Doha

Mossad-Chef verhandelt in Katar über Feuerpause und Geiseln

Mossad-Direktor David Barnea Foto: copyright (c) Flash90 2023

Neue Verhandlungen über eine Feuerpause im Gaza-Krieg und die Freilassung weiterer Geiseln haben am Montag in Katar begonnen. Der israelische TV-Sender N12 berichtete, der Chef des Mossad, David Barnea, sei in dem Emirat mit Vermittlern zusammengetroffen.

Das israelische Sicherheitskabinett hatte am späten Sonntagabend die Abreise einer Delegation unter Leitung Barneas in den Golfstaat genehmigt. In der dortigen Hauptstadt Doha bemühen sich die Vermittler Katar, Ägypten und die USA, die zuletzt ins Stocken geratenen Gespräche über eine vorläufige Waffenruhe und einen Austausch von israelischen Geiseln gegen palästinensische Häftlinge voranzubringen.

Die palästinensische Terrororganisation Hamas hatte den Vermittlern kürzlich einen neuen Vorschlag vorgelegt. Darin verlangt die Hamas nicht mehr, dass Israel den von ihr selbst begonnenen Krieg beendet, bevor die ersten Geiseln gegen palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen ausgetauscht werden.

Zwei Phasen

Dem Vorschlag zufolge würden die Terroristen eine nicht nur vorübergehende Einstellung der Kampfhandlungen durch Israel erst zur Voraussetzung für eine zweite Phase der Geiselfreilassungen machen. Damit näherte sich die Hamas den Inhalten eines mehrstufigen Plans an, den die Vermittler vor mehreren Wochen vorgelegt hatten und den Israel akzeptiert hatte.

Weil sich die Hamas nun etwas bewegt hat, ist Israel bereit, erstmals seit zwei Wochen wieder an den indirekt geführten Vermittlungsgesprächen in Katar teilzunehmen. Direkte Verhandlungen zwischen der Hamas und Israel, dem Staat, den die Terrorgruppe erklärtermaßen vernichten will, gibt es nicht.

Israel spricht weiter von unrealistischen Forderungen der Hamas. Das israelische Fernsehen berichtete, man gehe davon aus, dass die Gespräche mindestens zwei Wochen lang andauern könnten. dpa/ja

Israel

Schönheit mit Narben

Designer entwerfen Kleidung für kriegsversehrte Soldaten, um im öffentlichen Raum auf ihre Schicksale aufmerksam zu machen. Zu Besuch bei einer Modenschau in Tel Aviv

von Sabine Brandes  23.06.2026

Terrorgefahr

Schin Bet warnt vor möglichem Angriff auf Eilat im Stil des 7. Oktobers 

Der Chef des Inlandsgeheimdienstes soll führende Mitarbeiter der Behörde angewiesen haben, mögliche Angriffsszenarien für die Hafenstadt im Süden zu untersuchen

 23.06.2026

Kommentar

Wer kann das noch ernst nehmen?

Immer mehr zeigt sich: Anmoderation und Exekution von Unwahrheiten und falschen Fakten vor einem Millionenpublikum sind kein ärgerlicher Ausrutscher, sondern gezielte Agitation

von Daniel Killy  23.06.2026

Jerusalem

Israel-Libanon-Gespräche: Netanjahu kündigt Verbleib der Armee im Südlibanon an

»Die IDF wird weiterhin entschlossen handeln, um Bedrohungen für unsere Soldaten und Zivilisten abzuwehren«, sagt die israelische Regierung

 23.06.2026

Jerusalem

Netanjahu: Israel hat iranische Bombe verhindert

Israels Premier bezeichnete den Angriff auf den Iran als »größte Luftoperation« in der Geschichte des Landes

 22.06.2026

Bildung

Israel setzt auf Künstliche Intelligenz im Englischunterricht

Der Start des Programms fällt in eine Phase, in der die Schulen des jüdischen Staates mit erheblichen Problemen beim Sprachenunterricht kämpfen

 22.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  22.06.2026

Süd-Libanon

Israelische Armee entdeckt Hisbollah-Tunnel mit Raketenstellungen

IDF: Die Raketenschächte sind durch Luftangriffe nur sehr schwer oder gar nicht zerstörbar

 22.06.2026

Absichtserklärung

Trumps Frieden – Irans Sieg

Während der US-Präsident das Memorandum mit Teheran als Durchbruch feiert, warnen Experten in Israel vor Zugeständnissen bei der Atomfrage und im Libanon

von Sabine Brandes  21.06.2026