen Versicherungsbehörde bekannt.

Damit soll unter anderem ein geordneter Weg zur Einreichung entsprechender Anträge ermöglicht werden. Über die Höhe der Rente wurde nichts bekannt.

Mit dem Abkommen werde eine »seit langem bestehende Ungerechtigkeit« korrigiert, sagte Lapid laut Mitteilung. Der Staat Israel müsse alles tun, damit die Überlebenden des Holocaust in Israel »mit der Würde leben können, die sie verdienen«.

Cohen betonte die Dringlichkeit solcher Abkommen. Es blieben »nicht mehr viele Jahre, um den Holocaustüberlebenden zu helfen«. Es gelte daher, alles dafür zu tun, die wirtschaftliche Situation der Betroffenen zu verbessern und ihnen ein Altern in Würde zu ermöglichen. kna

»The Social Reckoning«

Empörungsköder

Der Whistleblower-Thriller zeigt die neue Weltordnung à la Facebook – und was Menschen nicht dagegen tun

von Sophie Albers Ben Chamo  15.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  15.10.2026

Irland

Ausgerechnet eine Antisemitismuskonferenz fällt dem Judenhass zum Opfer

In Dublin fand eine Tagung von Antisemitismusbeauftragten und jüdischen Vertretern statt. Ein Hotel verweigerte die Unterbringung. Für Irlands Gemeindevorsitzenden zeigt das, wie Antisemitismus sich immer wieder neu manifestiert

von Maurice Cohen  14.10.2026

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026 Aktualisiert

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026