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Schmetterlinge, Video, Archäologie

Sehr schön, aber selten: Vanessa Cardu Foto: Flash 90

Schmetterlinge
Sie sind eigentlich seltene Gäste. Doch in den vergangenen Tagen haben Millionen von Schmetterlingen Israel überflogen. Die Insekten ließen sich in Parks und Naturreservaten wie auch privaten Gärten im ganzen Land nieder. Die Distelfalter (Vanessa Cardu) stammen aus den Wüsten Kuwaits und Saudi-Arabiens. Dort hatte es im vergangenen Winter ungewöhnlich viel geregnet. Dadurch grünte und blühte es in den sonst kargen Gegenden, was ausreichend Nahrung und den Raupen ein ordentliches Wachstum bescherte. Die Schmetterlinge fliegen weiter nach Zypern, Spanien und in andere Gegenden Europas.

Thema
Tel Aviv ist die zehntteuerste Stadt der Welt. Das hat das Magazin »The Economist« in einem aktuellen Bericht über die Lebenshaltungskosten 2019 herausgefunden. Los Angeles liegt gleichauf mit Tel Aviv. Im vergangenen Jahr belegte die israelische Stadt am Mittelmeer den neunten Platz. Zum ersten Mal in der 30-jährigen Geschichte des Lebenshaltungsreports teilen sich drei Metropolen den fragwürdigen Titel »teuerste Stadt der Welt«: Singapur, Paris und Hongkong. Jedes Jahr werden bei den Recherchen 160 Produkte und Dienstleistungen untersucht. New York landete, gemeinsam mit Kopenhagen, auf dem siebten Platz.

Video
Der Vorsitzende der arabischen Partei Balad, der Parlamentarier Jamal Zahalka, hat bei der Polizei Anzeige wegen der Anstiftung zum Mord gegen den Abgeordneten Oren Hazan (Likud) erstattet. Es geht um ein Wahlkampfvideo, in dem Hazan eine Szene spielt, in der er Zahalka erschießt. Der Clip ist aus dem Film The Good, The Bad and The Ugly übernommen und grob überarbeitet. Eine Figur, der Zahalkas Gesicht aufgesetzt wurde, sagt, dass sie lieber sterben als die israelische Nationalhymne singen würde. Hazan erschießt ihn daraufhin und sagt: »Wenn du sterben willst, stirb! Aber keine Drohungen.« Zahalka hat auch beim zentralen Wahlkomitee Beschwerde eingelegt. »Wir hoffen, dass die Ermittlungsbehörden es vielleicht endlich vonnöten halten, jemanden der Gerechtigkeit zuzuführen, der uneingeschränkt zum Mord an einer Person des öffentlichen Lebens aufruft«, sagte er in einem Interview. Hazan ist bekannt für seine rassistischen und anti-arabischen Äußerungen.

Hilfe
Hilfe der etwas anderen Art: Ein kranker Papagei aus dem Gazastreifen ist von israelischen Tierschützern gerettet worden. Der palästinensische Eigentümer des Tieres, Abdullah Sharaf, hatte via Facebook um Hilfe gebeten. Der Graupapagei Koki hatte Bleichmittel getrunken, das ein Loch in seinen Hals brannte. Tierärzte in Gaza empfahlen, den gefiederten Freund einzuschläfern. Doch das wollte Sharaf nicht zulassen. Also wandte er sich an die Israelis. Eine Gruppe Tierschützer organisierte eine mobile Operationseinheit, die Koki direkt an der Grenze operierte. Mit Erfolg. Die Einheit der Armee Coordinator of Government Activities in the Territories (COGAT) hatte den Transfer des Tieres ermöglicht.

Archäologie
Israel ist wie ein einziges Freilichtmuseum. Deshalb findet man bei Bauarbeiten immer wieder archäologische Schätze. So geschehen in Beit Schean. Die Stadt plant eine vierspurige Schnellstraße. Doch das Vorhaben könnte jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Bei Untersuchungen der Antikenbehörde gruben die Experten nämlich eine außergewöhnlich gut erhaltene Siedlung aus biblischer Zeit aus, die mit Schutt und Abfall bedeckt war. Historische Siedlungen dieser Art werden »Tel« genannt. Für Archäologen könnte dies ein fehlendes Stück im Puzzle der Geschichte sein. Allerdings ist es auch möglich, dass die Fundstätte nicht gerettet und stattdessen die Straße gebaut wird. Aktivisten mit Namen »Ritter des Tel« versuchen jetzt, durch Online-Petitionen den Bau eines Tunnels anstatt einer oberirdischen Straße durchzusetzen.

Geburtstag
Auch wenn es weder Präsente noch Geburtstagskuchen gibt: Der Frieden mit Ägypten hält bereits seit 40 Jahren. Am 26. März 1979 unterzeichneten der ägyptische Präsident Anwar Al-Sadat und der israelische Premierminister Menachem Begin in Washington das historische Abkommen. Viele bezeichnen es als »kalten Frieden«, denn richtig warm wurden die Beziehungen zwischen den Nachbarn nie. Dennoch betonen Experten, dass der Vertrag in der turbulenten Nahost-Region bereits seit vier Jahrzehnten hält, trotz Revolution in Ägypten und Kriegen bei den Nachbarn – und das sei genug Grund zum Feiern.

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