Hitzewelle

Waldbrände in Israel

Waldbrände wie dieser sind am Montag in Israel ausgebrochen. Foto: Flash90

Am Montag brachen im Norden des Landes und um Jerusalem mehrere Brände aus. Die Feuerwehr versucht derzeit mit Dutzenden von Teams und vier Helikoptern, sie aus der Luft unter Kontrolle zu bringen.

Eines der Feuer tobt nahe der arabischen Großstadt Um-Al-Fachem im Ara-Tal. Die Sicherheitskräfte erklärten zwar, dass die Flammen momentan weder Häuser noch eine in der Umgebung liegende Bergbau-Firma bedrohen, doch die Feuerwehr befindet sich ständig in höchster Alarmbereitschaft.

Durch Bränder in der Nähe Jerusalems musste kurzfristig die Autobahn Nummer eins, die die Hauptstadt mit dem Zentrum verbindet, geschlossen werden. Das Feuer brach in Lifta unweit des Eingangs der Stadt aus. Die Einsatzkräfte mussten auch in Ein Sivan in den Golanhöhen, in Safed in Obergaliläa sowie in der Region von Beit Schean und anderen Gegenden anrücken. Offene Feuer sind in diesen Tagen im ganzen Land verboten, da die starken Winde die Funken sofort weiter tragen und neue Brände entfachen würden.

Jerusalem Im Frühsommer des vergangenen Jahres hatte eine Serie von Bränden in den trockenen Wäldern um Jerusalem einige Häuser in Schutt und Asche gelegt, mehrere Menschen mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Auch die medizinischen Dienste sind auf die Auswirkungen der Hitzewelle vorbereitet. In Radiodurchsagen warnte Magen David Adom, sich am Montag und Dienstag nicht in der prallen Sonne aufzuhalten und ausreichend zu trinken, um einen Hitzschlag zu vermeiden. Der nationale Stromversorger stellt sich auf einen extremen Verbrauch ein, da die meisten Menschen in Israel heute die Klimaanlagen einschalten werden.

Der Höhepunkt der Hitze soll am Dienstag erreicht werden. In Eilat werden dann 42 Grad erwartet, in Tel Aviv 38 und in Beer Sheva sowie am Toten Meer 41 Grad Celsius. Allein in Jerusalem werden die Tage mit 33 bis 34 Grad ein wenig angenehmer.

Am Donnerstag dann soll sich das Wetter wieder der Saison anpassen und die Temperaturen werden sich im oberen 20-Grad-Celsius-Bereich einpendeln.

Jerusalem

Großeltern umgebettet: Theodor Herzls letzter Wille ist erfüllt

Die Überreste von Schimon und Rikva Herzl, Vorfahren väterlicherseits des Zionismus-Begründers und prägende Gestalten in Theodor Herzls Jugend, wurden von Serbien nach Israel überführt und auf dem Herzlberg beigesetzt

 06.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 06.08.2026

Gaza

IDF-Chef Zamir: Jeder Verantwortliche für die Massaker vom 7. Oktober wird zur Rechenschaft gezogen

Die Jagd auf die beteiligten Terroristen sei »eine dauerhafte und fortlaufende Aufgabe, die das Kommando mit großem Erfolg erfüllt«, sagt der Generalstabschef

 06.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 06.08.2026

Gesellschaft

Misstrauen vor der Wahl

72 Prozent der jüdischen Israelis fürchten, dass die Parlamentswahl im Oktober beeinträchtigt werden könnte

von Sabine Brandes  06.08.2026

Magdeburg/Halle

Schulze: Hallervorden-Auftritt steht für Meinungsfreiheit

Der Komiker verbreitet Verschwörungstheorien über Israel und relativiert Russlands Angriffskrieg auf die Ukraine

 06.08.2026

Medien

Wo steckt die palästinensische Opposition?

Zwei taz-Essays erzählen eindringlich von palästinensischer und muslimischer Entfremdung in Deutschland. Sie lassen zugleich einen entscheidenden blinden Fleck im Nahostkonflikts unerwähnt

von Leeor Engländer  06.08.2026

Wahlkampf

Who’s who in Jerusalem?

Israels Parteien buhlen nicht nur um potenzielle Wähler, sondern auch um mögliche Bündnisse

von Sabine Brandes  06.08.2026

Jerusalem

Ehemalige Likud-Politiker Erdan und Edelstein gründen neue Partei

Eine konservative Alternative zu Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollen die Gründer bieten. Haben sie Chancen auf Erfolg?

 06.08.2026