USA

Aus Rücksicht auf den Schabbat

Foto: picture alliance/AP Photo

Der gewählte Bürgermeister von New York, der Demokrat Eric Adams, wird seine offizielle Amtseinführung am 1. Januar um mehrere Stunden verschieben. Dies berichtet die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf den »Forward«. Adams wolle damit seinen jüdischen Unterstützern entgegenkommen, heißt es.

Traditionell findet die Amtseinführung der gewählten Funktionäre von New York City am 1. Januar, um 12 Uhr statt. Dieses Datum fällt 2022 auf einen Schabbat und hätte zur Folge, dass observante Juden nicht teilnehmen können.

Um es ihnen zu ermöglichen, beschloss Adams, die Zeremonie auf den späten Abend nach Schabbatausgang zu verschieben.

Unterstützung Adams erfährt seit Langem starke Unterstützung aus der orthodoxen Community in Brooklyn. Obwohl er bei den Parlamentswahlen Anfang November im stark chassidischen Borough Park nicht die Mehrheit der Stimmen erlangte, erwähnte er am Wahlabend die dortigen Chassiden in seiner Siegesrede: »Es spielt keine Rolle, ob Sie sich in Borough Park in der chassidischen Community befinden, ob Sie in Flatbush in der koreanischen Gemeinde sind oder in Sunset Park in der chinesischen Gemeinde (…) – Sie alle haben die Macht, uns anzutreiben.« ja

Gespräch

»Israel ist stark und schützt uns«

Kommende Woche wird sie im Bundestag die Rede zum Holocaust-Gedenktag halten. Gemeinsam mit ihrem Enkel Aron Goodman spricht Tova Friedman im Interview über ihre Sicht auf Deutschland - und ihre Aktivitäten auf TikTok

von Michael Thaidigsmann  23.01.2026

Studien

Trauma, Resilienz und Lebenswille: Warum manche Schoa-Überlebende so alt werden

Die Forschung ist einem bemerkenswerten Phänomen auf der Spur: Viele Überlebende des Holocausts werden auffallend alt

 23.01.2026

Der diesjährige Lerntag "Jom Ijun" findet am 1. Februar im Gemeindezentrum der ICZ in Zürich statt.

Interview

»Wir sind in der kleinen jüdischen Welt einsam«

Der diesjährige Lerntag »Jom Ijun« beleuchtet das innerjüdische Spannungsfeld zwischen Gemeinschaft und Individualismus. Warum auch der jüdische Diskurs davon betroffen ist, erklären die Organisatoren Ron Caneel und Ehud Landau im Gespräch

von Nicole Dreyfus  22.01.2026

USA

Ein Stück Heimat

1943 gründeten Flüchtlinge aus Europa einen Stammtisch in New York. Mehr als acht Jahrzehnte war er eine Institution. Mit dem Tod einer der letzten Überlebenden aus dieser Zeit endet eine Ära

von Heidi Friedrich  22.01.2026

Ukraine

Die Kältefolter

Rund drei Stunden mit Licht und Wärme, gefolgt von etwa zehn Stunden ohne: So sieht heute der Alltag – oder vielmehr der Überlebenskampf – der meisten Kyiver aus

von Michael Gold  21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

Nachruf

Zum »idealen arischen Baby« erklärt: Hessy Levinsons Taft gestorben

Der Fotograf sagte Tafts Familie damals, er habe bewusst das Foto eines jüdischen Kindes eingereicht, um die Rassenideologie der Nazis ad absurdum zu führen

von Imanuel Marcus  19.01.2026

USA

Top-Cop im Dilemma

Jessica Tisch, New Yorks erste jüdische Polizeipräsidentin, bleibt auch unter dem antizionistischen Bürgermeister Zohran Mamdani im Amt – zumindest vorerst

von Katja Ridderbusch  18.01.2026

USA

Old Shul

Bundesrichter Alvin K. Hellerstein leitet das Verfahren gegen Venezuelas Ex-Präsidenten Nicolás Maduro. Er ist 92 Jahre alt und orthodoxer Jude

von Michael Thaidigsmann  18.01.2026