Pandemie

Und sie wirkt doch!

Kleiner Piks, große Wirkung Foto: imago images/Addictive Stock

Ob erster, zweiter oder dritter Piks: In der Corona-Pandemie war Israel stets Vorreiter, wenn es um die Immunisierung und ihre wissenschaftliche Evaluierung ging. Das gilt auch für die vierte Impfung. Dabei fielen einige israelische Studienergebnisse zunächst nicht besonders vielversprechend aus. Demnach erhöhte der zweite Booster die Anzahl der Antikörper gegen das Coronavirus nur geringfügig im Vergleich zum ersten.

Auf Grundlage dieser Studie von Mitte Februar twitterte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, mit Bezug auf die vierte Impfung: »Wenig Nutzen zur aktuellen Zeit mit aktuellem Impfstoff!« Dem schloss sich auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an und sah vorerst wenig, das für eine vierte Impfung für alle sprach.

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Dabei existierte zu diesem Zeitpunkt eine weitere israelische Studie, der zufolge der zweite Booster sehr wohl einen deutlich besseren Schutz gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 biete. Demnach erkrankten von den etwa eine Million Israelis, die bei der Studie berücksichtigt wurden, diejenigen mit einer vierten Impfung dreimal seltener schwer als diejenigen, die lediglich dreimal geimpft waren. Als Preprint hatte das israelische Gesundheitsministerium diese Zahlen bereits Ende Januar veröffentlicht.

Seit Februar empfiehlt auch in Deutschland die Ständige Impfkommission (STIKO) eine vierte Impfung für bestimmte Gruppen, darunter Menschen über 70 und Angestellte im Gesundheitssektor.  Grundlage dieser Entscheidung waren unter anderem die Zahlen aus Israel. Geht es in absehbarer Zeit verstärkt um die Frage einer vierten Impfung für alle Bevölkerungsgruppen, wird man auf der Suche nach einer Antwort sicherlich wieder auf den jüdischen Staat schauen.

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