Mexiko

Claudia Sheinbaum tritt Präsidentinnenamt an

Claudia Sheinbaum tritt heute ihr Amt als Präsidentin an. Foto: picture alliance / Sipa USA

Mexiko steht vor einem historischen Machtwechsel: Claudia Sheinbaum übernimmt als erste Frau und erste jüdische Person das Präsidentenamt.

Die Ex-Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt tritt heute die Nachfolge ihres politischen Mentors an, des Linkspopulisten Andrés Manuel López Obrador. Die 62 Jahre alte Physikerin und Klimaexpertin wird die nach Brasilien größte Volkswirtschaft Lateinamerikas für sechs Jahre regieren.

Im Juni verhalf die Popularität López Obradors der Enkelin jüdischer Einwanderer zu einem deutlichen Wahlsieg. Sie setzt auf Kontinuität mit eigenen Akzenten. Unter anderem will sie die Sozialprogramme ihres Vorgängers fortsetzen und die Bahn ausbauen.

Lesen Sie auch

Organisierte Kriminalität

Zu den großen Herausforderungen in dem Land mit 130 Millionen Einwohnern zählt die ausufernde Gewalt der mächtigen Drogenkartelle. Zudem gab es zuletzt diplomatische Spannungen mit dem wichtigen Nachbarland und Handelspartner USA.

Sheinbaum gilt als enge Gefolgsfrau des Nationalisten López Obrador, dessen politischer Stil Mexiko jahrzehntelang gespalten hat. Viele ihrer künftigen Kabinettsmitglieder waren bereits Teil der scheidenden Regierung.

Die Partei Morena, die beide Kongresskammern kontrolliert, wurde von López Obrador gegründet und will sein politisches Vermächtnis bewahren. dpa

Belgien

Uni-Rektorin: »Haben bereits viele Partnerschaften verloren«

Die Besetzer verlangen einen vollständigen Boykott Israels und wollen weitermachen - obwohl die Uni-Leitung ihnen nun erneut entgegenkam

von Michael Thaidigsmann  15.05.2026

Jewrovision 2026

Die Nervosität steigt …

Schon bald gehen die Scheinwerfer an und 600 jüdische Jugendliche aus ganz Deutschland werden ihre Showacts zum Besten geben

von Nicole Dreyfus  15.05.2026

Genf

Ronald Lauder warnt vor Entfremdung zwischen Israel und der Diaspora

»Wir müssen bestehende Risse reparieren, bevor es zu spät ist«, sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses

 15.05.2026

Nachruf

Mann mit Prinzipien

Ein halbes Jahrhundert lang stand »Abe« Foxman im Dienst der Anti-Defamation League, die Hälfte davon als ihr Chef. Nun ist der Schoa-Überlebende im Alter von 86 Jahren gestorben

von Michael Thaidigsmann  14.05.2026

Washington D.C.

Mehr als eine Million Dollar für Schutz jüdischer Einrichtungen in Los Angeles

Das Geld fließt ins Community Security Initiative Program. Das Projekt arbeitet mit jüdischen Einrichtungen zusammen und koordiniert Kontakte zu Sicherheits- und Rettungsbehörden

 12.05.2026

Jubilar

Architektur als Zeichen der Hoffnung - Daniel Libeskind wird 80

Das Jüdische Museum Berlin, der Masterplan für Ground Zero in New York: Für den Amerikaner ist Bauen Teil der Erinnerungskultur

von Sigrid Hoff  12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Runder Geburtstag

Meister der Linien: Architekt Daniel Libeskind wird 80

Er hat weltberühmte Gebäude entworfen – aber noch nie eines für sich selbst. Für den Architekten ist das gar kein Widerspruch, denn ihn interessiert ja etwas anderes

von Julia Kilian  11.05.2026