USA

Aus Rücksicht auf den Schabbat

Foto: picture alliance/AP Photo

Der gewählte Bürgermeister von New York, der Demokrat Eric Adams, wird seine offizielle Amtseinführung am 1. Januar um mehrere Stunden verschieben. Dies berichtet die Jewish Telegraphic Agency (JTA) unter Berufung auf den »Forward«. Adams wolle damit seinen jüdischen Unterstützern entgegenkommen, heißt es.

Traditionell findet die Amtseinführung der gewählten Funktionäre von New York City am 1. Januar, um 12 Uhr statt. Dieses Datum fällt 2022 auf einen Schabbat und hätte zur Folge, dass observante Juden nicht teilnehmen können.

Um es ihnen zu ermöglichen, beschloss Adams, die Zeremonie auf den späten Abend nach Schabbatausgang zu verschieben.

Unterstützung Adams erfährt seit Langem starke Unterstützung aus der orthodoxen Community in Brooklyn. Obwohl er bei den Parlamentswahlen Anfang November im stark chassidischen Borough Park nicht die Mehrheit der Stimmen erlangte, erwähnte er am Wahlabend die dortigen Chassiden in seiner Siegesrede: »Es spielt keine Rolle, ob Sie sich in Borough Park in der chassidischen Community befinden, ob Sie in Flatbush in der koreanischen Gemeinde sind oder in Sunset Park in der chinesischen Gemeinde (…) – Sie alle haben die Macht, uns anzutreiben.« ja

Frankreich

Anarchie und Antisemitismus

Was mit Schülerprotesten gegen schlechte Lernbedingungen begann, hat sich zu gewalttätigen politischen Unruhen ausgewachsen, befeuert von Judenhass

von Laura Sahin  19.10.2026

Frankreich

Prozess eröffnet: Rima Hassan droht Entzug des passiven Wahlrechts

Die israelfeindliche linke Europaabgeordnete muss sich in Paris wegen mutmaßlicher Terrorverherrlichung verantworten

 19.10.2026

Kommentar

»Wir sind keine Juden«: Die hässliche Fratze der französischen Krawalle

Es zeigt sich eine Querfront der Aggression, bei der sozialer Frust, postkolonialer Opfermythos und tiefsitzender Judenhass verschmelzen

von Ute Cohen  19.10.2026

Großbritannien

»Telegraph«: BBC-Datenexperte offenbar israelfeindlicher Aktivist

Ein leitender KI-Fachmann des britischen Senders soll laut »Telegraph« einst wegen eines Al-Qaida-Handbuchs festgenommen worden sein. Die BBC sieht keinen Bezug zu seiner Arbeit

 18.10.2026

Tschechien

Herr Rambo mag es süß

Ein jüdischer Gastronom in Prag ist zum Instagram-Star aufgestiegen. Er verkauft »heimishe Trdelaich«, T-Shirts und Baseballcaps und erreicht mit seinen Sprüchen Hunderttausende

von Kilian Kirchgeßner  18.10.2026

Frankreich

Paris: Synagoge bei Ausschreitungen offenbar beschädigt

Videos in sozialen Netzwerken zeigen offenbar Verwüstungen in einer Synagoge im 19. Arrondissement. Verletzte wurden nicht gemeldet

 18.10.2026

Diaspora

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Großbritannien

Universität Bath sagt Seminar mit Hochschule in Gaza ab

Eine Dozentin hatte britische Studenten aufgefordert, palästinensische Darstellungen des Nahostkonflikts nicht infrage zu stellen. Die Universität entschuldigte sich für die Vorgaben.

von Nicole Dreyfus  15.10.2026

Statistik

Zahl antisemitischer Vorfälle in Österreich bleibt auf hohem Niveau

Der Ausnahmezustand sei zum Alltag geworden, beklagt eine Antisemitismus-Meldestelle in Österreich. Im ersten Halbjahr 2026 wurden erneut Hunderte einschlägige Fälle gezählt

 15.10.2026