Israel

Werbung für die Mikwe

Mikwe in Alon Shvut südlich von Jerusalem Foto: Flash 90

Israels Ministerium für religiöse Angelegenheiten will für ein besseres Image von Mikwen werben. Geplant sei eine umgerechnet rund 250.000 Euro teure Werbekampagne im Fernsehen und auf Online-Plattformen, berichtete die Tageszeitung »Haaretz« am Montag.

Als Teil der Kampagne sollen demnach prominente Jüdinnen von ihren positiven Erfahrungen bei der rituellen Waschung berichten. Jüdische Frauen sollen auf diese Weise ermutigt werden, entsprechend den jüdischen Religionsvorschriften nach der Menstruation eine Mikwe zu besuchen.

initiativen Das Ministerium stärke Initiativen im Bereich der religiösen Dienste. Entsprechend werde die Mikwen-Kampagne gegenwärtig mit Blick auf den Haushalt geprüft, erklärte das Ministerium laut dem Bericht.

Eine vergleichbare Kampagne, mit der das Ministerium 2014 für die jüdisch-orthodoxe Konversion von Frauen warb, über deren jüdische Herkunft Zweifel bestehen, hatte für harsche Kritik gesorgt. Dem Ministerium wurde vorgeworfen, seine Kompetenzen zu überschreiten. Aufgabe des Ministeriums sei es, Interessierten religiöse Dienstleistungen zu bieten, nicht jedoch, aktiv für die Einhaltung des jüdischen Religionsrechts zu werben.  kna

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