Ben Gurion-Flughafen

Welche Fluglinien fliegen noch nach Israel, welche nicht?

Passagiere am Ben Gurion-Flughafen Foto: copyright (c) Flash90 2024

Ein Blick auf die Anzeigetafeln für Abflug und Ankunft am Ben Gurion-Flughafen in Tel Aviv ist ernüchternd. Nur Stunden nach dem zweiten iranischen Raketenangriff auf Israel in diesem Jahr, mit 181 Raketen, gibt es zwar wieder Flüge. Ein Teil der Fluglinien, die Israel überhaupt noch ansteuern, strichen jedoch ihre zunächst für heute vorgesehenen Verbindungen.

Während El Al und andere israelische Airlines ihren Betrieb fast auf Normalniveau fortsetzten, waren am Morgen Flüge von Tel Aviv nach Dubai, Iraklio, Burgas, Athen, Budapest, Vilnius, Warschau und zu anderen Destinationen storniert. Bei den Ankünften gestaltete sich das Bild ähnlich trüb.

Andererseits hoben selbst Fluglinien wie Aero México (in Kooperation mit Delta, Jetblue und Aerolíneas Argentinas), SAS und Virgin Atlantic zu regulären Flügen ab, nachdem auch der Luftraum über Israel wieder freigegeben wurde.

Während des iranischen Raketenangriffs auf Israel am Dienstag begaben sich Passagiere und andere Menschen zum Schutzraum des Ben Gurion-Flughafens.Foto: copyright (c) Flash90 2024
Keine Rückkehr

Während der Raketenattacke des Iran hatten sich zahlreiche Passagiere und andere Menschen in den Schutzraum des Flughafens begeben. Dass fast alle anfliegenden Geschosse abgefangen werden konnten, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar.

All die Streichungen von Flügen von und nach Israel verursachen Probleme. Diese betreffen vorwiegend Israelis, die vor dem iranischen Angriff Reisen ins Ausland unternahmen und nicht mehr zurückfliegen können. Denn die meisten El Al-Flüge sind ausgebucht und teuer. Auch Menschen, die Israel aufgrund des eskalierenden Krieges verlassen wollen und solche, die Familienangehörigen in dieser Lage beistehen wollen, haben Schwierigkeiten, nach Israel oder wieder nach Hause zu kommen.

Zu den Fluglinien, die zunächst gar nicht mehr nach Israel fliegen, gehört American Airlines. Ihr Israel-Flugplan wurde bis März 2025 komplett storniert. Delta und Air Canada fliegen bis Ende Dezember nicht mehr selbst nach Tel Aviv, United Airlines bis auf Weiteres. Passagiere, die von Tel Aviv in die USA fliegen wollen, müssen es bei El Al oder mit Umstiegen in Europa versuchen.

Lesen Sie auch

Änderungen möglich

Bei europäischen Linien sieht es mit den Flugstreichungen ähnlich aus: Die Lufthansa hat sowohl ihrer gleichnamigen Kernmarke als auch den Tochterlinien Austrian Airlines, Brussels Airlines, Eurowings und Swiss eine Israelflug-Pause bis Ende Oktober verordnet. KLM meidet Israel bis Ende des Jahres.

Ryanair will erst am 26. Oktober wieder nach Tel Aviv fliegen, British Airways schon am 7. Oktober. Icelandair, Cathay Pacific, ITA, Easyjet, Emirates, Korean Air und TAP haben auch nicht die Absicht, derzeit Flüge von und nach Israel anzubieten.

Die Pläne der Fluglinien können sich jederzeit ändern – je nach Situation. Ausschlaggebend sind auch Einschätzungen der Airline-eigenen Sicherheitsexperten.

Ugandische Truppen

Nahost

Ugandas Parlament billigt Truppenentsendung nach Gaza

Auf US-Anfrage soll sich ein Kontingent der ugandischen Armee der geplanten internationalen Stabilisierungstruppe anschließen. In Afrika zählt das Land zu den größten Truppenstellern für Friedensmissionen

 07.08.2026

Meinung

Wie Georg Restle die Glaubwürdigkeit des ÖRR untergräbt

Nach dem X-Post des Journalisten hat sich Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk gewandt. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut

von Felix Schotland  07.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 07.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 07.08.2026

Benjamin Netanjahu

Meinung

Nicht wegen des Krieges: Warum Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirklich zurücktreten sollte

von Roman Haller  07.08.2026

Thailand

Israelische Mutter und Tochter nach Angriff im Krankenhaus

Die Touristinnen wurden auf der Insel Koh Phangan von einem Mann attackiert, der zuvor Israels Vorgehen im Gazastreifen kritisiert hatte. Eines der Opfer erlitt eine Gehirnblutung

 07.08.2026

Washington/Rom

USA: Annäherung bei Gesprächen zwischen Libanon und Israel

Man sei sich »nun deutlich näher« bei der Frage, was getan werden müsse, um die sogenannten Pilotzonen weiterzuführen und auszubauen, sagt ein Sprecher des US-Außenministeriums

 07.08.2026

Westjordanland

Mutter und Sohn entgehen Lynchversuch nach Irrfahrt in Dschenin

»Dutzende Araber versuchten, die Türen zu öffnen, warfen Steine auf uns und versuchten, uns anzuhalten«, sagt die Frau

 07.08.2026

Nahost

UNICEF-Erhebung: Kaum Mangelernährung bei Kindern in Gaza

»Im Gazastreifen herrscht keine Hungersnot«, heißt es im israelischen Außenministerium. Dies sei das eindeutige Ergebnis

 07.08.2026