Online-Auktion

Papst-Kappe für SACH

Mit cremefarbener Kappe: Papst Franziskus bei einer Audienz in Bethlehem Foto: Flash 90

Sie ist cremefarben, glänzt seidig und saß auf dem – für gläubige Katholiken – wohl berühmtesten Kopf in Rom: die Pileolus von Papst Franziskus.

Noch bis zum 24. April wird die Kappe auf der Online-Plattform »Catwiki« für den guten Zweck versteigert. Ein Teil des Erlöses soll der israelischen Ärzte-Organisation »Save a Child’s Heart« (SACH) zugutekommen.

Kinder Die Organisation SACH, die Mitte der 90er-Jahre von dem amerikanischen Herzchirurgen Amram »Ami« Cohen ins Leben gerufen wurde, hat nach eigenen Angaben bislang 3700 Kinder aus Südamerika, Afrika, dem gesamten mittleren Osten, Europa und Asien behandelt, die an Herzproblemen litten. Sie kümmert sich um erkrankte Kinder, unabhängig von ihrer Nationalität, Religion oder familiären Herkunft.

Laut Anbieterbeschreibung trug Papst Franziskus die Kopfbedeckung am 4. Juni 2014 während einer Generalaudienz auf dem Petersplatz.

begnadigung Als es einem Moderator des italienischen Fernsehens gelang, dem Papst einen neuen Pileolus mithilfe des Sicherheitspersonals zu reichen, setzte Franziskus seine alte Kopfbedeckung ab, begutachtete die neue Kappe und gab die getragene zurück. Im katholischen Glauben kommt dieser Tausch, wie es auf der Seite des Anbieters heißt, einer Begnadigung gleich.

Das aktuelle Gebot liegt bei 18.000 Euro. Wer auch immer die Kopfbedeckung ersteigern wird: Die Versandkosten liegen mit 26,30 Euro merklich unter dem vom Experten der Bietplattform erwarteten Höchstgebot zwischen 25.000 und 32.500 Euro. ja

www.auktion.catawiki.de/kavels/5023105-echter-pileolus-papstkappe-getragen-von-papst-franziskus-21-jahrhundert

www.saveachildsheart.com

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026

Tschernobyl

Damals in Tschernobyl

Im März 1987 arbeitete unser Autor zwei Wochen lang im havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine persönlicher Bericht über die Zeit in der Sperrzone und wie es danach weitergeht

von Vitalii Miasnikov  24.04.2026

Sowjetunion

Der Schatten von Tschernobyl

Auch 40 Jahre nach der Katastrophe beschäftigt das Reaktorunglück die Menschen. Unseren Autor begleitet sie seit der Kindheit. Persönliche Erinnerungen und ein politischer Blick zurück

von Alexander Friedman  24.04.2026

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Nun meldet die Anti-Terror-Einheit der Polizei erneut Festnahmen

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026