Frankreich/Belgien

Mehdi Nemmouche legt Berufung ein

Mehdi Nemmouche wird verdächtigt, bei einem Anschlag im Jüdischen Museum Brüssel am 24. Mai vier Menschen erschossen zu haben. Foto: dpa

Der Franzose Mehdi Nemmouche möchte nicht vor ein Brüsseler Gericht gestellt werden. Wie sein Anwalt am Samstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters sagte, hat er den Obersten Gerichtshof Frankreichs angerufen und Revision eingelegt gegen eine Anordnung von Richtern in Versailles. Die hatten am Donnerstag verfügt, Nemmouche der belgischen Justiz zu übergeben.

Anschlag Der 29-Jährige wird verdächtigt, bei einem Anschlag im Jüdischen Museum Brüssel am 24. Mai vier Menschen erschossen zu haben. Eine Woche später wurde er in Marseille festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Frankreichs oberste Richter haben nun 40 Tage Zeit zu entscheiden, ob die Anordnung des Versailler Gerichts zulässig ist.

Nach Medienberichten hat Nemmouche die belgische Justiz aufgefordert, ihm zu versichern, dass er nicht an ein weiteres Land ausgeliefert wird. Offenbar befürchtet er, Israel könne ein Auslieferungsersuchen stellen, denn zwei der Opfer waren Israelis. ja

Tunesien

Resilientes Pilgern

Teilnehmer der alljährlichen Fahrt zur La-Ghriba-Synagoge auf Djerba lassen sich von Sicherheitswarnungen kaum einschüchtern

von Mark Feldon  30.04.2026

Glosse

Tipps und Tricks für Judenhasser

Wie wird man ein anständiger Antisemit? Eine Handreichung

von Daniel Neumann  30.04.2026

Düsseldorf

Auschwitz-Museum: Rüttgers erhält Auszeichnung »Light of Remembrance«

Die Auszeichnung würdigt herausragende Beiträge zur Aufklärung über das NS-Konzentrationslager Auschwitz und den Holocaust

 30.04.2026

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

London

Messerangriff auf Juden: Steckt erneut der Iran hinter der Tat?

Wieder ist es in der britischen Hauptstadt zu einem schweren antisemitischen Vorfall gekommen

von Michael Thaidigsmann  29.04.2026 Aktualisiert

Sydney

Benefizkonzert abgesagt: Griechischer Chor verweigert Auftritt mit jüdischem Ensemble

Sowohl der Leiter des Chors als auch jüdische Organisationen sind entsetzt

 29.04.2026

Italien

Nächstes Jahr in Palermo

Über Jahrhunderte war das Judentum fester Bestandteil Siziliens. Dann wurde es mehr als 500 Jahre lang dem Vergessen preisgegeben. Die Geschichte einer Wiederentdeckung

von Mark Feldon  28.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat diese Frau?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Universität Gent

»So weit ist es also gekommen«

Israelfeindliche Aktivisten haben erneut ein Fakultätsgebäude besetzt - obwohl die belgische Uni bereits vor zwei Jahren die Kooperation mit drei israelischen Hochschulen beendet hatte

von Michael Thaidigsmann  27.04.2026