Quelle
Die Schwefelquelle am Strand von Gofra ist wieder zugänglich. Zuletzt war das 2020 möglich, bevor Regenfälle den Wasserspiegel des Sees Genezareth ansteigen ließen und Kieselsteine unter Wasser den Zufluss blockierten. Das Quellwasser besitzt aufgrund des enthaltenen Schwefels sowie von Mineralien wie Bor, Fluor und Chlorid Heilungskräfte. Diese gelangen tief unter der Erde in das Wasser, bevor es mit einer Temperatur von etwa 31 Grad an die Oberfläche sprudelt.
Terror
Bei einem Anschlag im israelischen Sharon-Gebiet sind am Sonntag ein 31-Jähriger getötet und fünf weitere Personen verletzt worden. Der Täter eröffnete an mehreren Orten nahe der Sicherheitsbarriere zum Westjordanland das Feuer mit einem selbst gebauten »Carlo«-Gewehr. Die Angriffe ereigneten sich bei Kochav Yair, Tzur Yitzhak und Tzur Natan. Die Bewohner wurden angewiesen, bis auf Weiteres ihre Häuser nicht zu verlassen. Sicherheitskräfte nahmen einen Verdächtigen aus der nahegelegenen arabischen Stadt Tayibe fest. Er und sein Komplize wurden von der Polizei erschossen.
Mossad
Mit Roman Gofman steht erstmals ein in der ehemaligen Sowjetunion geborener Einwanderer an der Spitze des Mossad. Die russische Zeitung »Kommersant« brachte dazu die provokante Schlagzeile »Unser Mann im Mossad«. Tatsächlich wurde Gofman 1976 im heutigen Belarus geboren und kam 1990 mit seiner Familie nach Israel. Seine Ernennung gilt als Symbol für den gesellschaftlichen Aufstieg der rund 1,6 Millionen Einwanderer aus dem postsowjetischen Raum. Nach einer langen Karriere in der Armee und als Berater von Premier Benjamin Netanjahu übernimmt Gofman nun die Leitung eines der wichtigsten Geheimdienste der Welt.
Gewalt
Hunderte ultraorthodoxe Demonstranten haben sich am Freitagabend in Jerusalem und Beit Schemesch heftige Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Auslöser waren Festnahmen von Wehrdienstverweigerern sowie die Verhaftung von Personen, die zwei Tage zuvor an einem Angriff auf das Haus von Noam Sohlberg, dem stellvertretenden Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, beteiligt gewesen sein sollen. Der Vorfall markierte eine neue Eskalationsstufe. Dutzende Haredim waren zum Wohnhaus des Juristen in der Siedlung Alon Schvut gezogen, wo sie Fensterscheiben zerstörten und ein Auto beschädigten. Dabei zeigten sie eine israelische Flagge, in der der Davidstern durch ein Hakenkreuz ersetzt worden war.
Klassenfahrt
Kurz vor dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und dem Iran hat an vielen Schulen die traditionelle »Tijul Schnati«, die jährliche Klassenfahrt, stattgefunden. Zehntausende Schülerinnen und Schüler verbrachten mehrere Tage im Negev, wanderten durch Naturreservate an der Mittelmeerküste oder besuchten historische Stätten. Der Norden Israels blieb aufgrund der angespannten Sicherheitslage als Reiseziel außen vor.