Jom Hasikaron

Trauer im Land

Israel gedenkt der Opfer von Krieg und Terror. Foto: Flash 90

Wenn am Sonntagabend um 20 Uhr die Sirenen ertönen und das ganze Land für eine Minute stillsteht, legt sich für die nächsten 24 Stunden eine Trauer über Israel. Es ist der Beginn von Jom Hasikaron, an dem Israel der gefallenen Soldaten und der Opfer des Terrors gedenkt. Und selbst in einer feierlustigen Stadt wie Tel Aviv schließen an diesem Abend Cafés, Bars und Läden.

Hunderttausende besuchen die zahlreichen großen Gedenkveranstaltungen in den Städten und gehen am nächsten Tag auf die Friedhöfe. Dann ertönen die Sirenen noch einmal, um 11 Uhr, für zwei Minuten. Danach finden weitere offizielle Gedenkzeremonien statt, unter anderen auf dem Herzlberg.

Zusammenhalt Andere trauern im Privaten, besuchen Familienangehörige und Freunde, die Söhne, Töchter, Partner, Eltern oder Geschwister verloren haben. Eines wird an diesem Tag besonders deutlich: Der Zusammenhalt und die starke Gemeinschaft in Israel. Fast jeder kennt jemanden, der einen Menschen verloren hat, und teilt den Schmerz des anderen.

Mehr als 9000 Eltern haben seit Staatsgründung ein Kind im Einsatz oder in einer Terrorattacke verloren. Seit dem Beginn der modernen jüdischen Bewegung in Israel im Jahr 1860 sind mehr als 23.500 Soldaten, Polizisten und andere Sicherheitsleute ums Leben gekommen.

Seit der Staatsgründung wurden über 3000 Menschen Opfer von Terrorangriffen. Im vergangenen Jahr starben 97 Soldaten und Offiziere der israelischen Sicherheitskräfte.

Beit Zazir

Herzog weist Trumps Angriffe zurück: Israels Souveränität »nicht zu verkaufen«

Der israelische Präsident spricht von einem »unverhohlenen Angriff auf die Symbole der Staatsführung« seines Landes

 13.03.2026

Alltag im Krieg

Mitgehört im Bunker ...

Schlaflos in Tel Aviv: Iranische Raketen halten in den Nächten die Israelis wach

von Sabine Brandes  13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: Kriegsziel ist Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme

An die Iraner gerichtet sagt der Ministerpräsident, Israel versuche, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen selbst gegen die Führung in Teheran vorgehen könnten

 13.03.2026

Jerusalem

Israel sieht erste Risse in iranischer Führung

Israels Außenminister: Es gibt bereits Anzeichen für Differenzen zwischen politischen Entscheidungsträgern und militärischen Verantwortlichen in Teheran

 13.03.2026

Nahost

Iranische Zivilisten schicken Israel Hinweise auf Regime-Ziele

Menschen im Iran informieren die israelischen Streitkräfte über Einrichtungen des Regimes. Die Angaben werden geprüft und führen dann zu Angriffen

 13.03.2026

Israel

Hamas-Terrorist misshandelt? Anklage gegen fünf Reservisten fallengelassen

Den fünf Männern wurde vorgeworfen, im berüchtigten Militärgefängnis Sde Teiman einen Terroristen so stark sexuell misshandelt zu haben, dass dieser ins Krankenhaus gebracht werden musste

 12.03.2026

Iran-Krieg

Israel ruft Bewohner des Südlibanons zur Flucht auf

Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah spitzt sich weiter zu: Die israelische Armee weitet ihren Evakuierungsaufruf für den Süden des Nachbarlandes aus

 12.03.2026