USA

Israel entsendet nach Unglück in Florida Hilfsdelegation

An der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami wurden bisher fünf Opfer identifiziert, mehr als 150 weitere werden noch vermisst. Foto: imago images/ZUMA Wire

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida hat Israel eine Delegation geschickt, die bei der Bergung helfen soll. Eine Sprecherin des israelischen Außenministeriums bestätigte am Sonntag, das Team sei am Vorabend abgeflogen.

An der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami wurden bisher fünf Opfer identifiziert, mehr als 150 weitere werden noch vermisst.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden.

Die israelische Delegation wird von einem Reserveoberst des militärischen Rettungsdienstes angeführt. Sie solle bei den Rettungsbemühungen vor Ort helfen und die jüdische Gemeinde bei der Identifikation von Opfern und Überlebenden helfen, hieß es in einer Mitteilung.

Israels Außenminister Yair Lapid sagte, Israel habe »keinen größeren Freund als die Vereinigten Staaten und Amerika hat keinen größeren Freund als Israel«. In schweren Zeiten stehe man den amerikanischen Freunden und der jüdischen Gemeinde in Florida zur Seite. Viele der nach dem Unglück in Florida Vermissten gehören nach israelischen Medienberichten der jüdischen Gemeinde an.

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

St. Petersburg

Im Licht der Weißen Nächte

Die Mitternachtsdämmerung des Nordens weckt Erinnerungen an Märchen und führt unseren Autor zurück in seine Kindheit im damaligen Leningrad

von Vladimir Vertlib  18.06.2026

Schweiz

Jugendlicher plante Blutbad

Der Prozess gegen einen Schüler, der einen Juden in Zürich töten wollte, beginnt am 1. Juli. Die Anklageschrift zeichnet das Bild eines sich früh radikalisierenden Jugendlichen

von Nicole Dreyfus  18.06.2026

USA

Nach antisemitischer Bewerbung: Rechtsextreme feiern Cornell-Studenten

Der 19-jährige Austin Franco wird für ein Praktikum von einem Softwareunternehmen der Brüder Gabe und Aiden Einhorn angenommen. Doch dann schreibt er, er sei »nicht daran interessiert, für einen Juden zu arbeiten«

 18.06.2026

Belarus

Antisemitische Ausfälle aus Minsk

Ein Interview des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko belastet das bilaterale Verhältnis mit Israel

von Alexander Friedman  17.06.2026

Bonn/Berlin

»Habt keine Angst«: Zeitzeuge Marian Turski vor 100 Jahren geboren

Er gehörte zu den bekanntesten Schoa-Überlebenden. Seine Worte ermutigen viele Menschen auch über seinen Tod im Jahr 2025 hinaus. Zum 100. Geburtstag blickt ein Freund Turskis auf die Zukunft des Erinnerns

 16.06.2026

Interview

»Mir wurde immer wieder vorgeworfen, ich sei zu proisraelisch«

Der Schweizer Politiker und Ständerat Daniel Jositsch über die wahren Gründe für seinen Austritt aus der SP, postkoloniale Irrwege und den Antisemitismus innerhalb der Linken

von Nicole Dreyfus  16.06.2026

Albanien

Flamingos gegen Kushner

In Tirana wächst der Widerstand gegen einen Inselverkauf. Präsident Edi Rama wirft den Demonstranten Antisemitismus vor. Zu Recht?

von Adelheid Wölfl  16.06.2026

Großbritannien

Einstufung von Palestine Action als Terrorgruppe ist rechtens

Ein Berufungsgericht in London hat der Regierung von Premier Keir Starmer Recht gegeben und das Verbot der militant antiisraelischen Gruppierung bestätigt

 15.06.2026