Frankreich

Hunderte Gräber geschändet

Hunderte Gräber wurden in Sarre-Union geschändet. Foto: dpa

Auf einem jüdischen Friedhof im Osten Frankreichs sind Hunderte Gräber geschändet worden. Wie Innenminister Bernard Cazeneuve am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall in dem Ort Sarre-Union, rund 60 Kilometer nordwestlich von Straßburg.

Nach Angaben der Polizei wurden etwa drei Viertel der rund 400 Gräber geschändet. Frankreichs Präsident François Hollande sprach von einer »abscheulichen und barbarischen Tat« und erklärte, die Behörden würden alles tun, um die Täter zu finden und zu bestrafen. »Frankreich ist entschlossen, unablässig gegen Antisemitismus zu kämpfen«, heißt es in einer Erklärung des Elysée-Palastes.

crif Die jüdische Gemeinde im Land ist entsetzt. »Ich habe genug von diesen antisemitischen Taten«, sagte der Präsident der jüdischen Dachorganisation CRIF im Gespräch mit französischen Medien. Der Hass zeige, »dass wir mit der Erziehung unserer Jugend komplett gescheitert sind«.

Der Friedhof in Sarre-Union, auf dem nach wie vor Beerdigungen stattfinden, war bereits 1988 und 2001 verwüstet worden. ja

New York

Die Tiger der Tora

Einst feierten jüdische Fußballclubs in der Bronx das Leben, und sogar Marilyn Monroe kickte den Ball. Schwarz-weiße Erinnerungen zur Einstimmung auf die WM in den USA, Kanada und Mexiko

von Helmut Kuhn  16.04.2026

Ungarn

Wer ist Péter Magyar?

Viktor Orbán hat die Wahl verloren. Sein Nachfolger strebt weitreichende Veränderungen an. Doch bei vielen Themen setzt auch Magyar auf Kontinuität

von Michael Thaidigsmann  15.04.2026

Rom

Auch die »Trump-Flüsterin« Meloni fällt in Ungnade

Eigentlich gilt Italiens Ministerpräsidentin Meloni als Politikerin mit gutem Draht zu US-Präsident Trump. Nun attackiert er sie scharf. Der Schlagabtausch könnte für Meloni jedoch von Nutzen sein

von Robert Messer  15.04.2026

Statistik

Knapp 111.000 Holocaustüberlebende leben in Israel

Sie sind alt und sie werden weniger: Heute leben noch etwa 111.000 Holocaustüberlebende in Israel. Fast ein Drittel von ihnen ist über 90 Jahre alt, fast zwei Drittel von ihnen sind Frauen

 15.04.2026

München/Budapest

Europäische Rabbiner gratulieren Magyar zum Wahlsieg in Ungarn

»Das ungarische Volk hat eine klare Entscheidung für Demokratie, für Erneuerung und für ein zukunftsorientiertes Ungarn getroffen«, sagt Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt

 15.04.2026

Polen

Rechtsradikaler Politiker schockiert mit israelischer Hakenkreuzfahne

Am Holocaustgedenktag warf Konrad Berkowicz Israel im Sejm vor, das neue Dritte Reich zu sein

 14.04.2026

Warschau

Absage an Antisemitismus: Polnische Bischöfe besuchen Synagogen

Vor 40 Jahren umarmte Papst Johannes Paul II. in Roms Hauptsynagoge den dortigen Oberrabbiner. In Polen erinnern nun Bischöfe an diesen Meilenstein in den katholisch-jüdischen Beziehungen. Es gibt aber auch Misstöne

von Oliver Hinz  14.04.2026

Nordmazedonien

Brandanschlag auf Synagoge in Skopje

Zwei bislang unbekannte Täter verschafften sich Zugang zum Eingangsbereich des Gotteshauses und versuchten, ihn in Brand zu setzen

von Nicole Dreyfus  14.04.2026 Aktualisiert

Meinung

Israel, Ungarn und die Abwahl Viktor Orbáns

Mit dem langjährigen Ministerpräsidenten hatte der jüdische Staat einen Verbündeten in der EU. Dennoch könnte dessen Abwahl eine Chance sein, das ungarisch-israelische Verhältnis auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen

von Domokos Szabó  14.04.2026