Terror

Wie die Hamas ihre eigene Bevölkerung als menschliche Schutzschilde missbraucht

Hamas-Strukturen sind überall unter den Gebäuden Foto: Screenshot IDF Grafik

Die Hauptzentrale der Hamas liege unter dem größten Krankenhaus im Gazastreifen, dem Shifa-Hospital, berichtete das israelische Militär am Wochenende. Als Beweise lieferte die IDF Bildmaterial und Mitschnitte von Audioaufnahmen.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Armeesprecher Daniel Hagari erklärte, dass die Hamas mehrere unterirdische Komplexe unter dem Krankenhaus betreibe und von dort aus gezielte Angriffe gegen Israel ausgeführt werden. Es sollen auch Waffen gelagert werden.

Das Shifa ist das größte Hospital in der Enklave mit 1500 Betten und rund 4000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Außerdem sollen in den vergangenen drei Wochen bis zu 50.000 Menschen Zuflucht vor den Vergeltungsangriffen der israelischen Luftwaffe in den Gebäuden gesucht haben.

Terroristen bewegen sich frei im Krankenhaus

Hagari sagte, Israel habe Informationen darüber, dass es mehrere Tunnel gebe, die von außerhalb zur unterirdischen Basis führen. Außerdem könnten die Hamas-Terroristen durch das Krankenhaus zum unterirdischen Komplex gelangen. »Derzeit können sich Terroristen im Shifa-Krankenhaus und anderen Krankenhäusern in Gaza frei bewegen«, hob er hervor.

Auch die Energieinfrastruktur der medizinischen Einrichtung werde von der Untergrundbasis der Hamas genutzt. »Das Krankenhaus und die Menschen darin werden von der Hamas als menschliche Schutzschilde missbraucht.«

TERRORISTEN Israel habe auch Beweise dafür, dass sich nach dem Massaker vom 7. Oktober Hunderte von Terroristen in dem Krankenhaus versteckt hätten. Ein Mitglied des Politbüros der Hamas, Izzat al-Rishq, erklärte dazu, die Vorwürfe des israelischen Militärs seien unbegründet.

In einem weiteren von der IDF veröffentlichten Gespräch erklärte ein hochrangiger Beamter aus Gaza, dass die Hamas derzeit über mindestens eine Million Liter Benzin und möglicherweise noch mehr verfüge, die sie aus zivilen Projekten gestohlen hat und die sie derzeit hortet, um ihre Tunnelnetze mit Strom zu versorgen. Es wird immer wieder behauptet, dass es in Gaza einen akuten Benzinmangel gebe.

Hamas führt systematisch Krieg aus Hospitälern aus

Die Informationen über die Nutzung des Krankenhauses durch die Hamas basieren auf einer Vielzahl von Geheimdienstquellen, die vom Militärgeheimdienst und dem Sicherheitsdienst Schin Bet gesammelt worden seien. »Hamas führt systematisch Krieg von Hospitälern in Gaza aus«, resümierte Hagari und fügte hinzu, dass die Terrorgruppe auch in Krankenhäusern gelagerten Treibstoff nutzte, um ihre Operationen durchzuführen.

»Hamas-Terroristen operieren in Krankenhäusern, weil sie genau wissen, dass die IDF zwischen Terroristen und Zivilisten unterscheidet«, machte der Sprecher klar. »Israel hat es auf Terroristen abgesehen - die Hamas auf israelische Zivilisten und Zivilisten im Gazastreifen.«

Jerusalem

Eli Vered Hazan wird neuer Weltvorsitzender des Keren Hayesod

Der bisherige Botschafter folgt auf Sam Grundwerg, der den Hilfsfonds in den vergangenen acht Jahren geführt hat

 14.07.2026

Jerusalem/Teheran

Mossad-Chef soll Irans Ex-Präsident Ahmadinedschad getroffen haben

Laut einem Bericht der »New York Times« soll Israel an einer Operation gearbeitet haben, den früheren Schoa-Leugner und Befürworter eines Atomprogramms zurück an die Macht zu bringen

von Ralf Balke  14.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  14.07.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Generalstabschef kritisiert Gesetzentwurf zu Haredi-Wehrdienst scharf

Es sei »unvorstellbar«, dass die Armee, deren Soldaten seit zweieinhalb Jahren außergewöhnliche Opfer brächten, gleichzeitig an einem System mitwirken solle, das massenhafte Ausnahmen von Strafverfolgung ermögliche, sagt der Armeechef

 14.07.2026

Brüssel

900 Millionen Euro Herzenswärme

Knapp eine Milliarde Euro soll für den Wiederaufbau in den Gazastreifen gehen. Dass die Mittel am Ende tatsächlich nur in die zivile Infrastruktur fließen, ist zweifelhaft

von Michael Thaidigsmann  13.07.2026

Essay

Wann endet ein Flüchtlingsstatus?

Der Flüchtlingsstatus ist kein Dauerzustand. Wer über Asyl spricht, muss auch über die Bedingungen sprechen, unter denen Schutz wieder entfallen sollte

von Steven Guttmann  13.07.2026

Paris

»Die Isolation Israels ist ein historisches moralisches Versagen«

»Es ist ein dunkler Moment für Juden auf der ganzen Welt«, sagt der französische Philosoph Bernard-Henri Lévy. »Wir müssen stolz, stark und weise sein.«

 13.07.2026

Brüssel

Bundesregierung bremst in EU-Debatte um Israel-Sanktionen

Produkte aus israelischen Siedlungen beschränken? Etliche EU-Staaten sind dafür. In Brüssel bahnt sich allerdings ein juristischer Streit an

 13.07.2026

Jerusalem

Netanjahu: Siedlergewalt geht von »150 jugendlichen Straftätern« aus

Der Ministerpräsident verurteilt Selbstjustiz im Westjordanland, betont aber auch, dass »99 Prozent« der Siedler gesetzestreue Bürger seien

 13.07.2026