Terror

Woher bekommt die Hamas ihre Raketen?

Hamas-Kämpfer im Gazastreifen Foto: imago/ZUMA Press

Die im Gazastreifen herrschende Terrororganisation Hamas hat in den vergangenen Tagen täglich Hunderte Raketen auf israelische Städte gefeuert. Die islamistische Gruppe, die auch von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, baut sich ihre Waffen entweder selbst oder schmuggelt sie in das Küstengebiet, über Ägypten oder den Seeweg. Sie orientiert sich bei dem Bau nach Medienberichten und Einschätzungen von Sicherheitsexperten vor allem an iranischen Raketen.

Laut Schätzungen der israelischen Armee besaß die Hamas zu Beginn der jüngsten gegen den jüdischen Staat gerichteten Angriffe ein Arsenal von 10.000 bis 15.000 Raketen. Davon wurden bereits mehr als 2300 auf Israel abgefeuert.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die israelische Armee hat nach Angaben eines ranghohen Luftwaffenoffiziers in den vergangenen Tagen mehr als 30 Werkstätten zur Herstellung von Raketen zerstört, um Israels Bürger zu schützen und weitere Angriffe zu unterbinden. Damit habe die Hamas gegenwärtig keine Fähigkeit mehr, neue Raketen herzustellen, sagte er.

Nach Angaben der »Jerusalem Post« haben die meisten der Raketen im bestehenden Arsenal eine kürzere und nur wenige eine große Reichweite. Die Mehrzahl davon kann den Informationen zufolge für Angriffe auf israelische Ortschaften an der Gaza-Grenze sowie auf Ortschaften in bis zu 40 bis 55 Kilometer Entfernung verwendet werden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Darüber hinaus besitze die Hamas vermutlich Hunderte Raketen mit einer Reichweite von 70 bis 80 Kilometern, heißt es. Diese bedrohen etwa den Großraum Tel Aviv, den internationalen Flughafen Ben Gurion und Jerusalem.

Einige Dutzend Raketen mit einer Reichweite von 100 bis 160 Kilometern könnten demnach sogar weit über Tel Aviv hinaus etwa bis zur nördlichen Hafenstadt Haifa fliegen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auch die Terrororganisation Islamischer Dschihad verfügte nach Angaben der »Jerusalem Post« über rund 8000 Kurzstreckenraketen und eine sehr geringe Zahl an Raketen mit einer Reichweite von mehr als 100 Kilometern. Beide Gruppen haben auch ein Arsenal an Mörsergranaten, mit denen vor allem die Grenzorte angegriffen werden.

Die Zahl der Hamas-Kämpfer wird auf rund 40.000, die des Islamischen Dschihad auf mindestens 9000 geschätzt. dpa/ja

Jerusalem

Israel bereitet sich auf mögliche neue Eskalation mit Iran vor

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz kommen zu Sicherheitsberatungen zusammen, die IDF erhöhen ihre Alarmbereitschaft

 09.07.2026

Sport

Teamgeist und Trikottausch

Nach der kriegsbedingten Verschiebung wird die 22. Makkabiade in Jerusalem zum Fest jüdischen Zusammenhalts. Mehr als 8000 Sportler aus aller Welt gehen in Israel an den Start

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nachrichten

Pillen, Wahlen, Gaza

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  08.07.2026

Nahost

Reaktion auf Beschuss von Schiffen: USA greifen Ziele im Iran an und verschärfen Sanktionen

Die Luftschläge richten sich auch gegen die iranischen Revolutionsgarden

 08.07.2026 Aktualisiert

Sicherheit

Der NATO-Gipfel darf nicht zum Kniefall vor dem national-islamistischen Autokraten Erdoğan werden

Ein Kommentar von Ali Ertan Toprak

von Ali Ertan Toprak  08.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026 Aktualisiert

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Humantitäre Hilfe

IDF arbeitet mit an Venezuelas Wiederaufbau

Nach den verheerenden Erdbeben entwickelt eine IDF-Delegation mit der Übergangsregierung einen Plan für die zerstörten Regionen. Oberrabbiner Cohen hofft, dass die humanitäre Operation ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Caracas und Jerusalem sein könnten

von Sabine Brandes  07.07.2026