Wirtschaft

Norwegische Rentenkasse schließt Firmen wegen Israels Siedlungen aus

Siedlung Beitar Illit im Westjordanland (Archiv) Foto: Flash 90

Die größte norwegische Rentenkasse KLP schließt 16 Unternehmen wegen Verbindungen zum israelischen Siedlungsbau im Westjordanland von ihren Investitionen aus. Man habe ausführliche Überprüfungen angestellt, nachdem die Vereinten Nationen Anfang 2020 eine Liste mit 112 Firmen mit Verknüpfungen zu den Siedlungen veröffentlicht hätten, teilte KLP am Montag mit. Der norwegische staatliche Pensionsfonds, der in Norwegen auch als Ölfonds bekannt ist, gilt als größter Fonds der Welt.

Auf der Liste der von dem Schritt betroffenen Unternehmen sind unter anderem Banken sowie Bau- und Telekommunikationskonzerne. Deutsche Firmen sind nicht darunter. KLP hat Aktien und Anleihen dieser Unternehmen im Wert von 275 Millionen norwegischen Kronen (27 Mio Euro) veräußert.

Es bestehe ein inakzeptables Risiko, dass die entsprechenden Firmen durch ihre Verbindungen zu den israelischen Siedlungen zu Menschenrechtsverletzungen in Kriegs- und Konfliktsituationen beitrügen, erklärte KLP. Firmen hätten eine Verantwortung dafür, die Menschenrechte in allen Ländern zu respektieren und zu schützen, in denen sie aktiv seien.

Bereits im Mai hatte KLP bekanntgegeben, zwei Unternehmen mit Verbindungen zum Siedlungsbau in den palästinensischen Gebieten auszuschließen. dpa

Meinung

Liebe Iraner, wir fühlen mit euch!

Als Israelin wünscht sich unsere Autorin nichts mehr, als dass das brutale Regime in Teheran bald fällt. Ein offener Brief an die mutigen Menschen im Iran

von Sabine Brandes  21.01.2026

Tel Aviv

Trump-Satz zu Ran Gvili sorgt für Hoffnung und Empörung

Ran Gvilis Mutter Talik sagt, es müsse endlich gehandelt werden. »Lasst uns das beenden und ihn nach Hause bringen«, fordert sie

 21.01.2026

Jerusalem

Zwei tote Babys und ein Riss in der israelischen Gesellschaft

Der Oberste Gerichtshof stoppt die Obduktionen der ultraorthodoxen Säuglinge nach gewalttätigen Protesten

von Sabine Brandes  21.01.2026

Entscheidung

Noam Bettan startet beim ESC für Israel

Mehrere Länder boykottieren wegen Israels Teilnahme den Eurovision Song Contest 2026. Jetzt wurde entschieden, wer für das Land in diesem Jahr bei dem Musikwettbewerb an den Start geht

von Cindy Riechau  21.01.2026

Meinung

Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?

In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen

von Daniel Neumann  21.01.2026

Jerusalem

Opposition könnte gemeinsam gegen Netanjahu antreten

Der frühere Generalstabschef Gadi Eisenkot bringt eine gemeinsame Liste mit dem ehemaligen Ministerpräsidenten Naftali Bennett und Oppositionsführer Yair Lapid ins Spiel

 21.01.2026

Jerusalem

Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum »Friedensrat« an

Israels Premier hatte sich über die personelle Besetzung eines Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weiße Haus geärgert. Doch die Einladung zum »Friedensrat« schlägt er nicht ab

 21.01.2026

Knesset

Netanjahu schließt türkische und katarische Truppen in Gaza aus

Der Ministerpräsident räumt ein, es habe mit Washington »eine gewisse Auseinandersetzung« über Gaza gegeben. Die Opposition wirft ihm Versagen vor

 20.01.2026

Jerusalem

Zwei Säuglinge sterben in illegaler ultraorthodoxer Krippe

Erschütternde Zustände in der überfüllten Einrichtung in dem ultraorthodoxen Stadtteil Romema kommen ans Licht

von Sabine Brandes  20.01.2026