USA

Kongress singt für Schoa-Überlebenden

Gänsehautmoment bei US-Präsident Trumps Rede zur Lage der Nation: Die Abgeordneten singen »Happy Birthday« für Judah Samet. Foto: dpa

Judah Samet hat den Holocaust überlebt und ist dem Attentat auf eine Synagoge in Pittsburgh knapp entgangen. Am Dienstag wurde er 81 Jahre alt – und konnte seinen Geburtstag in einer ganz besonderen Umgebung feiern.

Samet war einer der Ehrengäste von US-Präsident Donald Trump bei dessen Rede zur Lage der Nation im Kongress und der Republikaner würdigte ihn in seiner Ansprache. Zahlreiche Abgeordnete und Zuhörer stimmten daraufhin »Happy Birthday« an.

https://www.youtube.com/watch?v=-Zpujm2uKFo

Samet überlebte als kleiner Junge das nationalsozialistische Konzentrationslager Bergen-Belsen. Im vergangenen Oktober wollte er am Gottesdienst der Tree-of-Live-Synagoge teilnehmen, verspätete sich aber um wenige Minuten. Er entging so dem Attentat eines 41-Jährigen, der in der Synagoge elf Menschen ermordete.

ERINNERUNG »Jemand klopfte am morgen des Attentats vor der Synagoge an meine Scheibe; ein Mann, sehr ruhig und respektvoll«, sagte Samet dem Magazin »Forward« nach dem Anschlag. »Der Mann sagte zu mir: ›Fahr’ lieber los, in unserer Synagoge wird gerade geschossen!‹«

Dass Samet das Attentat überlebte, war ein Wunder inmitten des Grauens.

Samet brauchte eine kleine Weile, um das Gesagte zu realisieren. Der gebürtige Ungar hatte seinen achten Geburtstag im KZ Bergen‐Belsen erleben müssen. Doch auch das Massaker in der »Tree of Life«-Synagoge mit seinen elf Toten konnte Samet überleben. Obwohl er in die Schusslinie von Polizei und Angreifer geriet, gelang es Samet, unverletzt zu entkommen.

Ein Wunder inmitten des Grauens. Das Attentat hatte die Vereinigten Staaten zutiefst erschüttert. Es ist der bisher blutigste Angriff auf Juden in der amerikanischen Geschichte.  ja/dpa

USA

Süß und gut zu werfen

»Sunkist Fruit Gems« gehören in vielen Gemeinden zum Feiern. Ihr angekündigtes Aus sorgte für Aufregung – nun kommen sie zurück

von Sophie Albers Ben Chamo  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Porträt

Geboren in Auschwitz

Angela Orosz-Richt kam im Dezember 1944 in einer Baracke des deutschen Vernichtungslagers zur Welt. Im Januar wird sie bei der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag sprechen. Unserem Autor hat sie ihr bewegtes Leben geschildert

von Michael Thaidigsmann  09.10.2026

Österreich

»Die schönste Synagoge der Welt«

Nach aufwendiger Renovierung wurde der Wiener Stadttempel feierlich wiedereröffnet

von Stefan Schocher  08.10.2026

Miami

Tage wie Zwiebeln, Tage wie Honig

Zwei Überlebende des Nova Festivals haben drei Jahre nach dem 7. Oktober 2023 über den Tag gesprochen, der alles veränderte

von Katrin Richter  08.10.2026

7. Oktober

London: Maskierte Aktivisten protestieren gegen jüdischen Dachverband

Antiisraelische Aktivisten haben den Jahrestag des 7. Oktober 2023 zum Anlass genommen, das Board of Deputies of British Jews verbal anzugreifen. Es gab mehrere Festnahmen

 07.10.2026

Top 50

Die einflussreichsten Juden

Wie in jedem Jahr hat die »Jerusalem Post« ihr Ranking veröffentlicht – mit mehr Frauen und Gruppenplätzen

von Michael Thaidigsmann  07.10.2026

Meinung

Seht her, Berlin und New York: Es geht auch anders

Gerade am 7. Oktober wäre von linker Seite mehr Feingefühl zu erwarten. Zürich zeigt es diesmal vor.

von Nicole Dreyfus  07.10.2026