Israel

Werbung für die Mikwe

Mikwe in Alon Shvut südlich von Jerusalem Foto: Flash 90

Israels Ministerium für religiöse Angelegenheiten will für ein besseres Image von Mikwen werben. Geplant sei eine umgerechnet rund 250.000 Euro teure Werbekampagne im Fernsehen und auf Online-Plattformen, berichtete die Tageszeitung »Haaretz« am Montag.

Als Teil der Kampagne sollen demnach prominente Jüdinnen von ihren positiven Erfahrungen bei der rituellen Waschung berichten. Jüdische Frauen sollen auf diese Weise ermutigt werden, entsprechend den jüdischen Religionsvorschriften nach der Menstruation eine Mikwe zu besuchen.

initiativen Das Ministerium stärke Initiativen im Bereich der religiösen Dienste. Entsprechend werde die Mikwen-Kampagne gegenwärtig mit Blick auf den Haushalt geprüft, erklärte das Ministerium laut dem Bericht.

Eine vergleichbare Kampagne, mit der das Ministerium 2014 für die jüdisch-orthodoxe Konversion von Frauen warb, über deren jüdische Herkunft Zweifel bestehen, hatte für harsche Kritik gesorgt. Dem Ministerium wurde vorgeworfen, seine Kompetenzen zu überschreiten. Aufgabe des Ministeriums sei es, Interessierten religiöse Dienstleistungen zu bieten, nicht jedoch, aktiv für die Einhaltung des jüdischen Religionsrechts zu werben.  kna

Geiselverhandlungen

Israels geheimer Draht zur Hamas

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Schin Bet enthüllt in einem Interview erstmals direkte Gespräche mit der Führung der Terrororganisation nach dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  30.08.2026

Westjordanland

Auslandspresseverband in Israel fordert Schutz für Journalisten

Gewalttätige Siedler attackieren US-Journalisten im Westjordanland – der Auslandspresseverband warnt vor einem gefährlichen Trend

 30.08.2026

Knesset-Wahlen

Ein Wegweiser durch den Dschungel der israelischen Politik

Am 27. Oktober wählt Israel. Sie wollen mitreden, aber können die Parteien nicht auseinanderhalten? Willkommen im Klub. Die Israelis können es auch nicht

von Guy Katz  30.08.2026

Jerusalem

Geheimdienst: Netanjahus Sohn wegen Bedrohung aus USA zurück

Netanjahu hatte von iranischen Mordplänen gegen einen seiner Söhne gesprochen. Der Inlandsgeheimdienst bestätigt nun, Jair sei wegen einer akuten Bedrohung aus den USA nach Israel zurückgekehrt

 30.08.2026

Jerusalem

Netanjahu verurteilt Gewalt radikaler Siedler im Westjordanland

In Kusra belagern radikale Siedler seit drei Wochen mehrere Häuser palästinensischer Einwohner. Erstmals hat sich nun der Ministerpräsident dazu geäußert

 30.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Vereinte Nationen

Generalsekretär Guterres: UN-Sonderberichterstatter »völlig außer Kontrolle« in Bezug auf Israel

Der scheidende UN-Generalsekretär António Guterres hat die extreme Einseitigkeit einiger UN-Sonderberichterstatter bezüglich des jüdischen Staates eingeräumt. Eine allgemeine Voreingenommenheit der UNO gegenüber Israel sieht er aber nicht

 28.08.2026

7. Oktober

»Sie aßen Kuchen – als ob kein Skelett neben ihnen läge«

Die ehemalige israelische Geisel Evyatar David erzählt erstmals einem internationalen Sender vom Hunger, der Gefangenschaft in den Terrortunneln der Hamas und wie es ihm heute geht

von Sabine Brandes  27.08.2026