Israel

Werbung für die Mikwe

Mikwe in Alon Shvut südlich von Jerusalem Foto: Flash 90

Israels Ministerium für religiöse Angelegenheiten will für ein besseres Image von Mikwen werben. Geplant sei eine umgerechnet rund 250.000 Euro teure Werbekampagne im Fernsehen und auf Online-Plattformen, berichtete die Tageszeitung »Haaretz« am Montag.

Als Teil der Kampagne sollen demnach prominente Jüdinnen von ihren positiven Erfahrungen bei der rituellen Waschung berichten. Jüdische Frauen sollen auf diese Weise ermutigt werden, entsprechend den jüdischen Religionsvorschriften nach der Menstruation eine Mikwe zu besuchen.

initiativen Das Ministerium stärke Initiativen im Bereich der religiösen Dienste. Entsprechend werde die Mikwen-Kampagne gegenwärtig mit Blick auf den Haushalt geprüft, erklärte das Ministerium laut dem Bericht.

Eine vergleichbare Kampagne, mit der das Ministerium 2014 für die jüdisch-orthodoxe Konversion von Frauen warb, über deren jüdische Herkunft Zweifel bestehen, hatte für harsche Kritik gesorgt. Dem Ministerium wurde vorgeworfen, seine Kompetenzen zu überschreiten. Aufgabe des Ministeriums sei es, Interessierten religiöse Dienstleistungen zu bieten, nicht jedoch, aktiv für die Einhaltung des jüdischen Religionsrechts zu werben.  kna

Prognosen

Wende, Patt oder Weiter so?

Die Knessetwahl stellt dem Land eine neue Regierung in Aussicht - doch die Koalitionsbildung könnte erneut zum Machtpoker werden

von Sabine Brandes  24.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt kommende Woche über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  24.10.2026

Westjordanland

Zwei israelische Soldaten sterben bei Terroranschlag

Ron Yonatan Roytman (23) und Yuval Shai Svilem (20) erlagen ihren Verletzungen. Drei weitere IDF-Soldaten wurden in dem Feuergefecht verletzt

 23.10.2026

Terroranschlag bei Hebron

Netanjahu kündigt größte Militäraktion im Westjordanland seit 1967 an

»Die gesamte terroristische Infrastruktur wird aufgespürt und zerstört«, erklärt der Ministerpräsident am Anschlagsort im Westjordanland

 23.10.2026 Aktualisiert

Westjordanland

Terroranschlag nahe Hebron: Was bislang bekannt ist

Bei dem Angriff starben zwei israelische Soldaten, drei wurden verletzt. Die Angreifer konnten getötet werden

 23.10.2026 Aktualisiert

Demokratie

Auf der Zielgeraden

Am 27. Oktober werden die Parteien anhand von Buchstaben auf den Wahlzetteln gewählt. Politische Notizen und Personalien

von Sabine Brandes  23.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 23.10.2026

Westjordanland

Israel macht Hamas für Anschlag bei Hebron verantwortlich

Drei Menschen wurden bei dem Angriff auf einen Kontrollposten im Westjordanland verletzt, zwei getötet. Die Terroristen sollen der Hamas angehört haben

 23.10.2026 Aktualisiert

Tel Aviv

Angehörige der Opfer des 7. Oktober wollen Wähler an Schicksale erinnern

Zu den Teilnehmern gehört Jochewed Lifschitz, die zusammen mit ihrem Mann Oded nach Gaza verschleppt worden war. Die Hamas ermordete ihn in Geiselhaft

 23.10.2026