Gaza

Zu Wasser und zu Lande

Zaun am Zikim-Strand Foto: Flash 90

Die blutigen Grenzunruhen der vergangenen Wochen haben sich beruhigt, und Israel konzentriert sich auf langfristige Maßnahmen im Hinblick auf Gaza. Das Verteidigungsministerium hat mit dem Bau einer Unterwasser-Grenzanlage begonnen, um zu vermeiden, dass Palästinenser aus der Enklave über das Meer nach Israel gelangen können.

Die ersten Bauarbeiten haben am Zikim-Strand am nördlichen Ende der Grenze begonnen; sie sollen bis zum Ende des Jahres andauern. Die Anlage besteht aus drei Schichten: Die erste wird unter dem Wasserspiegel gebaut, die mittlere besteht aus Stein und die obere aus Stacheldraht. Zudem wird ein erweiterter Zaun die Barriere umgeben. »Sie ist ein undurchdringlicher Wellenbrecher«, so das Ministerium. »Es gibt sie so noch nirgends auf der Welt; die Anlage wird jegliches Eindringen nach Israel über das Meer verhindern«, erklärte Verteidigungsminister Avigdor Lieberman Anfang der Woche. Die Hamas, führte Lieberman aus, verliere auf diese Weise eine weitere strategische Möglichkeit.

Sensoren Parallel dazu wird an einer hoch entwickelten Barriere gegen die Terrortunnel der Hamas gebaut. Die entsteht derzeit entlang der bereits bestehenden Grenze zu dem Streifen. Der extrem teure Bau – die Kosten werden auf rund 720 Millionen Euro geschätzt – soll Dutzende Meter tief im Boden verlaufen und mit Sensoren ausgestattet sein. Überirdisch wird eine sechs Meter hohe Betonmauer gebaut.

Doch seit den Unruhen sieht sich Israel mit einem neuen Problem konfrontiert: den brennenden Drachen. Palästinensische Demonstranten hatten sie zum ersten Mal in den letzten Wochen benutzt. Wenn die Drachen, die Molotowcocktails oder brennende Benzinkanister transportieren, auf trockenen Feldern landen, verursachen sie oft blitzschnell lodernde Feuer und richten großen Schaden an. Vor wenigen Tagen fachten starke Winde in der Nähe des Kibbuz Kissufim mehrere Feuer an, die durch die Drachen ausgelöst worden waren.

Seit 13. April wurden etwa 300 brennende Drachen gen Israel geschickt. Die Armee versucht, sie mit Drohnen abzufangen, doch das gelingt nicht immer. Insgesamt entstanden etwa 100 Feuer, die mehr als zwölf Quadratkilometer Felder mit Weizen abbrannten. Es entstand Schaden in Millionenhöhe.

Bat Yam

Hotspot am Meer

Einst im Schatten Tel Avivs, liegt die Küstenstadt heute schwer im Trend

von Sabine Brandes  04.01.2026

Venezuela

Netanjahu gratuliert Trump

Israels Regierungschef Netanjahu lobt den US-Angriff in Venezuela und hebt Trumps Vorgehen gegen Maduro als »historisch« hervor. Andere israelische Politiker ziehen Parallelen zum Iran

 04.01.2026

Tel Aviv

Venezuela-Angriff: Lapid verweist auf den Iran

Die amerikanische Kommandoaktion zur Festnahme des venezolanischen Autokraten Maduro wird auch in Israel aufmerksam verfolgt. Nun äußerte sich der Oppositionsführer

 03.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 03.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

Libanon

Israel greift Hisbollah-Ziele an

Getroffen wurden unter anderem ein Waffenlager und ein Trainingsgelände der Terror-Miliz

 02.01.2026

Gazastreifen

Katz: Armee soll sich auf Kämpfe gegen Hamas vorbereiten

Die Terroristen der Hamas halten noch immer die Leiche von Ran Gvili in ihrer Gewalt und weigern sich, die Waffen niederzulegen

 02.01.2026

Israel

Sinkendes Bevölkerungswachstum in Israel

Die demografische Entwicklung in Israel ändert sich. Neueste Zahlen manifestieren den Trend der vergangenen Jahre

 01.01.2026

Israel

Hightech-Gründer und Philantrop: Morris Kahn ist tot

Er wollte Israel zum Mond bringen. Der israelische Unternehmer und Philanthrop Morris Kahn starb im Alter von 95 Jahren

 01.01.2026