Israel

Raketen auf Aschkelon

Der »Iron Dome« im Zentrum des Landes Foto: Flash 90

Auch am siebten Tag nach der Erklärung des amerikanischen Präsidenten zu Jerusalem reißt die Gewaltwelle in Israel und den Palästinensergebieten nicht ab. In der Nacht zum Dienstag flogen wieder Raketen aus dem Gazastreifen auf die südlichen Gemeinden des Landes. Auch in der Großstadt Aschkelon schrillte der Alarm.

Das Geschoss auf die Stadt konnte jedoch vom Abwehrsystem »Iron Dome« abgefangen werden. Es gab keine Verletzten. Eine Granate landete auf offenem Feld. Die israelische Armee flog im Anschluss Gegenangriffe auf Hamas-Stellungen im nördlichen Gazastreifen, berichtete ein Sprecher.

Obwohl sich noch niemand zu den Angriffen bekannte, erklärte die Armee, dass sie die Hamas für »sämtliche Aggression aus dem Gazastreifen verantwortlich mache«.

Hauptstadt Seit der Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt anzuerkennen, haben sich die Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hamas täglich weiter verschärft. Mehrere Raketen sind in den vergangenen Tagen auf israelischem Gebiet gelandet, eine davon in einem Kindergarten, der zu dieser Zeit glücklicherweise geschlossen war.

Anführer der Terrororganisation riefen die Bevölkerung im Streifen zu einer dritten Intifada auf. Tausende aufgebrachte Palästinenser protestierten daraufhin mehrere Tage hintereinander am Grenzzaun zu Israel. Die Armee musste anrücken, um die Massen zu vertreiben.

Nach Angaben der Hilfsorganisation »Roter Halbmond« wurden dabei zwei Menschen getötet und Hunderte verletzt. Bei den Vergeltungsangriffen der israelischen Luftwaffe starben zwei Hamas-Mitglieder, 25 sind verwundet worden. Die Organisation kündigte bereits Rache an. Die extremistische Izz-ad-Din-al-Kassam-Brigade – auch sie ist im Gazastreifen aktiv – warnte Israel: »Der Feind wird den Preis dafür bezahlen, dass er die Regeln gebrochen hat.«

22. Makkabiade

Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

»Hab viel Spaß in der Hölle, du Hurensohn!«

Die ehemalige deutsch-israelische Geisel Rom Braslavski reagiert auf die Tötung ihres Peinigers. Ein Moment, der für ihn mehr als Rache ist

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nahost

Hat ein Tadschike für den Iran Ziele in Israel ausgespäht?

Über ein Jobangebot kam ein Tadschike laut Israels Geheimdienst mit einem iranischen Agenten in Kontakt. Er soll für Teheran Orte in Israel ausspioniert und weitere Spione angeworben haben

 02.07.2026

Interview

»Klimaanlagen sind Pflicht«

Keren Agay-Shay erklärt, warum extrem heiße Sommer mehr sind als ein Wetterphänomen – und welche Maßnahmen Leben retten können

von Sabine Brandes  02.07.2026

Nachrichten

Umwelt, Anerkennung, Bücher

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  02.07.2026

1000 Tage

Tausende Stimmen gegen das Vergessen

Die Hebräische Universität und Edut 710 schaffen ein KI-gestütztes Archiv, das die Zeugnisse des 7. Oktober bewahrt

von Sabine Brandes  02.07.2026

Israel

5800 Juden wollen in diesem Sommer Alija machen

Das Interesse, nach Israel überzusiedeln, ist ungebrochen groß: Im Juli und August werden zahlreiche Neubürger erwartet, vor allem aus Frankreich und den USA

 02.07.2026

Archäologie

Höhle der Menschheitsgeschichte

Sensationsfund in einer Hunderttausende von Jahren verschlossenen Höhle südlich von Haifa könnten eines der größten Rätsel über die Vorgeschichte des Homo sapiens lösen

von Sabine Brandes  02.07.2026

Zeitgeschichte

Entebbe und kein Ende

Der Historiker Jan Gerber zeigt in seinem neuen Buch, wie aus dem Antizionismus der 68er-Generation radikale antisemitische Praxis wurde

von Ralf Balke  02.07.2026