Wirtschaft

Norwegische Rentenkasse schließt Firmen wegen Israels Siedlungen aus

Siedlung Beitar Illit im Westjordanland (Archiv) Foto: Flash 90

Die größte norwegische Rentenkasse KLP schließt 16 Unternehmen wegen Verbindungen zum israelischen Siedlungsbau im Westjordanland von ihren Investitionen aus. Man habe ausführliche Überprüfungen angestellt, nachdem die Vereinten Nationen Anfang 2020 eine Liste mit 112 Firmen mit Verknüpfungen zu den Siedlungen veröffentlicht hätten, teilte KLP am Montag mit. Der norwegische staatliche Pensionsfonds, der in Norwegen auch als Ölfonds bekannt ist, gilt als größter Fonds der Welt.

Auf der Liste der von dem Schritt betroffenen Unternehmen sind unter anderem Banken sowie Bau- und Telekommunikationskonzerne. Deutsche Firmen sind nicht darunter. KLP hat Aktien und Anleihen dieser Unternehmen im Wert von 275 Millionen norwegischen Kronen (27 Mio Euro) veräußert.

Es bestehe ein inakzeptables Risiko, dass die entsprechenden Firmen durch ihre Verbindungen zu den israelischen Siedlungen zu Menschenrechtsverletzungen in Kriegs- und Konfliktsituationen beitrügen, erklärte KLP. Firmen hätten eine Verantwortung dafür, die Menschenrechte in allen Ländern zu respektieren und zu schützen, in denen sie aktiv seien.

Bereits im Mai hatte KLP bekanntgegeben, zwei Unternehmen mit Verbindungen zum Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten auszuschließen. dpa

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