Kirgistan

Hotel verbietet »Juden und Tieren« den Zutritt

Osch ist die zweitgrößte Stadt der ehemaligen Sowjetrepublik in Zentralasien Foto: imago/robertharding

Nur ein paar hundert Juden leben im zentralasiatischen Land Kirgistan, einer früheren Sowjetrepublik, die meisten von ihnen in der Hauptstadt Bischkek im Norden. Doch vergangene Woche machte Kirgistan, das seit 1992 diplomatische Beziehungen zu Israel unterhält, mit Antisemitismus Schlagzeilen.

In Osch, unweit der Grenze zu China gelegen und die zweitgrößte Stadt Kirgisiens, hatte das dortige »Villa Hotel« ein goldenes Schild am Eingang aufgehängt, auf dem in kirgisischer, russischer und englischer Sprache zu lesen war: »Juden und Tiere sind nicht erlaubt!«. Um jeden Zweifel auszuräumen, wurden auch noch Symbole beigefügt: ein durchgestrichener Davidstern und ein durchgestrichener Hund.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Israels Botschafter in Kirgistan, Yoav Bistritsky, machte auf die Angelegenheit aufmerksam – und beschwerte sich daraufhin bei den örtlichen Behörden. Das Schild sei abgehängt und ein Strafverfahren gegen die Verantwortlichen eingeleitet worden, verkündete der Botschafter auf X. »Solcher Hass hat in keiner Gesellschaft Platz. Ich werde die Angelegenheit weiterhin aufmerksam verfolgen«, so Bistritsky.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Das »Villa Hotel« wurde erst vor wenigen Wochen eröffnet und ist auf mehreren internationalen Buchungswebseiten gelistet. Das 3-Sterne-Etablissement bietet laut Eigenwerbung Zimmer mit kostenlosen Fahrrädern, einem Garten und einer Terrasse an. In der Unterkunft werde »ein kontinentales, asiatisches oder Halal-Frühstück serviert«, so die Beschreibung. mth

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  16.08.2026

Los Angeles

Rekord-Deal in der NBA: Iger und Kushner kaufen die LA Lakers

Die beiden jüdischen Geschäftsmänner Bob Iger und Joshua Kushner übernehmen das Basketball-Team für 12,5 Milliarden US-Dollar

 16.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Polizei stellt Suche ein

Europol hat die Ermittlungen im Fall der in Wien vermissten Israelinnen übernommen. Auch der Mossad soll vor Ort sein. Es wird davon ausgegangen, dass Mutter und Tochter nicht mehr in der Stadt sind

 14.08.2026

Antisemitismus

»Schade, dass Hitler den Job nicht vollendet hat«

Ein Mann aus Irland äußerte sich bei einer Begegnung mit jüdischen Touristen in einem französischen Supermarkt antisemitisch und drohte dem Paar gar mit Erschießung.

 14.08.2026

Wien

Vermisste Israelinnen: Gerüchte sorgen für Aktiensturz

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter in Österreich haben Gerüchte in den sozialen Medien zu einem Kurssturz bei der israelischen Bank geführt, bei der eine der Frauen arbeitet

 13.08.2026

Italien

Ein Tempel für alle

Über der Biennale in Venedig schwebt eine Synagoge. Was sich die ukrainische Künstlerin Anna Kamyshan dabei dachte und wie sie es geschafft hat

von Sophie Albers Ben Chamo  13.08.2026

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Österreich

Vermisste Israelinnen in Wien: Familie befürchtet das Schlimmste

Im Fall der vermissten Mutter und Tochter gibt es neue Details. Unter anderem über die Unterkunft in Wien. In Israel wurde eine Nachrichtensperre erlassen

 12.08.2026 Aktualisiert

Schweiz

Den eigenen Weg gehen

Kollektive Begeisterung macht blind und dumm, ganz gleich, ob sie von rechts oder links kommt, findet Berns Botschafter in Israel. Und liefert literarische und filmische Quellen als Inspiration für das Schwimmen gegen den Strom

von Simon Geissbühler  11.08.2026