Israel

Werbung für die Mikwe

Mikwe in Alon Shvut südlich von Jerusalem Foto: Flash 90

Israels Ministerium für religiöse Angelegenheiten will für ein besseres Image von Mikwen werben. Geplant sei eine umgerechnet rund 250.000 Euro teure Werbekampagne im Fernsehen und auf Online-Plattformen, berichtete die Tageszeitung »Haaretz« am Montag.

Als Teil der Kampagne sollen demnach prominente Jüdinnen von ihren positiven Erfahrungen bei der rituellen Waschung berichten. Jüdische Frauen sollen auf diese Weise ermutigt werden, entsprechend den jüdischen Religionsvorschriften nach der Menstruation eine Mikwe zu besuchen.

initiativen Das Ministerium stärke Initiativen im Bereich der religiösen Dienste. Entsprechend werde die Mikwen-Kampagne gegenwärtig mit Blick auf den Haushalt geprüft, erklärte das Ministerium laut dem Bericht.

Eine vergleichbare Kampagne, mit der das Ministerium 2014 für die jüdisch-orthodoxe Konversion von Frauen warb, über deren jüdische Herkunft Zweifel bestehen, hatte für harsche Kritik gesorgt. Dem Ministerium wurde vorgeworfen, seine Kompetenzen zu überschreiten. Aufgabe des Ministeriums sei es, Interessierten religiöse Dienstleistungen zu bieten, nicht jedoch, aktiv für die Einhaltung des jüdischen Religionsrechts zu werben.  kna

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Reisen

2,4 Millionen Israel-Flugtickets könnten storniert werden

Noch immer nehmen US-Maschinen den größten Teil des Ben-Gurion-Flughafens in Beschlag. Verkehrsministerin Regev warnt vor Schäden in Milliardenhöhe

von Sabine Brandes  15.06.2026

Rehovot

Israelis entwickeln neue Methode zur Suche nach außerirdischem Leben

Wissenschaftler des Weizmann-Instituts haben ein statistisches Analysewerkzeug entwickelt, das anhand von Molekülmustern erkennt, ob bestimmte Stoffe biologischen Ursprungs sind

 15.06.2026

Tel Aviv

Naftali Bennett: »Netanjahu kann es einfach nicht mehr«

»Er kann keine Kriege gewinnen. Er kann die Kriminalität nicht bekämpfen. Er kann die Preise nicht senken. Er kann die Ultraorthodoxen nicht in die israelische Gesellschaft integrieren«, sagt der Kandidat der Partei »Zusammen«

 15.06.2026

Kommentar

Die Welt atmet auf, viele Juden tun es nicht

Weder Hamas noch Hisbollah sind verschwunden. Das iranische Regime sitzt weiterhin in Teheran, mit derselben Ideologie, die den 7. Oktober verursacht hat

von Guy Katz  15.06.2026

Washington D.C.

Trump über Netanjahu: Er hat kein Urteilsvermögen

Der amerikanische Präsident beschwert sich über Israels jüngste Attacken auf Hisbollah-Ziele in der libanesischen Hauptstadt: »Warum musste Bibi einen verdammten Angriff durchführen?«

 15.06.2026

Palästinensische Gebiete

Abbas kündigt Präsidentschaftswahlen für 2027 an

Es wären die ersten seit 20 Jahren

 14.06.2026