Militär

Neuer IDF-Chef ernannt

Folgt auf Benny Gantz: Gadi Eisenkot auf dem roten Teppich bei der Zeremonie in Tel Aviv Foto: Flash90

Gadi Eisenkot ist am Montag als Chef des Generalstabs der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte vereidigt worden. Der 54-Jährige tritt damit die Nachfolge von Benny Gantz an. Damit ist Eisenkot der 21. israelische Stabschef.

Premierminister Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Mosche Yaalon ernannten Eisenkot offiziell zum Stabschef. Damit verbunden war seine Beförderung zum Generalleutnant. Der Zeremonie wohnten unter anderem der Knessetsprecher Yuli Edelstein, Generalstaatsanwalt Jehuda Weinstein und Hatnua-Vorsitzende Zipi Livni bei.

Bereit Der scheidende IDF-Chef Benny Gantz hielt eine Abschiedsrede und wandte sich an seinen Nachfolger mit den Worten: »Ich überreiche dir, mein Freund Gadi, dieses starke und kraftvolle Unterpfand. Heute, da dich dieses Ehrenspalier begrüßt, solltest du wissen, dass eine professionelle, gut ausgebildete und flexible Armee steht, die für ihren Einsatz bereit ist.«

Nach dem Ende der Zeremonie besuchten Gantz und Eisenkot gemeinsam die Westmauer in der Jerusalemer Altstadt.

Elite Eisenkot wurde 1960 in Eilat geboren. Zu Beginn seiner militärischen Laufbahn diente er in der Golani-Brigade, einer Elite-Einheit, die er von 1997 bis 1998 kommandierte. Gleichzeitig erwarb er an der Universität Tel Aviv einen Bachelor in Geschichte und nahm an einem Kurs für Sicherheitsstudien der US Army teil.

1999 wurde er militärischer Sekretär von Ministerpräsident Ehud Barak. Während der Zweiten Intifada wurde er zum Kommandeur der Judäa- und Samaria-Division ernannt.

Im Oktober 2006 übernahm Eisenkot den Posten als Kommandeur des Nordkommandos, nachdem sein Vorgänger Udi Adam während des Libanonkriegs in die Kritik geraten war und zurücktrat. Gadi Eisenkot lebt in Herzlija, ist verheiratet und hat fünf Kinder. ja

Hintergrund

Kampf um den mächtigen Sessel

Ohana raus, Lapid rein? Die Opposition will den Knessetpräsidenten austauschen. Es geht um weit mehr als einen repräsentativen Posten

von Sabine Brandes  02.11.2026

Regierungsbildung in Israel

Präsident Herzog will erst mit kleinen Parteien sprechen

Präsident Isaac Herzog beginnt am Mittwoch mit den Konsultationen zur Regierungsbildung

 02.11.2026

Wirtschaft

Wahlkater an der Börse

Die Hoffnung auf einen politischen Wandel in Israel ließen Aktien und Schekel zunächst steigen. Doch das Ergebnis schürt die Unsicherheit

von Sabine Brandes  02.11.2026

Wahlen

»Wie schwarz muss eine Seele sein …«

Rechte Demonstranten machen am Sonntagabend bei einem Protest vor dem Wohnhaus des Politikers Gadi Eisenkot den Tod seines Sohn zum Gegenstand der Hetze

von Sabine Brandes  02.11.2026

Westbank

Israels Armee zieht aus Hebron ab

Elf Tage nach Beginn des Anti-Terror-Einsatzes haben sich die israelischen Truppen zurückgezogen

 02.11.2026

Krieg

Tanker im Persischen Golf attackiert

Die Golfregion ist für Tanker und Frachtschiffe weiterhin gefährlich. Erneut wird ein Tanker angegriffen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Jerusalem

Lieberman: »Nicht mit Bibi und nicht mit Tibi«

Der Chef von Israel Beiteinu schließt eine Zusammenarbeit mit Netanjahu und den arabischen Parteien aus – und fordert eine rein zionistische Koalition

von Sabine Brandes  02.11.2026 Aktualisiert

Israel

Herzog ruft Israels Politiker zu Kompromissbereitschaft auf

Der Präsident mahnt die Parteichefs zur Flexibilität bei den Koalitionsgesprächen und warnt vor Neuwahlen. Am Mittwoch beginnen die Beratungen in seinem Amtssitz

 01.11.2026