Israel

Zehntausende feiern bei Gay-Pride-Parade in Tel Aviv

Bunt: Gay-Pride-Parade in Tel Aviv (Archivfoto) Foto: Flash 90

Zehntausende haben bei der Gay-Pride-Parade in Tel Aviv gefeiert. Mit dem Marsch am Freitag forderten die Teilnehmer gleiche Rechte für Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT). Kurz vor Beginn der Veranstaltung nahm die Polizei einen Mann aus Tel Aviv fest, der einen Angriff auf die Parade geplant hatte.

Er habe mehrere Waffen für Attacken dabei gehabt, hieß es in einer Mitteilung. Darunter seien ein Elektroschockgerät und ein Würgeholz, ein sogenanntes Nunchaku, gewesen.

Die Stadt Tel Aviv als Veranstalter hatte rund 200.000 Teilnehmer zu der Parade erwartet. Aktuell dürfen wegen der Corona-Pandemie nur in begrenzter Anzahl geimpfte Touristen in Gruppen einreisen. Diese Woche waren die Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals seit zwei Monaten wieder über 100 pro Tag gestiegen. Am Donnerstag wurden laut Gesundheitsministerium 227 Neuinfizierte registriert.

Am Freitag verhängte die Regierung erneut die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen. Dazu empfahl sie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bei Großveranstaltungen wie der Gay-Pride-Parade. Zuvor waren wegen niedriger Infiziertenzahlen die Corona-Beschränkungen fast komplett aufgehoben worden. Mehr als 5,5 Millionen der 9 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, rund 5,2 Millionen Menschen auch die zweite Dosis.

In Tel Aviv sollte bei der Abschlussparty am Meer unter anderem Eden Alene, die diesjährige israelische Teilnehmerin des Eurovision Song Contests, auftreten. Im vergangenen Jahr war die Veranstaltung wegen der Corona-Krise ausgefallen.

2015 hatte ein ultrareligiöser Jude bei der Gay-Pride-Parade in Jerusalem eine 16-Jährige erstochen. Ein Gericht verurteilte den Mörder später zu lebenslanger Haft plus 31 Jahre. dpa

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  31.03.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026

Faktencheck

Gerüchte über Netanjahus Tod werden unbelegt verbreitet

Im Iran-Krieg wird immer wieder behauptet, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sei tot. Aktuelle Videos von ihm sollen KI-generiert sein. Doch dafür gibt es keinen Beleg

 31.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  31.03.2026

Meinung

Nein, und nochmals nein!

Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums

von Esther Schapira  31.03.2026

Libanon

Zerstörung von Grenzdörfern soll Bedrohung durch Terror beenden

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt drastische Maßnahmen im Süden des nördlichen Nachbarlandes an. Von dort aus erfolgen seit Jahren Angriffe der Hisbollah

 31.03.2026

Israel

Übergriff, Löwen, Haushalt

Kurznachrichten

von Sabine Brandes  31.03.2026

Knesset-Beschluss

Reaktionen auf das Gesetz zur Todesstrafe

Rechte israelische Politiker feiern und die USA respektieren die Entscheidung. Scharfe Kritik kommt von Teilen der Opposition in Jerusalem und aus Europa

 31.03.2026

Israel

»Hoffentlich der letzte Krieg«

Der militärische Konflikt mit dem Iran dauert an. Wir haben nachgefragt, wie Israelis diese schwierige Zeit zu Pessach erleben

von Sabine Brandes  31.03.2026