Knesset

Weiterer Austritt von Abgeordneter

Ghaida Rinawi Suabi von der Meretz-Partei erklärte am Donnerstag ihren Austritt aus der Koalition. Foto: Flash90

Neuer Rückschlag für Israels Acht-Parteien-Regierung: Eine Abgeordnete der linksliberalen Meretz-Partei hat am Donnerstag ihren Austritt aus der Koalition verkündet. Damit verfügt die Regierung von Ministerpräsident Naftali Bennett nur noch über eine Minderheit von 59 der 120 Sitze im Parlament. Die von Ex-Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte Opposition könnte theoretisch eine Auflösung des Parlaments und eine Neuwahl bewirken.

Die Abgeordnete Ghaida Rinawi Suabi begründete ihren Schritt unter anderem mit dem Vorgehen der israelischen Polizei bei jüngsten Konfrontationen auf dem Tempelberg in Jerusalem. Auch Polizeigewalt bei der Beerdigung einer getöteten Reporterin des TV-Senders Al Jazeera am Freitag in Jerusalem habe sie erschüttert, schrieb sie in ihrem Rücktrittsbrief. »Ich kann nicht weiter die Existenz einer solchen Koalition unterstützen, die auf so beschämende Weise die Gesellschaft schikaniert, aus der ich stamme«, schrieb die arabische Abgeordnete.

misstrauensvoten Bennetts Acht-Parteien-Koalition hatte im vergangenen Monat bereits ihre hauchdünne Mehrheit in der Knesset verloren, weil eine Abgeordnete der Regierungspartei Jamina austrat. Sie überstand dennoch zwei Misstrauensvoten.

Am kommenden Mittwoch könnte die Opposition ein Gesetz zur Auflösung des Parlaments einbringen. Sollte sie scheitern, wäre der Vorstoß allerdings für ein halbes Jahr blockiert. Auch bei einem Erfolg wären noch drei weitere Lesungen notwendig, bei denen die Opposition die Stimmen von mindestens 61 der 120 Abgeordneten braucht.

Die Regierung Bennetts war Mitte Juni vergangenen Jahres vereidigt worden. Damit fand die politische Dauerkrise in Israel mit vier Wahlen binnen zwei Jahren ihr vorläufiges Ende. Die Koalition wurde von insgesamt acht Parteien vom rechten bis zum linken Spektrum getragen – darunter erstmals eine arabische Partei.

Wegen der Konfrontationen israelischer Sicherheitskräfte mit Palästinensern auf dem Tempelberg hatte die arabische Raam-Partei ihre Mitgliedschaft in der Koalition im vergangenen Monat vorübergehend ausgesetzt. dpa

Beit Lid

Nach Festnahme eines Wehrdienst-Verweigerers: Tausende Haredim demonstrieren

Einzelne Teilnehmer versuchten, einen Zaun vor dem Gefängnis niederzureißen

 21.07.2026

Flugverkehr

Wegen des Krieges: Dutzende Flugausfälle pro Tag möglich

Die Amerikaner wollen weitere fliegende Tanker schicken. Die Konsequenzen: Tausende Passagiere pro Tag könnten ohne Flugverbindung dastehen

 21.07.2026

Photo by Al-Aqsa TV/UPI Photo via Newscom picture alliance

Gaza

Khalil al-Hayya wird neuer Hamas-Führer

Knapp zwei Jahre nach der Tötung ihres Anführers Yahya Sinwar durch die israelische Armee hat die radikalislamistische Hamas mit Khalil al-Hayya offenbar einen neuen Chef

 20.07.2026

Tel Aviv

Zamir warnt Iran vor Angriffen auf Israel

»Wir werden mit großer Stärke gegen jeden vorgehen, der uns schadet«, sagt der Generalstabschef, nachdem Trümmer einer iranischen Rakete auf Israel niedergegangen sind

 20.07.2026

Protest

Minister und Aktivisten demonstrieren für Wiederaufbau von Siedlungen in Gaza

Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir setzt sich seit Jahren für israelische Siedlungen im gesamten Gazastreifen ein. Premier Netanjahu lehnt das ab

 20.07.2026

Berlin

Humboldt-Universität will weiter mit Israel kooperieren

Die Berliner Humboldt-Universität ist gegen einen Boykott israelischer Hochschulen. Das Studierendenparlament hatte zuletzt einen Abbruch der Beziehungen gefordert

 20.07.2026

7. Oktober

»Die Ärzte beschlossen, ihn zu erschießen«

Hanan Yablonka wurde von Hamas-Terroristen in den Gazastreifen entführt und getötet. Nun hat erstmals seine Schwester Avivit Yablonka Abady über Hanans letzte Minuten gesprochen

 20.07.2026

Ben-Gurion-Flughafen

Randale an Bord: Drei Israelis in Lufthansa-Maschine festgenommen

Die Polizei muss Gewalt anwenden, da die Passagiere keine Einsicht zeigen und Beamte angreifen

 20.07.2026

Ulaanbaatar

Angriff auf israelische Touristen in der Mongolei

Während der Attacke riefen die Angreifer »Heil Hitler« und »Verschwindet von hier«

 20.07.2026