Gaza-Flottille

Yasemin Acar, Rima Hassan und vier weitere Aktivisten verlassen Israel

Yasemin Acar am Donnerstag im Flieger aus Israel Foto: Israel Ministry of Foreign Affairs

Gaza-Flottille

Yasemin Acar, Rima Hassan und vier weitere Aktivisten verlassen Israel

Die israelfeindlichen Aktivisten wollten die Seeblockade zum Gazastreifen durchbrechen, wurden aber von der israelischen Armee abgefangen

 13.06.2025 11:32 Uhr

Sechs weitere Aktivisten des abgefangenen Gaza-Solidaritätsschiffs befinden sich nach israelischen Angaben auf dem Weg in ihre Heimatländer. Israels Außenministerium teilte auf X Fotos der israelfeindlichen Aktivisten. Darauf ist zu sehen, wie einige bereits in einem Flugzeug sitzen. 

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Nach Angaben des israelischen Außenministeriums befinden sich unter den nun Abgeschobenen Yasemin Acar aus Deutschland sowie die französische EU-Parlamentarierin Rima Hassan. Beide haben sich in der Öffentlichkeit mit Sympathien für Terror und Unrechtsregime hervorgetan. So feierte Yasemin Acar den iranischen Raketenangriff auf Israel und weigerte sich, die Verbrechen der Hamas zu verurteilen. Für Rima Hassan ist der Terror der Hamas gar eine legitime Handlung einer »Widerstandsbewegung«.

Vor wenigen Tagen hatte Israel bereits vier israelfeindliche Aktivisten des Segelschiffs »Madleen« abgeschoben – darunter war die Schwedin Greta Thunberg. Die anderen Aktivisten weigerten sich, die notwendigen Ausweisungsdokumente zu unterzeichnen. Insgesamt waren zwölf Aktivisten an Bord des Schiffs. Die nun noch verbliebenen zwei Aktivisten warten auf ihre Abschiebung am Freitag.

Die israelische Armee hatte die »Madleen« auf dem Weg in den Gazastreifen am frühen Montagmorgen abgefangen - nach Angaben des Bündnisses Freedom Flotilla Coalition, das die Aktion initiiert hatte, rund 200 Kilometer von der Küste des Gazastreifens in internationalen Gewässern. Am Montagabend war das Schiff dann in der israelischen Hafenstadt Aschdod eingelaufen.

Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe für die Bevölkerung nach Gaza bringen. An Bord hatten sie israelischen Behörden zufolge aber nur rund 100 Kilogramm Mehl, die die Behörden aber dennoch an die Menschen in Gaza verteilen lassen wollten.

Lesen Sie auch

Israels Armee fing die »Madleen« wegen der seit 2007 bestehenden Seeblockade des Gazastreifens ab. Die international als rechtmäßig anerkannte Blockade dient dazu, Waffenlieferungen an Terrororganisationen im Gazastreifen zu verhindern. Verteidigungsminister Israel Katz nannte das Schiff eine »Selfie-Jacht« und warf den Passagieren eine PR-Aktion vor. In dem X-Post des Außenministeriums hieß es nun entsprechend: »Bye-bye - und vergesst nicht, vor der Abreise ein Selfie zu machen.« dpa/ja

Gadi Eisenkot spricht an einem Rednerpult vor einer israelischen Flagge

Israel

Eisenkot will Israel aus der Krise führen

Nach dem Auftrag zur Regierungsbildung ruft der frühere Generalstabschef zu einer Notstandsregierung auf und streckt allen Parteien die Hand aus

 08.11.2026

Kuscheltiere und Puppen auf dem Rabin-Platz, eine Puppe ist mit einem Seil gefesselt

Ariel

Kinderkrippe des Grauens

Drei Betreuerinnen wird systematische Gewalt an Babys und Kleinkindern vorgeworfen. Die Polizei spricht von einem der schwerwiegendsten Missbrauchsfälle der vergangenen Jahre

von Sabine Brandes  08.11.2026

Krieg gegen den Iran

Die Mullahs schossen Raketen – Bat Yam schickt die Rechnung

Die israelische Stadt will Schadensersatz in Millionenhöhe von Teheran. Für die Zustellung der Klage musste der Bürgermeister einen iranischen Vertreter durch die Straßen von Manhattan verfolgen

von Sabine Brandes  08.11.2026

Israels Präsident Izchak Herzog

Nach der Parlamentswahl

Israels Präsident beauftragt Eisenkot mit Regierungsbildung

Dem Oppositionspolitiker Eisenkot fehlen 13 Mandate für eine eigene Regierungsmehrheit. Arabische oder ultraorthodoxe Parteien könnten ihm helfen. Doch beide Optionen bergen großes Konfliktpotenzial

 08.11.2026 Aktualisiert

Befreiung von der Schuld: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026