Wirtschaft

Norwegische Rentenkasse schließt Firmen wegen Israels Siedlungen aus

Siedlung Beitar Illit im Westjordanland (Archiv) Foto: Flash 90

Die größte norwegische Rentenkasse KLP schließt 16 Unternehmen wegen Verbindungen zum israelischen Siedlungsbau im Westjordanland von ihren Investitionen aus. Man habe ausführliche Überprüfungen angestellt, nachdem die Vereinten Nationen Anfang 2020 eine Liste mit 112 Firmen mit Verknüpfungen zu den Siedlungen veröffentlicht hätten, teilte KLP am Montag mit. Der norwegische staatliche Pensionsfonds, der in Norwegen auch als Ölfonds bekannt ist, gilt als größter Fonds der Welt.

Auf der Liste der von dem Schritt betroffenen Unternehmen sind unter anderem Banken sowie Bau- und Telekommunikationskonzerne. Deutsche Firmen sind nicht darunter. KLP hat Aktien und Anleihen dieser Unternehmen im Wert von 275 Millionen norwegischen Kronen (27 Mio Euro) veräußert.

Es bestehe ein inakzeptables Risiko, dass die entsprechenden Firmen durch ihre Verbindungen zu den israelischen Siedlungen zu Menschenrechtsverletzungen in Kriegs- und Konfliktsituationen beitrügen, erklärte KLP. Firmen hätten eine Verantwortung dafür, die Menschenrechte in allen Ländern zu respektieren und zu schützen, in denen sie aktiv seien.

Bereits im Mai hatte KLP bekanntgegeben, zwei Unternehmen mit Verbindungen zum Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten auszuschließen. dpa

Dialog

Israel und Syrien vereinbaren Kommunikationskanal unter US-Vermittlung

Mit US-Unterstützung nehmen Israel und Syrien ihren Dialog wieder auf. Ein neuer Kommunikationsmechanismus soll künftig Streit zwischen den beiden verfeindeten Ländern verhindern

 07.01.2026

Jerusalem

Massenprotest gegen Wehrpflicht - Bus überrollt Menschen

Bei einem Protest Ultraorthodoxer gegen den Militärdienst in Jerusalem wurden mehrere Menschen von einem Bus erfasst. Die Polizei spricht von »gewalttätigen Unruhen«

 07.01.2026

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  06.01.2026

Wissenschaft

Israels Forscher erzielen Erfolg in Alzheimerforschung

Ausgerechnet ein zelluläres »Entsorgungssystem«, das eigentlich schädliche Proteine beseitigen soll, könnte zur Weiterverbreitung der Krankheit beitragen

 06.01.2026

Sexualisierte Gewalt

Romi Gonen: »Der Hamas-Chef schlug mir einen Deal vor«

Die ehemalige Geisel der Terrororganisation berichtet in Teil zwei ihres Interviews, was nach den Übergriffen geschah

von Sabine Brandes  06.01.2026

Jerusalem

Netanjahu attackiert Opposition in hitzigem Knesset-Duell

Die Aufklärung des 7. Oktobers, die Wehrpflicht für Ultraorthodoxe und »Katargate« wurden auf Druck der Opposition im israelischen Parlament diskutiert

 06.01.2026

Blumen und Kerzen sind als Zeichen des Gedenkens an die Opfer nach dem Brand in der Bar und Lounge »Le Constellation« in Crans-Montana.

Schweiz

Drittes jüdisches Mädchen tot

Bei der tödlichen Katastrophe im Nobelskiort Crans-Montana sind drei junge jüdische Frauen ums Leben gekommen

von Nicole Dreyfus  06.01.2026

Jerusalem

Gedenkstätte Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede

Kurz nach Kriegsbeginn in der Ukraine wollte Selenskyj in Yad Vashem sprechen. Aber durfte nicht. Der Gedenkstätten-Vorsitzende nennt nun dafür klare Gründe

 05.01.2026

Kommentar

Keine großen Sorgen vor Mamdani, bitte

Hannes Stein über den neuen Bürgermeister von New York und die Herausforderungen, die der Job für den Israelhasser mit sich bringt

von Hannes Stein  05.01.2026