Israel

Tel Aviv erinnert an Rabin-Mord

Foto: Flash 90

Tausende Israelis haben in Tel Aviv an die Ermordung des früheren Ministerpräsidenten Izchak Rabin erinnert. Unter dem Motto »Ja zu Frieden, Nein zu Gewalt« versammelten sich die Menschen am Samstagabend auf dem zentralen Rabin-Platz.

Ein jüdischer Fanatiker hatte Rabin auf dem heutigen Rabin-Platz am 4. November 1995 nach einer Friedenskundgebung erschossen. Die Veranstaltung damals fand unter dem gleichen Leitspruch »Ja zu Frieden, Nein zu Gewalt« statt.

APPELL »Die Hetze erhebt wieder ihr hässliches Haupt«, sagte Ex-Militärchef Benny Gantz vom oppositionellen Mitte-Links-Bündnis laut dem israelischen Militärradio. Er versprach: »Die Kinder Israels werden nicht mehr in einem Land aufwachsen, dessen Anführer sich dem Hass widmen.«

Dem Mord an Rabin war damals massive Hetze gegen den Regierungschef vorangegangen. Auch dem heutigen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu wird vorgeworfen, damals zu dem politischen Klima beigetragen zu haben, in dem der Mord erst möglich wurde.

Israel befindet sich zurzeit in einer schweren politischen Krise. Im September hatten die Bürger ein neues Parlament gewählt, es war bereits die zweite Wahl innerhalb von rund fünf Monaten. Gantz hat nun den Auftrag zur Regierungsbildung. Zuvor war Premier Netanjahu bei dem Versuch gescheitert, eine Koalition zu formen.  dpa/ja

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Beitrag für Yad Vashem

Die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel erinnert an die von den Nationalsozialisten ermordeten Juden. Die Bundesrepublik will sich künftig verstärkt an der Finanzierung beteiligen

 07.07.2026

Schweiz

Ein Jahr Gefängnis für jugendlichen Täter

Der Schweizer mit tunesischen Wurzeln hatte am 2. März 2024 auf der Straße einen orthodoxen Juden niedergestochen. Am Dienstag wurde der 17-Jährige verurteilt

von Nicole Dreyfus  07.07.2026

Humantitäre Hilfe

IDF arbeitet mit an Venezuelas Wiederaufbau

Nach den verheerenden Erdbeben entwickelt eine IDF-Delegation mit der Übergangsregierung einen Plan für die zerstörten Regionen. Oberrabbiner Cohen hofft, dass die humanitäre Operation ein erster Schritt zur Wiederaufnahme der Beziehungen zwischen Caracas und Jerusalem sein könnten

von Sabine Brandes  07.07.2026

Jerusalem

Deutschland verfünffacht Unterstützung für Yad Vashem

Außenminister Wadephul und sein israelischer Amtskollege Sa’ar haben auf einer gemeinsamen Pressekonferenz einen Ausbau der Förderung für die israelische Holocaust-Gedenkstätte angekündigt. In den Fragen zu Iran und Libanon herrschte Einigkeit, beim Westjordanland nicht

von Sabine Brandes  07.07.2026

Türkei

Netanjahu warnt die USA vor einem Kampfjet-Deal mit der Türkei

Israel sieht das Gleichgewicht im Nahen Osten gefährdet, sollte es zu einem Deal zwischen der Türkei und den USA kommen

 07.07.2026

Interview

»Ich würde gerne mit Benjamin Netanjahu sprechen«

Der umstrittene Podcaster Ben Berndt schreibt Mediengeschichte. Sein YouTube-Format »Ungeskriptet« erreicht Millionen. Ein Gespräch

von Sven Gösmann, Stella Venohr  07.07.2026

Jerusalem

»Antisemitische Hetze« und »Aufruf zum Völkermord«: Streit zwischen Israel und Türkei eskaliert

Türkeis Außenminister hatte Israel als Problem für die Menschheit bezeichnet, das nicht länger ertragen werden könne

 07.07.2026

USA

Wie Ägyptens Nationaltrainer bei der Fußball-WM Lügen über Israel verbreitet

Politische Botschaften sind während des Turniers eigentlich verboten. Ägyptens Trainer lässt sich davon nicht beeindrucken

 07.07.2026 Aktualisiert

Hintergrund

UNRWA: Die Rosa-Luxemburg-Stiftung und die Israel-Lobby

Eine neue Studie der linksparteinahen Stiftung präsentiert jüdische und pro-israelische Organisationen in Deutschland pauschal als Sprachrohre der Regierung in Jerusalem

von Michael Thaidigsmann  06.07.2026