Ungarn

Lodernder Hass

Synagoge in der Dohánystraße Foto: Marco Limberg

Am Dienstag ist in der Budapester Innenstadt vor der Synagoge Dohánystraße eine israelische Flagge verbrannt worden. Nach Berichten sollen die Täter Mitglieder der rechtsextremen Jobbik-Partei sein. Sie beteiligten sich an den Kundgebungen zum ungarischen Nationalfeiertag, der an den antikommunistischen Aufstand in Ungarn im Jahr 1956 erinnert.

Alltäglich Seit Jahren kritisiert Jobbik-Chef Gabor Vona jegliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Israel. »Es kommt inzwischen häufig vor, dass Jobbik-Leute irgendwo im Land israelische Fahnen verbrennen, doch diesmal wurde darüber berichtet, weil es am Nationalfeiertag und im Zentrum der Hauptstadt geschah«, sagte Marco Schicker, Redaktionsleiter der Zeitung »Pester Lloyd«, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen.

Ilan Mor, Israels Botschafter in Ungarn, kritisierte die Tat in einem Interview mit dem oppositionsnahen Fernsehsender ATV. Er rief »die ungarischen demokratischen Kräfte« auf, diesen »inakzeptablen antiisraelischen Akt« abzulehnen. ja/jta

London

Jüdische Londoner fühlen sich von Aktivisten eingeschüchtert

Rund 40 Personen seien in ein jüdisch geprägtes Wohngebiet gezogen, hätten Parolen wie »Völkermord« skandiert und gefordert, der Staat Israel müsse verschwinden, sagen Augenzeugen

 01.04.2026

Nepal

Sederabend auf Rekordniveau

Wie Kathmandu zur Bühne einer der größten Pessachfeiern der Welt wurde

von Matthias Messmer  31.03.2026

Winnipeg

Jüdischer Anti-Zionist wird Chef der sozialdemokratischen NDP

Avi Lewis delegitimiere einen wesentlichen Teil jüdischer Identität, sagen jüdische Organisationen in Kanada

 31.03.2026

Österreich

Hamas-Narrative im ORF?

Für die Österreichische Medienbehörde ist klar, dass der ORF den Krieg im Gazastreifen in einer ausgestrahlten TV-Dokumentation verzerrt hat

von Nicole Dreyfus  30.03.2026

Porträt

Challa vom Prinzen

Idan Chabasov wurde mit seinen kunstvollen Zopfkreationen auf Instagram berühmt. Sein simples Rezept: Mehl, Wasser, Hefe und Verbundenheit zur jüdischen Gemeinschaft. Seine ersten Challot hat er in Berlin gebacken

von Nicole Dreyfus  29.03.2026

Gesa Ederberg

»Globaler und vielfältiger«

Die Berliner Rabbinerin über ihre neue Präsidentschaft der »Rabbinical Assembly«, amerikanische Kollegen und europäischen Elan

von Mascha Malburg  29.03.2026

Großbritannien

Wegen Hamas-Lob: Polizei nimmt Ärztin zum fünften Mal fest

Immer wieder machte die britisch-palästinensische Medizinerin Rahmeh Aladwan mit antisemitischer Hetze von sich reden. Doch auch dieses Mal wurde sie nicht in Haft genommen

 27.03.2026

Krieg gegen Iran

USA könnten Abfangraketen für die Ukraine nach Nahost umleiten

Schicken die USA für die Ukraine vorgesehene Rüstungsgüter in den Nahen Osten? Ein Bericht der »Washington Post« sorgt Aufsehen - vor allem, weil eine Nato-Initiative betroffen sein könnte

 26.03.2026

Großbritannien

Angriff auf Ambulanzen

Eine iranisch-islamistische Terrorgruppe bekennt sich zu einem Anschlag auf den jüdischen Rettungsdienst Hatzola

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  25.03.2026