Sydney

Das Mizwa-Haus am Bondi Beach

Als Zeichen der Trauer und des Gedenkens legten am Bondi Beach zahlreiche Menschen Blumen nach dem Terroranschlag zum Lichterfest nieder. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Am Ort des verheerenden Terroranschlags auf ein Chanukka-Festival am Bondi Beach im australischen Sydney ist ein Chabad-Zentrum entstanden, das allen Menschen offensteht. Es trägt den Namen »Ohel Eli and Yaakov« zum Gedenken an Rabbi Eli Schlanger und Rabbi Yaakov Levitin, die bei dem Anschlag am 14. Dezember getötet wurden, als zwei islamistische Terroristen 15 Menschen erschossen und Dutzende verletzten.

»Es ist eigentlich kein richtiges Chabad-Haus«, zitiert »Times of Israel« Rabbi Noach Koncepolski, den Gründer des Projekts. »Es ist eher wie ein erweiterter Kiosk, an dem wir Essen austeilen und Juden helfen, Tefillin anzulegen.« Die Idee sei, einen Treffpunkt zu haben, um etwas Freundlichkeit mit anderen Menschen zu teilen, einen Moment der Süße mit jedem, der vorbeigeht.» Sie würden es ihr «Mizwa-Haus» nennen, so der Rabbi.

1500 Tefillin in einer Woche

Am Morgen nach dem Angriff seien Koncepolski und einige Freunde zum Bondi-Pavillon neben dem Tatort gegangen und hätten begonnen, den trauernden Menschen dabei zu helfen, die Tefillin anzuziehen. Sie hätten in nur einer Woche täglich 1500 Personen geholfen, so der Bericht. «Danach haben wir angefangen, Schabbatkerzen und Essen zu verteilen. Während Chanukka haben wir Tausende von Donuts verteilt - an Juden und Nichtjuden gleichermaßen.»

Nach dem Terrorangriff am Bondi Beach seien viele Bewohner Sydneys aktiv geworden, um ein Zusammenheitsgefühl zu stärken, und den Hass durch gemeinsame Projekte zu bekämpfen, unter anderem durch Schwimmveranstaltungen und gemeinsames Gedenken.

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Das «Mizwa-Haus», das von der Regierung von New South Wales gefördert wird, ermutige die Bewohner Sydneys, mit guten Taten der Opfer des Massakers zu gedenken, so der Bericht. Eine Website rufe Menschen «aller Glaubensrichtungen und Gemeinschaften» dazu auf, «eine Mizwa für Bondi» zu machen.

Es sei ihnen wichtig, Nichtjuden einzubinden, wird Koncepolski zitiert. Das stehe im Einklang mit der Arbeit des ermordeten Rabbi Schlanger. «Eli war ein Humanist, der sich mit allen Menschen auseinandersetzte und dafür kämpfte, diese Welt besser zu machen.» ja

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