Israel

Schneise der Zerstörung

Nahezu 1000 Wohnungen und Häuser sind durch die Brände der vergangenen fünf Tage beschädigt oder zerstört. Foto: Flash 90

Die katastrophalen Brände in Israel hinterlassen nach fünf Tagen eine großflächige Schneise der Zerstörung: 180 Menschen wurden verletzt, die meisten von ihnen leicht durch Rauchvergiftung. Nahezu 1000 Wohnungen und Häuser in verschiedenen Orten sind beschädigt oder zerstört sowie riesige Flächen von Park- und Waldlandschaft verbrannt.

Am Wochenende waren wieder neue Feuer an verschiedenen Stellen ausgebrochen. Die Polizei gab an, dass etwa ein Drittel aller Brände wahrscheinlich absichtlich gelegt worden sei.

festnahmen 50 Menschen wurden vorläufig festgenommen, zwei arabische Israelis gestanden, lokale Feuer gelegt zu haben. Premierminister Benjamin Netanjahu warnte, dass dies eine »neue Form des Terrors« sein könnte. Polizeichef Roni Alscheich erklärte im Armeeradio: »Es hat schon in der Vergangenheit ähnliche Brandstiftungen gegeben und sie sollten – wenn es bewiesen ist – als Terror angesehen werden.« Jedoch fanden die Sicherheitskräfte keinen Beweis für koordinierte landesweite Handlungen.

Die Feuerwehren aus dem In- und Ausland sind noch immer rund um die Uhr im Einsatz, darunter viele Helfer aus Zypern, Russland, den palästinensischen Gebieten, Ägypten, Frankreich, Jordanien, Kanada, der Türkei und anderen Ländern. Präsident Reuven Rivlin und Netanjahu dankten allen Staatsoberhäuptern und Einsatzkräften für die herausragende und schnelle Unterstützung.

Haifa, die drittgrößte Stadt des Landes, ist am schlimmsten betroffen, fast 550 Unterkünfte sind hier unbewohnbar geworden. Große Flächen schwarzer verbrannter Erde schwelen noch immer inmitten der Stadt, Tausende Bewohner sind obdachlos. Auch die judäischen Gebirge vor Jerusalem haben stark gelitten. Hier waren mehrere Dörfer und Moschawim von Flammen eingeschlossen und Dutzende von Häusern völlig niedergebrannt.

Israel

Netanjahu: »Es wird keine Hamas-Herrschaft geben«

Bei dem Gedenken der Opfer des Hamas-Massakers vor drei Jahren droht der Ministerpräsident den an dem Überfall beteiligten Terroristen

 05.10.2026

Terroranschlag

Rückholflüge aus den Emiraten haben begonnen

Aktion beginnt nach der Beilegung eines Streits über Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen von Dubai

von Sabine Brandes  05.10.2026

Luftfahrt

Rücktritt von Transportministerin Regev gefordert

Oppositionspolitiker wollen, dass Miri Regev wegen des »Flydubai-Desasters« Verantwortung übernimmt und ihren Posten räumt

von Sabine Brandes  05.10.2026

Fußball

Irischer Fitness-Trainer wirft Israel Spuckattacke vor

Irland gegen Israel war eine Nations-League-Paarung, die seit der Auslosung für viel Unruhe gesorgt hat. Beim Rückspiel gibt es nun Vorwürfe zu einem extrem unsportlichen Verhalten

 05.10.2026

Shelly Meyer

Kommentar

Wer tatsächlich vom »Judenfetisch« profitiert

150 Juden in Berlin haben mit einem Offenen Brief die Linkspartei unterstützt - das sind etwa 0,4 Prozent der Berliner jüdischen Stimmen. Doch sie könnten für die breite Öffentlichkeit kaum wertvoller sein

von Shelly Meyer  04.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Terror

Held von Flug FZ1073: Jetzt spricht erstmals der Flydubai-Pilot

Der bei dem Messerangriff in einer Flydubai-Maschine von Dubai nach Tel Aviv verletzte Flugkapitän äußert sich zu den Vorgängen im Cockpit. Er berichtet auch, was ihm Mut gegeben hat

 02.10.2026

Nahost

Flydubai-Drama: Auch VAE-Vertreter spricht von Terror

Aus Israel kam schon früh die Einschätzung, dass es sich bei dem Vorfall um einen Anschlagsversuch handelte. Nun äußert sich ein emiratischer Regierungsvertreter ähnlich

 02.10.2026

Kibbuz Nahal Oz

Drei Jahre nach dem Hamas-Angriff entsteht die Kollektivsiedlung neu

Der 7. Oktober 2023 hat eine tiefe Wunde in die israelischen Gemeinden entlang des Gazastreifens gerissen. Mittlerweile ist der Wiederaufbau in vollem Gange – mit gemischten Gefühlen

von Andrea Krogmann  02.10.2026