Israel

Neue Brandballons aus Gaza

Ballons mit Brandmaterial und der palästinensischen Flagge, die gen Israel geschickt werden (Januar 2020) Foto: Flash90

Nach einem Raketen- und weiteren Ballon-Angriffen aus dem Gazastreifen hat Israel erneut militärische Ziele der islamistischen Hamas in dem Palästinensergebiet beschossen, um seine Bürger vor dem Terror zu schützen. Unter anderem sei in der Nacht zu Mittwoch ein Militärgelände, das einer Spezialeinheit der Organisation gehöre, angegriffen worden, teilte das israelische Militär mit. »Die Hamas wird die Konsequenzen für die Terroraktivitäten gegen die israelische Zivilbevölkerung tragen.«

Laut »Jerusalem Post« flog die israelische Luftwaffe Angriffe gegen »zahlreiche Ziele der Hamas«. Die aus dem Gazastreifen abgeschossene Rakete sei auf einem Feld gelandet und habe keine Schäden angerichtet.

AL-KASSAM-BRIGADEN Laut Angaben aus Hamas-Kreisen griffen die israelischen Flugzeuge und Drohnen mehrere Einrichtungen der Al-Kassam-Brigaden an, dem militärischen Flügel der Hamas. Demnach seien die Angriffe nun den neunten Tag in Folge fortgesetzt worden. Einrichtungen seien schwer beschädigt und mehrere Menschen verletzt worden.

Palästinensische Terroristen ließen zuletzt täglich Dutzende Ballons, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt waren, aus dem Gazastreifen in Richtung Israel fliegen. Auch Raketen wurden wieder auf Israel abgefeuert. Die israelische Armee beschoss daraufhin jeweils Ziele im Gazastreifen, um den Terror zu unterbinden. Zudem wurden Waren- und Treibstofflieferungen in das Küstengebiet untersagt. Wichtige humanitäre Güter dürfen die Grenze passieren.

Israel hatte 2007 eine Blockade des Gazastreifens verschärft, die inzwischen von Ägypten mitgetragen wird. Beide Länder begründen dies mit Sicherheitserwägungen. Die Hamas wird von Israel, USA und EU als Terrororganisation eingestuft. Ihr Ziel ist es, den jüdischen Staat zu vernichten. dpa/ja

Holocaust

»Unsere Rache an den Nazis ist, dass wir den Staat Israel haben«

Der Schoa-Überlebende Yehuda Widawski ist mit 107 Jahren gestorben. Jahrzehntelang suchte und restaurierte er jüdische Gräber in Polen

von Sabine Brandes  14.09.2026

Reaktionen

»Ritualmordlegende« - »Pflicht, Fragen zu stellen«: Israel streitet über »Naza«

Während Rechte den Film über den Gaza-Krieg als Verleumdung verurteilen, verteidigen Linke das Recht auf Kritik. Armee weist zentrale Vorwürfe zurück

von Sabine Brandes  14.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  14.09.2026

Dokumentarfilm

IDF übt scharfe Kritik an »Naza« und weist Vorwurf zum angeblich genehmigten Angriff auf 500 Zivilisten zurück

»Die IDF haben niemals einen Angriff geplant, genehmigt oder durchgeführt, bei dem erwartet wurde, dass 500 Zivilisten oder auch nur annähernd so viele getötet werden«, heißt es von der Armee

 14.09.2026

Offener Brief

Javier Bardem und ich

Ich habe dich als neugierig, warmherzig, offen für den Menschen vor dir kennengelernt. Wenn du über Israel sprichst, erkenne ich dich nicht wieder – und sehe nur noch blindwütigen Hass

von Gabriella Meros  13.09.2026

Meinung

Wie London die Verweigerungshaltung der Palästinenser belohnt

Mit ihren Sanktionen gegen israelische Siedlungen will die britische Regierung im Nahost-Konflikt einer Zwei-Staaten-Lösung näher kommen. Doch sie zeigt vor allem: Verhandeln lohnt sich nicht, Blockade und Terror aber sehr wohl

von Daniel Neumann  13.09.2026 Aktualisiert

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 11.09.2026

Rosch Haschana

Israel wächst – doch immer mehr Menschen verlassen das Land

Zum jüdischen Neujahr veröffentlicht das Statistikamt neue Zahlen. Die Geburtenrate ist mehr als doppelt so hoch wie in der OECD

von Sabine Brandes  11.09.2026

Sachsen-Anhalt

Empörung über AfD-Spitzenmann Siegmund wegen Rüstungsaussage 

Siegmund: »Weil wir bei späteren Remigrations- und Abschiebeoffensive natürlich auch entsprechende Hilfsmittel brauchen«

 11.09.2026