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Strand, Baby, Fledermäuse

Bademeister, noch mit Lowtech Foto: Getty Images

Strand
Sehr zur Freude der Israelis hat die Badesaison begonnen. Doch jedes Jahr bringen die Massen an den Stränden auch eine große Bedrohung mit sich. Denn viele Menschen können nicht schwimmen und unterschätzen die Gefahren des Meeres. Zwar sind die israelischen Bademeister extrem gut ausgebildet und Profis im Retten, doch auch sie sind nur Menschen. Das Start-up Sightbit will mehr Sicherheit schaffen. Die KI-Technologie alarmiert die Bademeister, wenn Badende in Gefahr sind. Mit drei Kameras, die um den Bademeister-Turm installiert werden, wird das Wasser dauerhaft beobachtet. Noch in diesem Sommer sollen weitere Kameras auf der gesamten Strandlänge hinzukommen. Einer der beliebtesten Küstenabschnitte des Landes, Palmachim, soll damit zum ersten »smarten Strand« Israels werden.

Tempelberg
Israelische und saudische Offizielle sprechen derzeit hinter verschlossenen Türen, berichten israelische Medien. Die USA vermitteln dabei. Ziel der Gespräche soll die Beteiligung von Saudi-Arabien an der Verwaltung des Tempelbergs in Jerusalem sein, auf dem die Al-Aksa-Moschee steht, das dritthöchste Heiligtum des Islam. Angeblich soll Jordanien, das der Verwaltung, genannt Waqf, vorsitzt, über den zunehmenden türkischen Einfluss besorgt sein. Auch die Palästinensische Autonomiebehörde ist am Waqf beteiligt. »Es handelt sich um sensible und geheime Kontakte, die von einem begrenzten Team erfahrener Diplomaten und Sicherheitsexperten geleitet werden«, wird ein Regierungsbeamter aus Riad zitiert.

Wasser
Das Arawa-Institut für Umweltstudien hat eine Methode für die Aufbereitung von Abwasser per Solarenergie entwickelt. Der Modellversuch ist in Umm Batin an den Start gegangen, einem Beduinendorf in der Negevwüste. Umm Batin ist nicht an das Abwassersystem angeschlossen. Nach Angaben der Vereinten Nationen ist unbehandeltes Abwasser vor allem in Entwicklungsländern für 1,7 Millionen Tote und Millionen von Kranken pro Jahr verantwortlich. Die Hälfte von ihnen sind Kinder. In dem israelischen Projekt wird die Toilette eines Hauses an eine Anlage angeschlossen, in der das Wasser in einer Senkgrube gereinigt wird. Es kann anschließend sogar zur Bewässerung benutzt werden. »Wir werden dies für ein Wohnviertel nach dem anderen durchführen«, versichert Clive Lipchin, der Leiter des Projektes.

Baby
Nur drei Tage, nachdem sie als Kabinettsmitglied vereidigt wurde, kam eine weitere Herausforderung: Die neue Ministerin für soziale Gleichheit und Minoritäten, Meirav Cohen, wurde zum dritten Mal Mutter (sie hat bereits zwei Töchter). Der kleine Junge ist gesund und munter. Die 36-Jährige ist erst seit dem vergangenen Jahr Knessetmitglied, sie war 2019 Benny Gantz’ Partei Blau-Weiß beigetreten und als Nummer 17 auf der Liste ins Parlament eingezogen. Vor ihrer Parteimitgliedschaft war Cohen vor allem in Jerusalem als soziale Aktivistin bekannt.

Fledermäuse
Besucher nicht erwünscht! Die Park- und Naturbehörde hat den Zugang zu Höhlen, die von Fledermäusen und anderen Kleinsäugern bewohnt werden, im ganzen Land untersagt. Allerdings nicht, um die Menschen zu schützen, sondern die Säuger. Die Behörde erklärt, dass es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme handele, um die Fledermäuse zu schützen, auf die sonst von Menschen das Coronavirus übertragen werden könnte. Nach vorliegenden Daten hat sich ein Mensch in China wahrscheinlich von einer Fledermaus mit dem Virus angesteckt. Entgegen der landläufigen Meinung indes gebe es keinen Beweis, dass Fledermäuse für Corona verantwortlich sind, heißt es weiter. Die israelische Behörde hält sich bei diesem Vorgehen nach eigenen Angaben an die Regeln der internationalen Naturschutzorganisationen.

Kooperation
Ein Gutes hat die Pandemie auf jeden Fall gebracht: zahllose Kooperationen in Wissenschaft, Religion und Kultur. Am Massachusetts Institute of Technology in den USA (MIT) haben sich zum Beispiel jene getroffen, die in Israel oft nur schlecht miteinander auskommen. Jonathan Gootenberg und Omar Abudayyeh, ein jüdischer und ein palästinensischer Amerikaner, arbeiten gemeinsam an einem Corona-Test, den man zu Hause anwenden kann. »Es zeigt, dass die Wissenschaft kulturelle Grenzen überwinden kann«, so Gootenberg in einem Interview. Abudayyeh meint sogar, dass »Unterschiede die Produktivität erhöhen«. Gemeinsam entwickelten sie »Sherlock«, einen Virustest, der so einfach anzuwenden ist wie ein Schwangerschaftstest. Das Team will bald mit klinischen Versuchen beginnen.

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