Ungarn

Lodernder Hass

Synagoge in der Dohánystraße Foto: Marco Limberg

Am Dienstag ist in der Budapester Innenstadt vor der Synagoge Dohánystraße eine israelische Flagge verbrannt worden. Nach Berichten sollen die Täter Mitglieder der rechtsextremen Jobbik-Partei sein. Sie beteiligten sich an den Kundgebungen zum ungarischen Nationalfeiertag, der an den antikommunistischen Aufstand in Ungarn im Jahr 1956 erinnert.

Alltäglich Seit Jahren kritisiert Jobbik-Chef Gabor Vona jegliche Zusammenarbeit zwischen Ungarn und Israel. »Es kommt inzwischen häufig vor, dass Jobbik-Leute irgendwo im Land israelische Fahnen verbrennen, doch diesmal wurde darüber berichtet, weil es am Nationalfeiertag und im Zentrum der Hauptstadt geschah«, sagte Marco Schicker, Redaktionsleiter der Zeitung »Pester Lloyd«, im Gespräch mit der Jüdischen Allgemeinen.

Ilan Mor, Israels Botschafter in Ungarn, kritisierte die Tat in einem Interview mit dem oppositionsnahen Fernsehsender ATV. Er rief »die ungarischen demokratischen Kräfte« auf, diesen »inakzeptablen antiisraelischen Akt« abzulehnen. ja/jta

USA

Die innere Sicherheit

Wie jüdische Gemeinden ihren Alltag gegen wachsenden Antisemitismus verteidigen – und sich zunehmend selbst schützen müssen. Ein Ortsbesuch in Washington, D.C. und Miami

von Katrin Richter  02.11.2026

Sprachen

Neues Spanisch-Wörterbuch: »Jüdisch« bleibt ein Synonym für »geizig«

Die Real Academia Española weigert sich, einen argentinischen Richterspruch umzusetzen - auch in der Neuausgabe ihres Kompendiums der spanischen Sprache findet sich ein Beispiel für Alltagsantisemitismus

von Michael Thaidigsmann  02.11.2026

Polizisten und Demonstranten vor der US-Botschaft in London

Proteste

Erneut Hunderte Festnahmen bei Gaza-Demo in London

Seit dem Verbot von Palestine Action sind in Großbritannien Tausende Menschen festgenommen worden. Auch bei einer Kundgebung in London griff die Polizei ein

 01.11.2026

Italien

Mann in Mailand wegen Anschlagsplänen auf Synagoge festgenommen

Im Großraum Mailand stellt die Polizei einen 22 Jahre alten Mann, der Anschläge auf eine Synagoge und eine islamische Einrichtung geplant haben soll. Die Hintergründe sind noch unklar

 29.10.2026

»A young woman in a dress and a man in a plaid shirt sit at a small outdoor restaurant table at night, smiling and talking, with food and drinks on the table and city lights in the background.«

Hollywood

Nach dem Happy End ist davor

In der dritten Staffel der Erfolgsserie »Nobody Wants This« machen Joanne und ihr »Hot Rabbi« den Neben-Romanzen Platz. Und dann wird auch noch konvertiert. Spoiler Alert

von Sophie Albers Ben Chamo  29.10.2026

Frankreich

»Freiheit ist leicht zu verteidigen«

Der Philosoph und Fernsehmoderator Raphaël Enthoven über Verantwortung, Spinozas Erbe und das Einzige, was uns wahrhaft zu erfüllen vermag

von Ute Cohen  28.10.2026

USA

Mike Tyson will seine Flagge zurück

Der Ex-Boxweltmeister legt sich mit einer Streetwear-Marke an, die ein altes Design in seinem Namen politisiert hat. Dabei geht es auch um Israel

von Hanna Persson  28.10.2026

Showbiz

Noah Wyle ist der »Sexiest Man Alive«, meint das »People«-Magazin

Der »The Pitt«-Star darf sich über den Titel freuen, der einst auch Harrison Ford schmückte. Seine Kinder sticheln schon, sagt Wyle

 28.10.2026

Medien

BBC zahlt 480.000 Euro Entschädigung nach Antisemitismus-Vorwurf

Die entlassene Produzentin Lucie Kon erhält fast 500.000 Euro von der BBC nach Antisemitismus-Vorwürfen. Nach dem 7. Oktober 2023 wurde ihre Arbeit beim öffentlich-rechtlichen Sender unerträglich

von Jamie Shapiro  27.10.2026