USA

Aus Rücksicht auf den Schabbat

Foto: picture alliance/AP Photo

Der gewählte Bürgermeister von New York, der Demokrat Eric Adams, wird seine offizielle Amtseinführung am 1. Januar um mehrere Stunden verschieben. Dies berichtet die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf den »Forward«. Adams wolle damit seinen jüdischen Unterstützern entgegenkommen, heißt es.

Traditionell findet die Amtseinführung der gewählten Funktionäre von New York City am 1. Januar, um 12 Uhr statt. Dieses Datum fällt 2022 auf einen Schabbat und hätte zur Folge, dass observante Juden nicht teilnehmen können.

Um es ihnen zu ermöglichen, beschloss Adams, die Zeremonie auf den späten Abend nach Schabbatausgang zu verschieben.

Unterstützung Adams erfährt seit Langem starke Unterstützung aus der orthodoxen Community in Brooklyn. Obwohl er bei den Parlamentswahlen Anfang November im stark chassidischen Borough Park nicht die Mehrheit der Stimmen erlangte, erwähnte er am Wahlabend die dortigen Chassiden in seiner Siegesrede: »Es spielt keine Rolle, ob Sie sich in Borough Park in der chassidischen Community befinden, ob Sie in Flatbush in der koreanischen Gemeinde sind oder in Sunset Park in der chinesischen Gemeinde (…) – Sie alle haben die Macht, uns anzutreiben.« ja

Nachruf

Dirigent Michael Tilson Thomas mit 81 Jahren gestorben

Als Chefdirigent der San Francisco Symphony wurde er berühmt. Doch er arbeitete mit Orchestern in aller Welt. Nun ist der Musiker mit 81 Jahren gestorben

 24.04.2026

Österreich

Der geneigte Antisemit

In Wien soll das Denkmal des einstigen Bürgermeisters Karl Lueger um 3,5 Grad gekippt werden. Die jüdische Gemeinde sähe die Bronzestatue lieber im Museum. Ein Ortsbesuch

von Tobias Kühn  24.04.2026

Tschernobyl

Damals in Tschernobyl

Im März 1987 arbeitete unser Autor zwei Wochen lang im havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl. Eine persönlicher Bericht über die Zeit in der Sperrzone und wie es danach weitergeht

von Vitalii Miasnikov  24.04.2026

Sowjetunion

Der Schatten von Tschernobyl

Auch 40 Jahre nach der Katastrophe beschäftigt das Reaktorunglück die Menschen. Unseren Autor begleitet sie seit der Kindheit. Persönliche Erinnerungen und ein politischer Blick zurück

von Alexander Friedman  24.04.2026

USA

Recht auf Restitution

Ende April sollte der Anspruch auf Rückerlangung von in der Nazizeit gestohlener Kunst auslaufen. Per Gesetz wurde er nun entfristet

von Sophie Albers Ben Chamo  23.04.2026

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  22.04.2026

London

Weitere Festnahmen nach Anschlägen auf jüdische Gemeinde

Binnen weniger Wochen werden mehrere jüdische Einrichtungen in London zum Ziel von Brandanschlägen. Nun meldet die Anti-Terror-Einheit der Polizei erneut Festnahmen

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Besuch

Milei ist in Israel, um die Botschaft in Jerusalem zu eröffnen

Der argentinische Präsident gilt als enger Verbündeter des jüdischen Staates, es ist sein dritter Besuch binnen zwei Jahren

 19.04.2026