Fußball

Reise in die Vergangenheit: »War eine Super-Zeit in Israel«

Peter Bosz beim Spiel SC Freiburg - Bayer 04 Leverkusen am 1. November 2020 Foto: imago images/Sportfoto Rudel

Für Peter Bosz ist es eine Reise in die Vergangenheit – und seine Erinnerungen an Israel sind ausschließlich positiv. Über das Land schwärmt der Niederländer seitdem. Die nur sechs Monate bei Maccabi Tel Aviv brachten die Trainer-Karriere des Niederländers noch einmal richtig in Schwung.

Mit schon 52 Jahren kam er nach Tel Aviv, verlor von 23 Spielen nur eines – ausgerechnet das Pokalfinale. Er empfahl sich für Ajax Amsterdam, den größten Club seines Heimatlandes, von wo er nach dem Einzug ins Europa-League-Finale zu Borussia Dortmund weiterzog und im Dezember 2018 schließlich bei Bayer Leverkusen landete.

PFLICHTSPIEL Beim ersten Pflichtspiel von Bayer auf israelischem Boden sitzt Bosz am Donnerstag (18.55 Uhr/DAZN) nun als Chefcoach auf der Bank. Und der Gegner ist der Verein, der ihm damals dem Meister-Titel vor der Nase wegschnappte: Hapoel Be’er Sheva.

»Es war eine Super-Zeit hier, obwohl es nur sechs Monate waren«, sagte Bosz am Mittwoch bei der Pressekonferenz nach der Ankunft in Israel: »Und ich habe mich super gefreut, wieder hierherzukommen.« Die Wiedersehens-Freude dürfte verstärkt sein dadurch, dass das Spiel in Tel Avivs Vorort Petach Tikva und nicht im mehr als 100 Kilometer entfernten Be’er Sheva stattfindet.

GEGNER Auf den Gegner vom Donnerstag musste sich Bosz aber komplett neu vorbereiten. »Wenn ich die Namen sehe, ist von der Mannschaft von damals nichts mehr übrig«, sagte er: »Aber ich freue mich, meinen Kollegen wiederzutreffen.« Der damalige Meister-Trainer Barak Bakhar (41) ist nämlich heute noch im Amt.

Grundsätzlich hätten israelische Mannschaft natürlich »weniger Erfahrung auf fußballerisch höchstem Niveau«, sagte Bosz: »Trotzdem darf man sie auf keinen Fall unterschätzen.« Er selbst wird es sicher nicht tun. dpa

Jerusalem

Shin Bet zerschlägt Terrorzelle in Ost-Jerusalem

Im Zentrum der Ermittlungen steht Salah Hamouri, ein PFLP-Aktivist mit französischer Staatsbürgerschaft

 27.05.2026

Tel Aviv

Israel bestätigt Tod des neuen Hamas-Führers in Gaza

»Mohammed Odeh gehörte zu den letzten Kommandeuren der Hamas, die an der Planung und Ausführung des Massakers vom 7. Oktober beteiligt waren«, teilen Armee und Schin Bet mit

 27.05.2026

Kommentar

Was hat Künstliche Intelligenz mit Antisemitismus zu tun?

Ein Zwischenruf von dem Holocaust-Überlebenden Roman Haller

von Roman Haller  27.05.2026

Gaza

Israel nach Angriff auf Top-Terroristen: »Wir werden sie alle früher oder später fassen«

Kürzlich tötete Israel den Militärchef der Hamas, Iss al-Din al-Haddad. Nun hat die Armee laut Ministerpräsident Netanjahu auch dessen Nachfolger ins Visier genommen

 26.05.2026

Debatte

Warum werden Israels Fehler laut, der mörderische Judenhass seiner Feinde aber allzu oft nur sehr leise benannt?

Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff

von Stephan-Andreas Casdorff  26.05.2026

Jerusalem

Medienreform oder Angriff auf die Pressefreiheit?

Israels Kommunikationsminister Shlomo Karhi verspricht mehr Wettbewerb. Kritiker warnen jedoch vor politischer Einflussnahme und der Schwächung unabhängiger Sender

von Sabine Brandes  26.05.2026

Den Haag

Smotrich bestätigt Haftbefehl des ICC

Israels Finanzminister spricht offen über einen vermeintlichen internationalen Haftbefehl gegen ihn. Der Fall könnte weitere Spitzenpolitiker betreffen

von Sabine Brandes  26.05.2026

Diplomatie

Zini und Dahlan: Geheimtreffen mit vielen Fragen

Israels Schin-Bet-Chef reist heimlich in die Emirate – und spricht mit dem Mann, der als möglicher Schlüssel für Gazas Zukunft gilt

von Sabine Brandes  26.05.2026

Tel Aviv

Maxim Herkin veröffentlicht Tagebuch aus der Geiselhaft in Gaza

»Ich hoffe, dass diese Seiten Menschen berühren, ihnen etwas Echtes vermitteln und sie noch lange nach dem letzten Kapitel begleiten«, sagt die frühere Hamas-Geisel

 26.05.2026