Wein
Die Jesreel-Ebene im Norden Israels ist bei der jährlichen »Iter Vitis«-Preisverleihung im kroatischen Ilok mit der Auszeichnung für den »besten resilienten Weintourismus« geehrt worden. Der internationale Preis würdigt das Engagement der Region, ihre Weinkultur auch in herausfordernden Zeiten zu bewahren und weiterzuentwickeln. Im Zentrum steht ein Zusammenschluss von 18 lokalen Weingütern. Besonders vorteilhaft für den Tourismus rund um den »guten Tropfen« seien die neu geschaffenen Anbaugebiete und die Weinschule in Zippori. Mit dem digitalen Pass »Yisreel Valley« können Besucher Weinverkostungen mit Ausflügen zu Bio-Bauernhöfen, Kunsthandwerkswerkstätten und historischen Stätten der Gegend verbinden.
Stadt
Die Weiße Stadt soll moderner werden – und dabei ihren alten Charme behalten. Der Planungs- und Bauausschuss von Tel Aviv hat einen Erneuerungsplan für verschiedene Viertel genehmigt. Damit ist der Weg für knapp 14.000 neue Wohnungen frei. Das Wohnraumpotenzial in dem betreffenden Gebiet wird nach Ende der Bauzeit statt derzeit 21.600 Einheiten 35.485 betragen. In dem Plan heißt es, dass bestehende Gebäude erweitert oder abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden sollen. Denkmalgeschützte und als erhaltenswert eingestufte Gebäude sind davon jedoch ausgenommen.
Börse
Die Unsicherheit nach der Parlamentswahl von vergangener Woche zeigt sich nicht nur in der Bevölkerung des Landes: Auch die israelische Börse bekommt die komplizierte Lage zu spüren. Die Indizes färbten sich rot, einige verzeichneten einen ihrer schlechtesten Handelstage seit Monaten oder gar Jahren. Alle Gewinne, die seit Anfang Oktober eingefahren worden waren, verschwanden mit einem Mal. Gleichzeitig schnellte der lokale Volatilitätsindex, der anzeigt, wie unsicher die Lage ist, um 30 Prozent nach oben. Auch langfristige Staatsanleihen erlitten deutliche Verluste. Börsenchef Itai Ben-Zeev schrieb einen offenen Brief an die Chefs der politischen Lager, in dem er sie aufforderte, für Stabilität zu sorgen und eine breite Einheitsregierung zu schaffen.
Studie
Die Universität Tel Aviv (TAU) hat über zehn Jahre lang mehr als eine Million Prognosen auf vier großen Vorhersageplattformen untersucht. Dabei kam sie zu dem Ergebnis, dass die sogenannten Prognosemärkte, bei denen man Geld darauf wettet, was geschehen könnte oder nicht, »bemerkenswert gut kalibriert« seien. So traten Ereignisse, denen eine Wahrscheinlichkeit von 70 Prozent zugeschrieben wurde, tatsächlich in etwa 70 Prozent der Fälle ein. Allerdings hätten die Wettenden bei Konflikten, Geopolitik und Technologie oft überschätzt, wie wahrscheinlich ein Ereignis eintreten würde. Die Prognosen würden jedoch im Laufe der Zeit präziser. Die Studie resümiert, dass kollektive Prognosen wertvolle Hinweise auf die Zukunft liefern können – sofern ihre Schwächen berücksichtigt werden.
Derby
Jedes Mal, wenn die beiden städtischen Basketballklubs gegeneinander antreten, ist die Spannung in der Stadt groß. Jetzt trafen Hapoel Tel Aviv und Maccabi Tel Aviv wieder in einem Derby aufeinander. Die Roten von Hapoel gewannen dabei deutlich mit 105:87 Punkten. Sie ließen dem Erzrivalen kaum eine Chance. Bester Spieler war Vasilije Micic, der acht Dreipunktewürfe versenkte und damit 31 Punkte holte. Auch Antonio Blakeney überzeugte mit zahlreichen Treffern, während Tai Odiase unter dem Korb das Spiel kontrollierte. Tamir Blatt, der früher für Maccabi spielte, steuerte ebenfalls zum Erfolg der Mannschaft von Trainer Dimitrios Itoudis bei.