Klima

Unerträgliche Temperaturen

Willkommene Erfrischung im Brunnen: Erst für Donnerstag ist Abkühlung vorausgesagt. Foto: Flash90

Ganz Israel stöhnt und schwitzt. Eine erneute Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Einzig Klimaanlagen und Schwimmbäder bringen derzeit die dringend benötigte Abkühlung.

Am Montagnachmittag werden die Temperaturen im Jordantal, im Südosten des Landes, unglaubliche 48 Grad erreichen. In der vergangenen Woche starben bereits zwei Menschen an einem Hitzeschlag.

Ein Kleinkind, das mit seinen Eltern im Hula-Tal wandern war, wurde mit einer Körpertemperatur von 42 Grad ins Krankenhaus eingeliefert. Wenige Tage darauf verstarb es. In der Jerusalemer Altstadt brach ein 18-jähriger Soldat in der Sommerhitze zusammen und verstarb.

Abkühlung
Der August ist in Israel generell heiß. Doch so ein Sommerwetter hat das Land selten erlebt. Sogar das meteorologische Institut vermeldete für die kommenden Tage »unerträgliche Temperaturen«. Dies ist bereits die dritte Hitzewelle, die den Nahen Osten in diesem Sommer überrollt. Erst am Donnerstag soll es etwas Abkühlung geben.

Die Rettungsdienste rufen die Bevölkerung im Radio und Fernsehen immer wieder dazu auf, sich so wenig wie möglich im Freien aufzuhalten und wenn, dann im Schatten. Besonders chronisch Kranke und kleine Kinder seien durch Sonnenstich, Hitzschag oder Dehydrierung gefährdet. Daher ist ausreichendes Trinken ist ein Muss.

44 Grad In vielen Gegenden überschritt das Quecksilber die 40-Grad-Marke. Im Kibbutz Sde Eliyahu im Norden des Landes wurden 44 Grad im Schatten gemessen. Beer Schewa erreichte 42 Grad, Tiberias und Jerusalem immerhin über 37. Doch durch die extreme Luftfeuchtigkeit – bis zu 75 Prozent – fühlt es sich sogar um noch einige Grade heißer an.

Sogar das Meer bringe, wie Meteorologen berichten, mit einer Wassertemperatur von bis zu 31 Grad nur noch mäßige Abkühlung. Doch nicht nur in Israel ist es extrem heiß. Die gesamte Region leidet derzeit unter dem Wetter. In Ägypten starben bereits mehr als 90 vor allem ältere und kranke Menschen.

Standpunkt

Die Militäroperation gegen das Mullah-Regime ist die Chance für den Nahen und Mittleren Osten

Ein Gastbeitrag von Roderich Kiesewetter, Bundestagsabgeordneter (CDU) und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses

von Roderich Kiesewetter  31.03.2026

Krieg

Israel geht von Sturz der iranischen Führung aus

Vom Iran geht laut Israels Regierungschef Netanjahu derzeit keine existenzielle Bedrohung mehr für Israel aus. Er sagt, Irans Führung sei »schwächer denn je«

 31.03.2026

Faktencheck

Gerüchte über Netanjahus Tod werden unbelegt verbreitet

Im Iran-Krieg wird immer wieder behauptet, der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu sei tot. Aktuelle Videos von ihm sollen KI-generiert sein. Doch dafür gibt es keinen Beleg

 31.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  31.03.2026

Meinung

Nein, und nochmals nein!

Der rechtsextreme Minister Itamar Ben-Gvir sagt, das Gesetz zur Todesstrafe werde dem Volk Israel »den Stolz zurückbringen«. Dabei steht es im Widerspruch zu fundamentalen Werten des Judentums

von Esther Schapira  31.03.2026

Libanon

Zerstörung von Grenzdörfern soll Bedrohung durch Terror beenden

Israels Verteidigungsminister Katz kündigt drastische Maßnahmen im Süden des nördlichen Nachbarlandes an. Von dort aus erfolgen seit Jahren Angriffe der Hisbollah

 31.03.2026

Israel

Übergriff, Löwen, Haushalt

Kurznachrichten

von Sabine Brandes  31.03.2026

Knesset-Beschluss

Reaktionen auf das Gesetz zur Todesstrafe

Rechte israelische Politiker feiern und die USA respektieren die Entscheidung. Scharfe Kritik kommt von Teilen der Opposition in Jerusalem und aus Europa

 31.03.2026

Israel

»Hoffentlich der letzte Krieg«

Der militärische Konflikt mit dem Iran dauert an. Wir haben nachgefragt, wie Israelis diese schwierige Zeit zu Pessach erleben

von Sabine Brandes  31.03.2026