USA

Israel entsendet nach Unglück in Florida Hilfsdelegation

An der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami wurden bisher fünf Opfer identifiziert, mehr als 150 weitere werden noch vermisst. Foto: imago images/ZUMA Wire

Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida hat Israel eine Delegation geschickt, die bei der Bergung helfen soll. Eine Sprecherin des israelischen Außenministeriums bestätigte am Sonntag, das Team sei am Vorabend abgeflogen.

An der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami wurden bisher fünf Opfer identifiziert, mehr als 150 weitere werden noch vermisst.

Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zu Donnerstag teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden.

Die israelische Delegation wird von einem Reserveoberst des militärischen Rettungsdienstes angeführt. Sie solle bei den Rettungsbemühungen vor Ort helfen und die jüdische Gemeinde bei der Identifikation von Opfern und Überlebenden helfen, hieß es in einer Mitteilung.

Israels Außenminister Yair Lapid sagte, Israel habe »keinen größeren Freund als die Vereinigten Staaten und Amerika hat keinen größeren Freund als Israel«. In schweren Zeiten stehe man den amerikanischen Freunden und der jüdischen Gemeinde in Florida zur Seite. Viele der nach dem Unglück in Florida Vermissten gehören nach israelischen Medienberichten der jüdischen Gemeinde an.

Essay

Der Druck der Straße: Kann Frankreich seine Juden noch schützen?

Eine Republik, die ihre Rathäuser nicht schützen kann, wird auch ihre Juden nicht mehr lange beschützen können, meint unser Gastautor

von Rabbiner Pinchas Goldschmidt  23.10.2026

Rom

Papst vor AJC-Delegation: »Kirche duldet keinen Antisemitismus«  

Erstmals empfing Leo XIV. im Vatikan eine Delegation des American Jewish Committee - und betonte in seiner Ansprache, dass der interreligiöse Dialog zum Weltfrieden beitrage

 22.10.2026

New York

Magische Juden

Handleser, Geisterbeschwörer, Wahrsager und Wunderheiler: Eine neue Ausstellung beleuchtet die Lust am Okkulten

von Eva C. Schweitzer  21.10.2026

Interview

»Die Situation in Irland ist besonders dramatisch«

Daniel Botmann, der Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland, spricht über seine jüngsten Besuche in Irland und Großbritannien und die Zusammenarbeit innerhalb der J7-Gruppe der großen jüdischen Gemeinden weltweit

von Michael Thaidigsmann  21.10.2026

London

Jüdinnen auf offener Straße angegriffen

Die Opfer wurden im Stadtteil Clapton Common ins Gesicht geschlagen

 21.10.2026

Israel

»So wollte ich nicht sterben«

Der indische Kapitän des »Fly Dubai«-Fluges schildert erstmals ausführlich, was sich an Bord abspielte

 20.10.2026

Kommentar

Eine unheilvolle Allianz

Wenn wie in Frankreich die radikale Linke und Islamisten Juden für Israels Politik verantwortlich machen, ist eine Grenze überschritten

von Simone Rodan  20.10.2026

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Dave Rich

»Jüdische Studierende schweigen oft«

Der Antisemitismus-Experte über zunehmenden Judenhass an Universitäten, mangelnde Sicherheit im Alltag und die extreme Rechte in Großbritannien

von Nicole Dreyfus  19.10.2026