Argentinien

»Anarcho-Kapitalist« Milei tritt Amt als Präsident an

Foto: IMAGO/Fotoarena

Argentinien hat einen neuen Präsidenten. Der Libertäre und selbst erklärte »Anarcho-Kapitalist« Javier Milei trat am Sonntag das Amt des Staatschefs an. Der 53-Jährige hatte sich vor drei Wochen in einer Stichwahl gegen den Regierungskandidaten Sergio Massa durchgesetzt.

Im Wahlkampf hatte Milei unter anderem mit heulender Kettensäge auf der Bühne deutlich gemacht, wie er den Staat verschlanken und gegen das politische Establishment vorgehen will. Seit seinem Wahlsieg hatte er sich aber deutlich staatsmännischer und gemäßigter gegeben.

Bei einer Reise in die USA hatte er nicht sein Vorbild Donald Trump, sondern Expräsident Bill Clinton getroffen. Zur Weltklimakonferenz entsandte er eine erfahrene Diplomatin, obwohl er zuvor immer wieder Zweifel am menschengemachten Klimawandel geäußert hatte. Auch seine Pläne für die Abschaffung des Gesundheitsministeriums gab er auf.

Am Sonntagmorgen wurde Milei im Kongressgebäude in Buenos Aires vereidigt. Der scheidende Präsident Alberto Fernández legte ihm die Präsidentenschärpe um. Einige der Abgeordneten riefen daraufhin »Freiheit«.

Für die Amtseinführung Mileis war unter anderem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj angereist. Auch mehrere Rechtspopulisten waren dafür nach Buenos Aires gekommen, unter anderem Ungarns Regierungschef Viktor Orban, der Chef der spanischen Vox-Partei, Santiago Abascal, und der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro.

Polen

Wenige Juden, viele Debatten

Jüdisches Leben pendelt seit 1989 zwischen Sichtbarkeit und Verschwinden. Eine Begegnung mit dem früheren Dissidenten, Aktivisten und Publizisten Konstanty Gebert

von Nicole Dreyfus  09.03.2026

Chabad

Europäische Rabbiner tagen in Berlin

Die Hauptstadt ist seit Montag Treffpunkt von rund 180 Rabbinern aus ganz Europa

 09.03.2026

London

Iraner wegen Ausspähung jüdischer Einrichtungen verhaftet

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei hat in der Nacht zehn Personen festgenommen, darunter vier mutmaßliche Spione der Islamischen Republik

 06.03.2026

Großbritannien

Radikal pragmatisch

Ahmed Fouad Alkhatib arbeitet an einem palästinensischen Staat. Für den brauche es vor allem Frieden und Zusammenarbeit in der Region, sagt der Mann, der in Gaza und in den USA aufgewachsen ist

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  04.03.2026

Österreich

Der jiddische Sherlock Holmes

Der Schriftsteller Jonas Kreppel schuf im Wien der k. u. k. Zeit einen jüdischen Meisterdetektiv. Nun wurde die Krimireihe von einem New Yorker Autor wiederbelebt

von Jörn Pissowotzki  04.03.2026

Kalifornien

»Tehrangeles« jubelt

Im Großraum Los Angeles lebt die größte persische Exilgemeinde der Welt. Sie unterstützt das militärische Vorgehen der USA und Israels. Auch über die Zukunft des Iran machen sich viele Gedanken

von Gunda Trepp  04.03.2026

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Schweiz

Drohung gegen koscheren Supermarkt

In Zürich ist es am Samstagabend zu einem Großaufgebot der Polizei vor jüdischen Einrichtungen gekommen

von Nicole Dreyfus  01.03.2026

Deutschland

Warnung vor Terror-Gefahr in Deutschland wegen Iran-Krieg

Wegen des Krieges in Nahost rechnet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, mit einer »gesteigerten Bedrohungslage für jüdisches Leben in Deutschland«

 01.03.2026