Nahost

Syrien bestätigt Beschuss Israels

Blick nach Syrien: IDF-Generalstabschef Benny Gantz schaut auf die andere Seite. Foto: Flash 90

Zum ersten Mal hat die syrische Regierung die Verantwortung für den Beschuss israelischer Ziele übernommen. Am Dienstag hatte eine syrische Position Soldaten der israelischen Armee beschossen, die im Grenzgebiet der Golanhöhen im Norden des Landes patrouillierten. Noch-Präsident Baschar al-Assad bestätigte den Angriff. Es wurde niemand verletzt, jedoch ein Militärjeep beschädigt.

Es ist bereits der dritte Beschuss dieser Art innerhalb einer Woche. Zuvor war angenommen worden, es handele sich um verirrte Schüsse aus den Kämpfen zwischen Regierungstruppen und Rebellen beim Nachbarn. Doch nun zeigt sich offenbar ein anderes Bild. Nach offiziellen Angaben der israelischen Armee (IDF) wurde dreimal geschossen, dann zerstörte Israel die Position jenseits der Grenze.

Instabil »Wir werden es nicht erlauben, dass die Golanhöhen ein leichtes Ziel für syrische Attacken werden«, erklärte Armeechef Benny Gantz im Anschluss. »Wenn Assad das versucht, wird er die Konsequenzen zu spüren bekommen. Ich bin kein kriegerischer Mensch, doch die Lage in den Golanhöhen wird zusehends instabil.«

Das syrische Staatsfernsehen berichtete zudem, dass ein israelisches Militärfahrzeug in die Luft gesprengt wurde, in dem sich eine Person befunden haben soll. Die IDF jedoch betonte, dass nichts dergleichen stattgefunden habe und der Vorfall von Syrien erfunden wurde.

Trotz der beunruhigenden Nachrichten aus dem Norden will Verteidigungsminister Mosche Yaalon von einer Eskalation der Lage nichts wissen. »Unsere Position ist klar. Wir mischen uns nicht in syrische Angelegenheiten oder den Bürgerkrieg ein. Doch für den Golan gilt, dass wir jetzt und auch in Zukunft keinen Beschuss unseres Territoriums aus Syrien zulassen.«

Westjordanland/Gaza

Umfrage: Unterstützung für Hamas in Gaza sinkt weiter

Eine palästinensische Studie zeigt wachsende Distanz zu der Terrororganisation und mehr Unterstützung für eine Zwei-Staaten-Lösung. Eine große Mehrheit lehnt die Entwaffnung vor einem israelischen Rückzug ab

von Sabine Brandes  15.10.2026

Bericht

Netanjahu soll Trump zu Iran-Angriff vor der Wahl gedrängt haben

Der israelische Premier hat angeblich den US-Präsidenten gebeten, den Krieg vor den Wahlen wieder aufzunehmen. In Washington sieht man dabei auch innenpolitisches Kalkül

von Sabine Brandes  15.10.2026

Israel

Vor Schicksalswahl: Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten

Ex-Generalstabschef Eisenkot wirft Benjamin Netanjahu vor, die Kriegsziele im Gazastreifen verfehlt zu haben. Sollte er Regierungschef werden, kündigt er einen klaren Zeitplan an

 15.10.2026

Untersuchung

ADL: Manipulierte Wikipedia-Einträge über Israel immer noch nicht korrigiert

Die Anti-Defamation League wirft den Betreibern der Online-Enzyklopädie vor, zu wenig gegen die Manipulation von Einträgen zu unternehmen, die sich mit Themen wie dem Nahostkonflikt und dem 7. Oktober befassen

 15.10.2026

Wirtschaft

Käsekrise

Was nach einem Lieferengpass im Supermarkt aussieht, steht für ein großes Problem. Weil ausländische Techniker Israel meiden, stehen immer häufiger Maschinen still

von Sabine Brandes  15.10.2026

Diplomatie

Kolumbien verlegt Botschaft nach Jerusalem

Unter dem linken Präsidenten Petro brach Kolumbien die diplomatischen Beziehungen zu Israel ab. Nun schlägt die neue Regierung einen anderen Kurs ein

 15.10.2026

Luftfahrt

Wie sicher sind Israel-Flüge?

Nach dem vereitelten Anschlag an Bord einer flydubai-Maschine werden immer mehr gravierende Sicherheitslücken bekannt

von Sabine Brandes  14.10.2026

Meldungen

Studium, Korruption, Aquädukt

Kurznachrichten aus Israel

von Sabine Brandes  14.10.2026

Reaktionen

EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas vertagt die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen bis in den Herbst 2027

 14.10.2026