Israel

Tragödie in Jerusalem

Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle im Jerusalemer Stadtteil Gilo Foto: Flash 90

Noch ist nicht klar, was genau die Tragödie ausgelöst hat. Doch fest steht, dass durch die Explosion eines Gastanks zum Kochen in der vergangenen Nacht drei Menschen starben und elf weitere verletzt wurden. Bei den Toten handelt es sich um ein 30 Jahre altes Ehepaar und sein zweijähriges Kleinkind. Der Techniker, der am Tag zuvor in dem Haus Arbeiten vorgenommen hatte, ist unter dem Verdacht der kriminellen Fahrlässigkeit festgenommen worden.

Eine der Verletzten, eine 60-jährige Frau, hat bei dem Unfall schwere Verletzungen davongetragen, die anderen mittelschwere bis leichte. Die enorme Explosion gegen ein Uhr nachts sei im gesamten Jerusalemer Süden zu hören gewesen, wurde im Anschluss berichtet.

Knall Manche glaubten, es habe sich um eine Rakete aus Gaza gehandelt, sagten Bewohner am Morgen darauf im Armeeradio. »Es war ein riesiger Knall, der mich aus dem Schlaf gerissen hat. Ich dachte sofort, die Hamas beschießt uns wieder«, so ein Mann, der in der Nähe es Unglücksortes wohnt.

Gegen ein Uhr nachts wurden Polizei und Feuerwehr in die Schabtai-Hanegbi-Straße im Süden der Stadt gerufen, nachdem es einen ohrenbetäubenden Knall gegeben hatte. Bei ihrer Ankunft stand das vierstöckige Haus bereits in Flammen, Verletzte Menschen lagen auf der Straße. Einige Bewohner waren in ihren Wohnungen eingesperrt, mussten mithilfe der Feuerwehrleute befreit werden. Die dreiköpfige Familie konnte nur noch tot geborgen werden.

In Israel wird überwiegend mit Gas gekocht. Nicht selten sind die Leitungen an den Häusern für jedermann zugänglich und manchmal wenig fachmännisch verlegt. Die Ermittler vermuten, dass der Angestellte der Gasgesellschaft am Sonntag fahrlässig gehandelt habe, als er Arbeiten an den Kochtanks erledigte. Sie gehen davon aus, dass die Explosion Folge von ausgetretenem Gas war.

Kommentar

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