Berlin/Jerusalem/Gaza

Ron Prosor verteidigt Anti-Terror-Offensive in Gaza

Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland Foto: picture alliance / photothek.de

Berlin/Jerusalem/Gaza

Ron Prosor verteidigt Anti-Terror-Offensive in Gaza

»Hilfe für die Bevölkerung: Auf jeden Fall, ja. Hilfe für den Terror: Die Antwort ist nein«, so der israelische Botschafter

 20.05.2025 14:03 Uhr

Der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, hat die Großoffensive auf Terror-Ziele im Gazastreifen gegen internationale Kritik verteidigt. »Wir müssen diese Hamas-Infrastruktur beseitigen, damit wir neu aufbauen können. Das müssen die Leute verstehen«, sagte Prosor im Deutschlandfunk. Nur so sei ein Leben für die Menschen in Gaza ohne die palästinensische Terrororganisation Hamas möglich.

Das Dilemma sei, die Geiseln zurück nach Hause zu bringen und gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen, ohne dabei die Hamas zu stärken. »Hilfe für die Bevölkerung: Auf jeden Fall, ja. Hilfe für den Terror: Die Antwort ist nein«, meinte Prosor.

Lesen Sie auch

Seit Tagen gehen die israelischen Streitkräfte (IDF) im Zuge einer neuen Großoffensive gegen die Hamas vor, die den Krieg begann, Israel erklärtermaßen vernichten will und weiterhin 58 Geiseln in ihrer Gewalt hat.

Nach Angaben der israelischen Behörde COGAT erreichten am Montag erstmals seit fast drei Monaten wieder Hilfsgüter das aufgrund des Terrors auch von Ägypten abgeriegelte Küstengebiet. ja/dpa

Diplomatie

»25 Gründe, warum ich Israel vermisse«

Der deutsche Botschafter Steffen Seibert verlässt in wenigen Tagen nach vier Jahren das Land und kehrt zurück nach Berlin

von Sabine Brandes  30.06.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Funde in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  30.06.2026

Folgen des 7. Oktober

Israel tötet Peiniger von Rom Braslavski

Rund zwei Jahre lang wurde der Deutsch-Israeli von Terroristen des Islamischen Dschihad gequält. Als er von der Tötung »Abu Yusufs« hört, bricht er in Tränen

 30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Internationales Rotes Kreuz

Knesset lehnt Gesetz zum Besuchsverbot für Häftlinge ab

Sicherheitsminister Ben-Gvir wollte den Zugang zu palästinensischen Sicherheitsgefangenen verwehren, doch der Gesetzentwurf scheitert an Stimmen der eigenen Koalition

von Sabine Brandes  30.06.2026

Bnei Brak

Rabbiner verflucht Israels Armeechef Eyal Zamir

Ein israelischer Soldat wurde wegen eines religiösen Aufnähers inhaftiert. Das und die geplante Einberufung von Charedim sorgt für Verärgerung bei den Ultraorthodoxen

 30.06.2026

Rüstungstechnologie

Israelische Raketenabwehr für Katar

Fotos beweisen, dass in katarischen Regierungsmaschinen Militärtechnologie von Elbit verbaut wurde. Dabei pflegen Israel und Katar nicht einmal diplomatische Beziehungen

 29.06.2026

Reaktionen

»Erster Schritt zum Frieden«

Während Jerusalem und Beirut das Abkommen begrüßen, weist die Hisbollah es entschieden zurück

von Sabine Brandes  29.06.2026

Jerusalem

Israel erkennt den Völkermord an den Armeniern an

Die historische Entscheidung birgt diplomatische Sprengkraft. Außenminister Sa’ar bezeichnete die Anerkennung als »moralische Pflicht«

von Sabine Brandes  29.06.2026