Paris

Kippa-Träger gewürgt, beschimpft und ausgeraubt

Foto: dpa

Die französische Justiz untersucht einen brutalen antisemitischen Überfall auf einen 29-Jährigen in Paris. Es werde wegen Raubes in Verbindung mit Gewalttätigkeiten und einem religiösen Motiv ermittelt, wie Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch bestätigten.

Der Fall sorgt für Empörung: Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo verurteilte eine »gewalttätige und schändliche antisemitische Aggression«. Justizminister Éric Dupond-Moretti teilte mit, er könne sich zwar nicht zu der laufenden Untersuchung äußern, wisse aber um das Entsetzen der gesamten jüdischen Gemeinschaft. Der Ex-Anwalt sprach auch von einem »Entsetzen der ganzen Nation«. 

Der Mann war in einem Wohnhaus im Nordosten der Metropole von zwei Männern geschlagen und gewürgt worden. Sie beschimpften ihn als Juden und stahlen ihm eine wertvolle Armbanduhr, wie französische Medien unter Berufung auf Angaben des Mannes berichteten. Im Treppenhaus sei das Opfer dann in Ohnmacht gefallen.

Der Verband BNVCA, der gegen Antisemitismus eintritt, teilte mit, das Opfer sei 29 Jahre alt und habe bereits in der vergangenen Woche Anzeige erstattet. Der BNVCA-Vorsitzende Sammy Ghozlan erklärte ergänzend laut Nachrichtenagentur AFP, der Mann habe eine Kippa getragen, als er angegriffen wurde.

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