Westjordanland

Zwei Tote bei Terroranschlag an Tankstelle

Sicherheitskräfte am Tatort Foto: Copyright (c) Flash 90 2023

Bei einem weiteren Terroranschlag in der Nähe der Siedlung Eli im Westjordanland sind am Donnerstagabend zwei Israelis ermordet worden. Es handelt sich um den 57-jährigen Rabbiner Yitzhak Zeiger und den 16-jährigen Uria Hartum, der per Anhalter unterwegs war.

An einer Tankstelle wurden die Opfer von einem palästinensischen Terroristen erschossen. Der Täter wurde anschließend von einem im Kurzurlaub befindlichen Soldaten getötet, der kurz zuvor in Gaza gegen den Terror gekämpft hatte. Den Streitkräften (IDF) zufolge war der Terrorist ein Polizist der Palästinensischen Autonomiebehörde.

Laut Rettungsdienst Magen David Adom wurde eines der Opfer am Straßenrand neben der Tankstelle aufgefunden - und das andere Opfer in einem Fahrzeug. Rabbi Zeiger hatte drei Kinder und lebte in der Siedlung Shavei Shomron, Uria Hartum in Dolev. Zeiger hatte ihn in seinem Fahrzeug mitgenommen.

Terroralarm in Siedlung

Der Rabbiner war laut Polizei gerade dabei, sein Auto zu betanken, als der Terrorist ihn erschoss. Er soll zuvor versucht haben, sich mit einer Waffe zu verteidigen.

In israelischen Medien wurde der Soldat zitiert, der den Terroristen stoppte. Er sagte, er habe zunächst in die Luft geschossen, um die Aufmerksamkeit des Angreifers zu erlangen, woraufhin der Terrorist ihn anvisiert habe. In diesem Moment habe er ihn mit einem Schuss getötet.

Bewaffnet war der Angreifer mit einem Sturmgewehr. Er soll in dem Flüchtlingslager Qalandiya gewohnt haben.

In Eli ging nach der Terrorattacke ein Alarm los. Da nicht klar war, ob Terroristen die Siedlung infiltriert hatten, wurden die Anwohner aufgefordert, in ihren Wohnungen zu bleiben.

Im Juni 2023 waren an derselben Tankstelle vier Israelis von einem palästinensischen Terroristen ermordet worden. ja

Westjordanland

Schin-Bet-Chef streitet mit Rechtsradikalen

David Zini fordert von Ministerin Orit Strock eine klare Verurteilung jüdischer Siedlergewalt – und droht mit der Rückkehr zur Verwaltungshaft

von Sabine Brandes  06.10.2026

Jahrestag

Israel warnt vor Angriffen auf Juden am 7. Oktober

Am 7. Oktober jährt sich das Massaker von Hamas-Terroristen in Israel. Bei dem Überfall 2023 wurden rund 1.200 Menschen getötet. Israel warnt nun Israelis im Ausland und Juden weltweit vor Angriffen

 06.10.2026

Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Regierender Bürgermeister Kai Wegner besucht zum Jahrestag des 7. Oktobers den Geiselplatz in Tel Aviv und erhält die Medaille der Stadt

von Sabine Brandes  06.10.2026

Grausamer Plan

Der Professor, der Massenmörder werden wollte

Der Akademiker plante, Hunderte Araber zu töten und viele Unterstützer zu gewinnen. Die Bar-Ilan-Universität zeigt sich »zutiefst entsetzt«

von Sabine Brandes  06.10.2026

Gaza

Hamas: Sinwars »rechte Hand« überlebt israelischen Angriff

Bei einem israelischen Luftangriff in dem Palästinensergebiet sollen am Wochenende mehrere Menschen getötet worden sein. Israel zielte auf den ranghöchsten Hamas-Führer in dem Küstenstreifen ab – doch der hat wohl überlebt

 06.10.2026

Be’eri

»Ich musste ihre Geschichte erzählen«

Dafna Gerstner hat die Hamas-Massaker überlebt und wagt einen vorsichtigen Blick in die Zukunft

von Geneviève Hesse  06.10.2026

Geiseln

Überlebt

505 Tage war Omer Shem Tov in der Gewalt der Hamas in Gaza. Seine Schilderungen zeigen, wie leicht es sich all jene machen, die bei der Bewertung des Krieges die perfide Taktik der Terroristen ausblenden

von Sabine Brandes  06.10.2026

Interview

»Wir haben Angst, dass Shani und Carolin vergessen werden«

Sonja Bohl-Dencker und Ricarda Louk leben seit dem 7. Oktober mit einer unvorstellbaren Wunde – dem Tod ihrer Töchter, die von Hamas-Terroristen ermordet wurden

von Sophie Albers Ben Chamo  06.10.2026

7. Oktober

»Ich hatte keine Ahnung, wie sehr wir gehasst wurden«

Unsere Autorin ist an der Grenze zu Gaza aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Hier beschreibt sie, wie das Hamas-Massaker ihr Leben verändert hat – und was es mit ihr macht, dass sie und ihr Land plötzlich weltweit als genozidal verleumdet werden

von Adi Kaslasy-Way  06.10.2026